Forbidden Sky von Schmidt Spiele

Spielbeschreibung & Spielregeln

Im „Forbidden Sky“befindet sich eine geheine Forschungsstation, die Sicherheit vor dem sich anbahnenden Sturm bietet. Nur leider ist auch sie bereits von dem Unwetter betroffen, denn bei einem Blitzeinschlag wurde die Elektronik zerstört – nicht funktioniert mehr. Die Spieler, die sich in den „Forbidden Sky“ wagen, sollten eine gute Portion Mut und Abenteuerlust mitbringen, um sich und ihre Mitspieler in Sicherheit zu bringen.

Wir haben das Strategiebrettspiel „Forbidden Sky“ von Matt Leacock, welches vor allem taktisches und interaktives Miteinander abverlangt, für Sie gespielt und uns unter anderem, einen Eindruck von der gesamten Aufmachung gemacht, sodass Sie am Ende dieses Berichts wissen, ob dieses Schmidt-Spiel demnächst Ihren Spieleabend versüßen wird.

Verpackung und Lieferung des Strategiespiels„Forbidden Sky“ von Schmidt Spiele

Nachdem wir „Forbidden Sky“ bestellt hatten, dauerte es nur ca. drei Werktage, bis das Spiel bei uns eintraf – wer also ein „Last-minute-Geschenk“ plant, kann hiermit gute Karten haben.

Das Cover des mittelgroßen Spielekartons wirkt düster, mystisch und gefährlich. In der Mitte sieht man eine Forschungsstation, zu der eine Rakete gehört, die sich inmitten von hell- und dunkellila Wolken befindet und durch die mehrere Blitze zucken. Neben dem Spieletitel, dem Namen des Autors und dem Schmidt-Logo sieht man die Aufzählung: „Ein Team – Ein Sturm – Ein Abenteuer“ – daraus lässt sich bereits schließen, dass es sich um ein kooperatives Spiel handelt.

Auf den langen Seiten des Kartons erfahren wir erste Spieleinformationen:

  • Ab 10 Jahren
  • 2-5 Spieler
  • 60 Minuten Spielzeit

Auf der Unterseite gibt es eine Beschreibung des Szenarios: „Die Evakuierung der Forschungsstation ist der letzte Ausweg, um Euch vor dem gigantischen Sturm in Sicherheit zu bringen. Doch unglücklicherweise hat ein Blitzeinschlag die gesamte Elektronik lahm gelegt! Nun seid Ihr als Team gefragt: Schafft Ihr es, gemeinsam die alte Versorgungsrakete zu finden? Gelingt es Euch, einen Notstromkreis aus Kabeln und verschiedenen Bauteilen aufzubauen und so die Energie für den Start bereitzustellen? Könnt Ihr dem immer stärker werdenden Sturm trotzen? Schafft Ihr es, den Blitzen auszuweichen und wohlbehalten die Rakete zu erreichen? Seilt Euch an und macht euch bereit. Das Abenteuer wartet!“

Die Wertung laut Schmidt Spiele:

  • Taktik: 8 von 10 Punkten
  • Interaktion: 10 von 10 Punkten
  • Schwierigkeit: 5 von 10 Punkten

Außerdem ist ein Teil des Spielfeldes, der Rakete und ein paar der Karten abgebildet.

Im Karton befinden sich: 36 Plattformkärtchen, 1 Startplättchen, 32 Stromkreisbauteile, 37 Spielkarten, 1 Kompassnadel, 6 Spielfiguren, 13 Anzeiger, 1 Rakete, 1 Windstärkeanzeiger.

Der Preis des Strategiespiels „Forbidden Sky“

„Forbidden Sky“ kostet derzeit (Stand Februar 2019) – je nach Anbieter – zwischen 24,99 und 34,95 Euro. Im Online-Shop von Schmidt Spiele wird das Brett-Strategiespiel zu einem Preis von 31,99 Euro angeboten.

Gestaltung von „Forbidden Sky“

Die 37 Spielkarten teilen sich in 15 Wetter-, 14 Ausrüstungs- 2 Blaupausen- und 6 Abenteurerkarten auf, die alle dasselbe Format haben. Die Wetterkarten haben auf ihrer Rückseite eine Art Wetterkarte und auf der Vorderseite die verschiedenen Aktionen (Blitzeinschlag, Sturm wird stärker, der Wind dreht und Windstoß) abgebildet. Die Ausrüstungskarten (Aerometer, Blitzschutz, Erste-Hilfe-Set, Gravitationshaken, Leitungsroboter, Plattformklammer, Raketenrucksack, Seil-Reparatur-Set und Zeitbremsein unterschiedlicher Anzahl) sind durch ein Bild von rostigem Metall und einem Rädchen gekennzeichnet und besitzen auf der Vorderseite jeweils ein Bild und eine Erklärung, was der Spieler tun muss bzw. darf. Die Blaupausen sind blau und zeigen auf jeder Seite fünf Kreise und drei Quadrate in verschiedener Aufteilung – daran sehen die Spieler, was gebaut werden soll. Die Abenteurerkarten sind auf der einen Seite mit einem Bild für den Abenteurer (Navigator, Elektriker, Konstrukteur, Arzt, Seilmacher und Bergsteiger) versehen und auf der anderen Seite sind die Zugübersichten und möglichen Aktionen erklärt, von denen jeder andere mitbringt.

Die 36 Plattformkärtchen sind aus einem dicken Pappkarton und zeigen Land (graue Flächen), rosa Wolken, Kabel (gelben Linien), Kreise und Symbole. Letztere sind für die Bauteile und bestimmte Auswirkungen auf das Spiel zuständig.

Ebenfalls aus dickem Pappkarton ist der Windstärkeanzeiger, auf dem sich verschiedenfarbige Felder, Zahlen und ein Totenkopf befinden.

Die Anzeiger, die Kompassnadel und die Rakete sind aus Kunststoff, wobei die Rakete mit Batterien betrieben wird und Geräusche und Licht machen kann.

Die Spielfiguren sind aus Holz und in 6 Farben lackiert.

Das Spielziel von „Forbidden Sky“

Die 2 bis 4 Spieler arbeiten gemeinsam daran, die Forschungsstation wieder unter Strom zu kriegen, um sich mit der dort vorhandenen Rakete in Sicherheit vor dem großen Sturm zu bringen.

Die Spielvorbereitung von „Forbidden Sky“

Wird „Forbidden Sky“ das allererste Mal gespielt, sollte zunächst der Zylinder in dasStartplättchen gedrücktund oben die Kompassnadel angebracht werden. Dieses Spielelement kommt immer in die Mitte der Spieler und ein Blitzableiter auf die darauf markierte Stelle. Für den Verlauf des Spiels wird es wie vier hintereinanderliegende Startplättchen behandelt. Die Kompassnadel muss nun noch in Richtung des Gleiters geschoben werden.

Außerdemmischen die Spieler die 36 Plattformplättchen, mit denen anschließend ein verdeckter Stapel gebildet wird. Jeder Spieler kann sich ein Plättchen nehmen und es offen vor sich ablegen.

Die Stärke der Wind-Skala kann von den Spielern bestimmt werden. Entsprechend der Wahl wird der kleine Anzeiger auf die Leiste geschoben. Selbiges gilt auch für den Schwierigkeitsgrad, welcher mit der Blaupause bestimmt wird. Außerdem entscheidet sich so, welche Bauteile es braucht, um den Stromkreis zu verbinden. Die übrigen Blaupausen bleiben in der Schachtel.

Die 37 Spielkarten sind in Wetterkarten (Radaranzeige auf der Rückseite), Ausrüstungskarten (Zahnrad auf der Rückseite), Blaupausen und Abenteurerkarten aufzuteilen und alle als einzelne Stapel getrennt voneinander gemischt bereitzulegen. Die Wetterkarten kommen verdeckt neben den Windstärke-Anzeiger, die Ausrüstungskarten als verdeckter Stapel in Griffnähe.

Nun werden noch die Abenteurer ausgelost, indem die Abenteurerkarten gemischt werden und jeder Spieler eine davon erhält – sie bestimmt, wer welche Rolle hat und damit spezielle Fähigkeiten mitbringt. Diese sollten vor Anfang des Spiels besprochen werden, damit sich alle aufeinander einstellen können.

Für den Spielverlauf bzw. den Aufbau des Stromkreises bereitgehalten werden: Rakete, Plattform, kleine und große Kondensatoren, Blitzableiter. Die Teile können entweder in der Schachtel bleiben oder werden in anderweitige Griffweite gelegt.

Der Spielablauf des Strategiespiels Forbidden Sky

Wer zuletzt geflogen ist, darf anfangen (die Spieler dürfen sich aber auch eine andere Regelung ausdenken) – danach wird im Uhrzeigersinn weitergespielt.

Der Spieler, der gerade an der Reihe ist, muss 2 Schritte erledigen:

  1. Bis zu 4 Aktionen ausführen
  2. Wetterkarte ziehen

Die 2 Schritte entführen die Spieler in 2 Rollen: die des Abenteurers und die des Sturms.

  1. Aktionen

Von den 4 möglichen Aktionen kann sich der Spieler 3 aussuchen. Zur Auswahl stehen:

  1. Bewegen seines Abenteurers
  2. Erkunden
  3. Entdecken
  4. Leitung legen

Die Aktionen können nach beliebiger Reihenfolge abgearbeitet werden und es ist auch möglich, mehrmals dieselbe zu tätigen.

Achtung: Dabei ist es wichtig, dass die Spieler miteinander kommunizieren, um ihre Fähigkeiten taktisch klug einzusetzen.

  1. Bewegen seines Abenteurers

Der eigene Abenteurer kann entweder nach oben, unten, links oder rechts auf ein Nachbarplättchen bewegt werden, wenn auf beiden Land (graue Flächen) zu sehen ist. Bei rosa Wolken als „Trennung“ geht es nicht, es sei denn, es handelt sich um einen Bergsteiger. Außerdem kann der Teleporter benutzt werden, um zum nächsten Teleporter zu gelangen.

  1. Erkunden 

Zum Erkunden nimmt sich der Spieler 1 Plättchen vom Plättchenstapel und legt es offen vor sich ab (maximal 3 Stück).

  1. Entdecken

Um die Station zu entdecken, wird 1 Plättchen, welches vor dem Spieler liegt, der an der Reihe ist, neben eins auf dem Spielfeld gelegt, auf dem sich der Abenteurer befindet.

Achtung: Es ist darauf zu achten, dass sie sich wenigstens durch ein Kabel verbinden lassen. Zu den anderen ist das nicht wichtig.

Ergibt sich dadurch ein vollständiger Kreis, gibt es ein passendes Bauteil, welches auf ihn gestellt wird. Außerdem sind auf den Plättchen unterschiedliche Symbole zu finden, die bestimmte Auswirkungen auf das Spiel haben, wenn sie verbunden werden. So können die Spieler beispielsweise Blitzableiter, Windschützer und andere „Hilfen“ erhalten.

  1. Leitung legen

In Aktion d ist es möglich, 1 Aktion zu nutzen, um 2 Bauteile über eine Leitung zu verbinden oder Leitungen zu entfernen. Das geht aber nur, wenn auf einem Plättchen die eigene Figur steht. Beim Verbinden sind Regeln zu beachten wie beispielsweise, dass jedes Bauteil nur mit 2 Leitungen verbunden sein darf oder diese Kontakt mit dem Metall haben sowie einiges mehr.

  1. Wetterkarte ziehen

In Schritt 2 schlüpft der Spieler, welcher gerade an der Reihe ist, in die Rolle des Sturms. Je nach festgelegter Stärke des Wind-Anzeigers nimmt er Wetterkarten auf und legt sie nacheinander offen. Vor dem Aufdecken der nächsten Wetterkarte muss die genannte Wirkung ausgeführt werden. Offengelegte Karten kommen auf den Ablagestapel.

Die Wirkungen sind sehr unterschiedlich und können sein, dass der Blitz in die Blitzableiter einschlägt, sich der Wind dreht oder ungeschützte Abenteurer um ein Plättchen verschoben werden.

Spielende

Das Spiel ist beendet und gewonnen, wenn die Spieler es schaffen, mindestens alle geforderten Bauteile zu verbinden (mehr gehen auch), die durch die Blaupause verlangt werden. Dann kann die Rakete gestartet werden. Wichtig hierbei ist, dass sobald die letzte Stromkreisleitung geschlossen wurde, die Rakete sofort abhebt. Daher sollten alle gemeinsam strategisch vorgehen und das Legen der letzten Leitung so planen, dass sie sich davor auf der Raketenplattformbefinden.

Verloren ist das Spiel, wenn einer der Spieler seine gesamte Gesundheit durch einen Blitzeinschlag einbüßt, Seilmarker erreicht werden, der Windstärke-Anzeiger ans Ende kommt oder die Rakete abhebt, bevor alle Spieler auf der Abflugplattform eingetroffen sind.

Schwierigkeitsgrad

Wie schon erwähnt, kann der Schwierigkeitsgrad beliebig gewählt werden, indem der Anzeiger entsprechend hoch oder niedrig angesetzt wird.

Vorteile des „Forbidden Sky“-Strategiespiels

  • Alle Spieler haben ein gemeinsames Spiel und müssen gemeinsam interagieren
  • Sehr detailreich gestaltet
  • Jeder Abenteurer hat unterschiedliche Fähigkeiten
  • Bietet verschiedene Schwierigkeitsgrade
  • Schult das Taktik- und Interaktionsvermögen
  • Langer Spielspaß
  • Rakete mit Geräuschen und Licht sorgt für zusätzliche Stimmung

Fazit zum „Forbidden Sky“-Strategiespielsvon Schmidt Spiele

„Forbidden Sky“ ist ein kluges Strategiespiel, welches mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist und bei dem keine Langeweile aufkommt. Immer wieder müssen die Spieler ihre speziellen Fähigkeiten auslotsen und gemeinsam interagieren, um zum Ziel zu kommen und sich somit zu retten. Das ist manchmal kniffliger, als es klingt, denn wer z. B. vom Blitz getroffen wird, verliert für die ganze Gruppe. Zwar kann es nicht auf Reisen gespielt werden, dafür aber überall, wo sich ein ebener Untergrund bietet und mindestens zwei Spieler zusammenfinden. Hinzu kommen verschiedene Schwierigkeitsgrade für Anfänger und Fortgeschrittene, sodass jedem ein gutes Spielerlebnis versprochen werden kann.

Spielregeln die Forbidden Sky als PDF Download

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