Paintball Regeln: Sicherheitsregeln, Spielmodi und Mindestalter
Paintball ist ein Mannschaftssport, bei dem zwei Teams versuchen, gegnerische Spieler mit Farbkugeln aus einem Markierer zu treffen oder ein Spielziel wie eine Flagge zu erobern. Wer sichtbar getroffen ist, verlässt das Feld.
Stand · Redaktionell geprüft ·
- 5 gegen 5
- ab 18 Jahren

Grundregeln sind die Maskenpflicht auf dem Spielfeld, gesicherte Markierer außerhalb, eine begrenzte Geschossenergie und kein Schießen auf Kopf oder Hals aus nächster Nähe. Regulär wird in Deutschland ab 18 Jahren gespielt.
| Spieler | zwei Teams, im Turnier meist 5 gegen 5 |
|---|---|
| Alter | regulär ab 18 Jahren, Kinder- und Low-Impact-Angebote je nach Platz ab 12 |
| Ausrüstung | Markierer, Farbkugeln Kaliber .68, Schutzmaske, Laufsocke, Schutzkleidung |
| Spielarten | Woodland, Szenario, Speedball, Capture the Flag |
| Ziel | Gegner markieren oder das Spielziel erreichen |
| Spielart | Sportspiel, Mannschaftssport |

Paintball Spielablauf in fünf Schritten
So läuft eine Runde Paintball ab:
- Einweisung
Vor dem Spiel erklärt das Personal Sicherheitsregeln und Spielmodus, alle Markierer werden am Chronographen geprüft.
- Maske auf
Auf dem Spielfeld wird die Schutzmaske angezogen und bleibt die ganze Runde auf.
- Start
Beide Teams starten an ihrer Basis, die Laufsocke wird erst auf dem Feld entfernt.
- Spielen
Die Teams versuchen, Gegner zu markieren oder das Ziel zu erreichen. Wer getroffen ist, meldet sich laut und verlässt das Feld.
- Rundenende
Die Runde endet, wenn ein Team ausgeschaltet ist, das Ziel erreicht oder die Zeit abgelaufen ist. Danach Laufsocke drauf, dann Maske ab.
Was ist Paintball?
Paintball, in Deutschland früher auch Gotcha genannt, ist ein taktischer Teamsport. Gespielt wird mit Markierern, die mit Druckluft gelatineumhüllte Farbkugeln verschießen. Ein Treffer hinterlässt einen Farbfleck und zeigt eindeutig, wer ausgeschieden ist. Es gibt Freizeitspiele im Wald oder in der Halle und Turnierpaintball auf genormten Feldern mit aufblasbaren Deckungen.
Paintball Sicherheitsregeln
Die Sicherheitsregeln gelten auf jedem Platz und gehen allen anderen Regeln vor. Die wichtigsten sind:
- Maskenpflicht: Auf dem Spielfeld wird die Schutzmaske nie abgenommen, auch nicht kurz. Wer sie abnimmt, muss das Feld verlassen.
- Laufsocke: Außerhalb des Spielfelds steckt immer eine Laufsocke oder ein Laufstopfen auf dem Markierer, und er ist gesichert.
- Geschwindigkeit: Jeder Markierer wird am Chronographen geprüft. In Deutschland dürfen frei erwerbbare Markierer höchstens 7,5 Joule Energie haben; viele Plätze begrenzen auf 214 fps, etwa 65 m/s.
- Ziele: Kein gezielter Schuss auf Kopf und Hals, nur auf sichtbare Gegner und nie über das Spielfeld hinaus.
- Probeschüsse: nur am Schießstand, nie in der Pausenzone.
- Nahe Distanz: Viele Plätze schreiben eine Mindestentfernung oder eine Surrender-Regel vor, bei der man einen nahen Gegner auffordert aufzugeben, statt zu schießen.
Paintball Regeln im Spiel
Wann gilt ein Treffer?
Ein Spieler ist getroffen, wenn eine Farbkugel an ihm oder seiner Ausrüstung zerplatzt und einen deutlichen Farbfleck hinterlässt. Springt die Kugel ab, ohne zu platzen, zählt das nicht. Wer getroffen ist, ruft laut, hebt Hand oder Markierer und verlässt das Feld auf direktem Weg. Farbe abzuwischen, um im Spiel zu bleiben, ist Betrug und führt zum Ausschluss.
Spielmodi
Die häufigsten Spielmodi auf Freizeitplätzen und im Turnier sind:
- Elimination: Das Team, das zuerst alle Gegner ausgeschaltet hat, gewinnt.
- Capture the Flag: Jedes Team verteidigt eine Flagge und muss die gegnerische in die eigene Basis bringen.
- Center Flag: Eine einzige Flagge steht in der Mitte und muss zur gegnerischen Basis gebracht werden.
- Szenario: Längere Spiele mit Aufgaben und Geschichte, oft mit vielen Spielern.
Speedball und Turniere
Im Turnierpaintball spielen meist fünf gegen fünf auf einem symmetrischen Feld mit aufblasbaren Deckungen. Schiedsrichter kontrollieren Treffer, Schussrate und Ausrüstung. Turnierserien sind in Deutschland etwa die DPL, international unter anderem die NXL Europe.
Ausrüstung
Zur Grundausrüstung gehören der Markierer mit Druckluftflasche, ein Hopper als Kugelbehälter, Farbkugeln im Kaliber .68, eine Schutzmaske mit Polycarbonat-Sichtfenster und die Laufsocke. Empfehlenswert sind Halsschutz, Handschuhe, Knie- und Ellenbogenschützer und gepolsterte Kleidung gegen blaue Flecken. Die Farbkugeln bestehen aus einer Gelatinehülle mit einer meist auf Polyethylenglykol basierenden Füllung und sind abwaschbar.
Ab wann darf man Paintball spielen?
In Deutschland wird reguläres Paintball ab 18 Jahren angeboten, und Markierer dürfen erst ab 18 erworben werden. Einige Plätze bieten Kinder- oder Low-Impact-Paintball mit schwächeren Markierern und kleineren Kugeln für Jüngere an, zum Beispiel ab 12 Jahren, getrennt vom regulären Spielbetrieb. Die genauen Altersgrenzen legt der jeweilige Betreiber fest; fragt vorher nach.
Wissenswertes zu Paintball
Paintball entstand Anfang der 1980er Jahre in den USA aus Markiergeräten, die in der Forst- und Viehwirtschaft benutzt wurden. Weitere Sportarten findet ihr unter Sportspiele.