Riesenslalom Regeln: Tore, zwei Durchgänge und Unterschied zum Slalom
Riesenslalom, in Österreich Riesentorlauf, ist eine technische Disziplin im alpinen Skirennsport. Die Tore stehen weiter auseinander als im Slalom und bestehen aus je zwei Stangenpaaren mit einer Torflagge, abwechselnd rot und blau.
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Gefahren werden zwei Läufe, beim zweiten mit neu gesetzten Toren; die Zeiten werden addiert, und die schnellste Gesamtzeit gewinnt.
| Andere Namen | Riesentorlauf, Giant Slalom (GS) |
|---|---|
| Disziplin | alpiner Skirennsport, technische Disziplin |
| Läufe | 2, die Zeiten werden addiert |
| Höhenunterschied | Herren 250 bis 450 m, Damen 250 bis 400 m; Weltcup, WM, Olympia mindestens 300 m |
| Tore | vier Stangen und zwei Torflaggen, 4 bis 8 m breit |
| Ski | Herren 193 bis 200 cm, Damen 188 bis 192 cm, Radius mindestens 30 m |
| Regelwerk | FIS International Competition Rules (ICR), Ski Alpin |
| Spielart | Sportspiel, Wintersport |

Riesenslalom Ablauf in fünf Schritten
So läuft ein Riesenslalom ab:
- Kurs besichtigen
Der erste Lauf wird am Vortag gesetzt. Die Läufer besichtigen ihn vor dem Start.
- Erster Lauf
Die Läufer starten einzeln nach ihren Startnummern und fahren durch alle Tore.
- Tore neu setzen
Für den zweiten Lauf werden die Tore neu gesetzt, auf derselben oder einer anderen Strecke.
- Zweiter Lauf
Die besten 30 des ersten Laufs starten in umgekehrter Reihenfolge, danach folgen die übrigen nach Ergebnis.
- Zeiten addieren
Beide Laufzeiten werden zusammengezählt. Die schnellste Gesamtzeit gewinnt.
Was ist Riesenslalom?
Riesenslalom ist die Disziplin zwischen Slalom und Super-G: Die Tore stehen weiter auseinander als im Slalom, die Schwünge sind länger und schneller, aber es gibt mehr Richtungswechsel als im Super-G. Riesenslalom und Riesentorlauf bezeichnen dieselbe Disziplin; Riesentorlauf ist vor allem in Österreich gebräuchlich. Bei Weltmeisterschaften steht der Riesenslalom seit 1950 in Aspen im Programm, bei Olympischen Spielen seit 1952.
Riesenslalom Tore und Kurssetzung
Die Internationalen Wettkampfregeln (ICR) der FIS legen für den Riesenslalom fest:
- Torform: Ein Tor besteht aus vier Stangen und zwei Torflaggen, also aus Drehtor und Außentor. Die Tore wechseln zwischen Rot und Blau.
- Torbreite: 4 bis 8 m.
- Torabstand: mindestens 10 m zwischen den Drehstangen zweier Tore.
- Richtungsänderungen: 11 bis 15 Prozent des Höhenunterschieds in Metern.
- Kurssetzung: eine Mischung aus langen, mittleren und kurzen Schwüngen; die Läufer wählen ihre Linie zwischen den Toren frei. Kombinationen sind möglich, aber selten.
Riesenslalom Regeln im Detail
Strecke
Der Höhenunterschied beträgt bei den Herren 250 bis 450 m, bei den Damen 250 bis 400 m. Bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und im Weltcup sind für Damen und Herren mindestens 300 m vorgeschrieben. Die Piste soll rund 40 m breit sein, das Gelände möglichst wellig.
Wie viele Durchgänge hat ein Riesenslalom?
Ein Riesenslalom wird bei Damen und Herren immer in zwei Läufen entschieden. Der zweite Lauf darf auf derselben Strecke stattfinden, die Tore müssen aber neu gesetzt werden. Beide Läufe sollen möglichst am selben Tag gefahren werden. Im zweiten Lauf startet der Dreißigste des ersten Laufs zuerst und der Führende als Dreißigster.
Torfehler
Ein Tor ist korrekt passiert, wenn beide Skispitzen und beide Füße die Torlinie überquert haben, die kürzeste gedachte Linie zwischen Drehstange und Außentor auf Schneehöhe. Wer ein Tor auslässt, wird disqualifiziert. Beim Einzeltor-Riesenslalom fehlt das Außentor bis auf erstes, letztes und Verzögerungstor.
Ausrüstung
Riesenslalomski müssen bei Weltcup, WM und Olympia bei den Herren 193 bis 200 cm, bei den Damen 188 bis 192 cm lang sein, mit einem Radius von mindestens 30 m. Der Helm nach FIS-Norm ist Pflicht.
Was ist der Unterschied zwischen Slalom und Riesenslalom?
Slalom und Riesenslalom sind beide technische Disziplinen mit zwei Läufen, unterscheiden sich aber deutlich:
| Merkmal | Slalom | Riesenslalom |
|---|---|---|
| Tore | zwei Stangen gleicher Farbe | vier Stangen mit zwei Torflaggen |
| Torbreite | 4 bis 6 m | 4 bis 8 m |
| Torabstand | 6 bis 13 m | mindestens 10 m |
| Höhenunterschied (Weltcup) | Herren 180 bis 220 m | 300 bis 450 m |
| Richtungsänderungen | 30 bis 35 % des Höhenunterschieds | 11 bis 15 % des Höhenunterschieds |
| Ski Herren | mindestens 165 cm | 193 bis 200 cm, Radius mindestens 30 m |
Was ist der Unterschied zwischen Riesenslalom und Super-G?
Der Riesenslalom ist eine technische Disziplin mit zwei Läufen, der Super-G eine Speed-Disziplin mit nur einem Lauf und ohne offizielles Training. Der Super-G wird mit mehr Höhenunterschied, weiter gesteckten Toren und längeren Ski gefahren, deshalb sind die Geschwindigkeiten deutlich höher. Die wichtigsten Unterschiede nach den FIS-Regeln:
| Merkmal | Riesenslalom | Super-G |
|---|---|---|
| Disziplin | technische Disziplin | Speed-Disziplin |
| Läufe | 2, die Zeiten werden addiert | 1, ohne offizielles Training |
| Höhenunterschied Herren (Weltcup) | 300 bis 450 m | 400 bis 650 m |
| Torbreite | 4 bis 8 m | 6 bis 8 m, vertikale Tore 8 bis 12 m |
| Richtungsänderungen | 11 bis 15 % des Höhenunterschieds | mindestens 6 bis 7 % des Höhenunterschieds |
| Ski Herren | 193 bis 200 cm, Radius mindestens 30 m | mindestens 210 cm |