Hürdenlauf Regeln: Hürdenhöhe, Abstände und Disqualifikation
Hürdenlauf ist eine Laufdisziplin der Leichtathletik, bei der auf einer festen Strecke zehn Hürden übersprungen werden. Die Frauen laufen 100 m Hürden, die Männer 110 m Hürden, beide außerdem 400 m Hürden.
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Jeder Läufer bleibt in seiner Bahn; das Umwerfen einer Hürde ist erlaubt, solange es nicht absichtlich oder mit der Hand geschieht. Die schnellste Zeit gewinnt.
| Strecken | 100 m (Frauen), 110 m (Männer), 400 m (beide) |
|---|---|
| Hürden | 10 pro Lauf |
| Höhe | 100 m H 0,838 m; 110 m H 1,067 m; 400 m H Männer 0,914 m, Frauen 0,762 m |
| Start | aus dem Startblock |
| Wertung | Zeit, elektronisch gemessen |
| Regelwerk | World Athletics, in Deutschland Deutscher Leichtathletik-Verband |
| Spielart | Sportspiel, Leichtathletik |

Hürdenlauf Ablauf in fünf Schritten
So läuft ein Hürdenlauf ab:
- Start
Die Läufer starten aus dem Startblock; ein Fehlstart führt zur Disqualifikation.
- Anlauf zur ersten Hürde
Bis zur ersten Hürde laufen sie eine feste Strecke, beim 110-m-Hürdenlauf 13,72 m.
- Hürden überlaufen
Jede Hürde wird im Laufschritt überlaufen: das Schwungbein voran, das Nachziehbein seitlich nachgezogen.
- In der Bahn bleiben
Jeder Läufer muss in seiner eigenen Bahn bleiben und seine eigenen Hürden überqueren.
- Zieleinlauf
Gemessen wird, bis der Oberkörper die Ziellinie erreicht. Die schnellste Zeit gewinnt.
Was ist Hürdenlauf?
Hürdenlauf verbindet Sprint und Technik: Wer schnell ist, aber den Rhythmus zwischen den Hürden nicht trifft, verliert Zeit. Auf den kurzen Strecken laufen die meisten Spitzenläufer drei Schritte zwischen den Hürden, beim 400-m-Hürdenlauf je nach Läufer 13 bis 15 Schritte. Verwandte Disziplin auf dieser Seite ist der Hochsprung.
Hürdenhöhe und Abstände
Die Hürdenhöhe hängt von Strecke und Geschlecht ab. Für die Erwachsenen gelten diese Werte:
| Disziplin | Hürdenhöhe | bis zur 1. Hürde | zwischen den Hürden | letzte Hürde bis Ziel |
|---|---|---|---|---|
| 100 m Hürden (Frauen) | 0,838 m | 13,00 m | 8,50 m | 10,50 m |
| 110 m Hürden (Männer) | 1,067 m | 13,72 m | 9,14 m | 14,02 m |
| 400 m Hürden (Männer) | 0,914 m | 45,00 m | 35,00 m | 40,00 m |
| 400 m Hürden (Frauen) | 0,762 m | 45,00 m | 35,00 m | 40,00 m |
In den Jugendklassen sind die Hürden niedriger und die Abstände kürzer.
Hürdenlauf Regeln im Detail
Was passiert, wenn eine Hürde umfällt?
Eine Hürde umzuwerfen ist erlaubt und führt nicht zur Disqualifikation, kostet aber Zeit. Disqualifiziert wird, wer eine Hürde absichtlich mit Hand oder Fuß umstößt, wer eine Hürde in einer anderen Bahn umwirft oder wer mit dem Fuß oder Bein unterhalb der Hürdenoberkante seitlich an der Hürde vorbeiläuft.
Start und Fehlstart
Gestartet wird aus dem Startblock mit den Kommandos Auf die Plätze und Fertig sowie dem Startschuss. Wer zu früh startet, wird nach den Regeln von World Athletics sofort disqualifiziert.
Bahn und Ziel
Alle Hürdenläufe werden in festen Bahnen gelaufen. Die Zeit wird elektronisch gemessen; sie endet, wenn der Oberkörper des Läufers die Ziellinie erreicht, nicht Kopf, Arme oder Beine.
Wie viele Hürden gibt es beim 400-m-Lauf?
Auch beim 400-m-Hürdenlauf sind es zehn Hürden. Die erste steht nach 45 m, danach folgen sie im Abstand von 35 m, und nach der letzten Hürde bleiben 40 m bis ins Ziel.
Wissenswertes zum Hürdenlauf
Die 110 m Hürden der Männer gehören seit den ersten Olympischen Spielen 1896 zum Programm. Die Frauen liefen zunächst 80 m Hürden; seit 1972 sind es 100 m Hürden.