Blackjack – der Klassiker und seine Varianten

In Casinos ist der Klassiker Blackjack das beliebteste Tischspiel überhaupt und das weit vor Poker und Roulette. Und auch in Online-Casinos gehört Blackjack zu den Glücksspielen mit den meisten Umsätzen.

Blackjack-Spieltisch mit mehreren Spielern, offenen Karten und Einsätzen.
Bild: Blackjack wird immer gegen die Bank (Dealer) gespielt. Quelle: Fresnel – 389218561 / Shuttestock.com

 

 

 

 

Die Vorteile von Blackjack: Das Kartenspiel ist einfach zu erlernen und die Chancen zu gewinnen sind weitaus höher, als bei anderen Glücksspielen. Dabei ist es nicht das bloße Erreichen von 21 Punkten, das das Spiel so interessant macht. Gerade die unterschiedlichen Varianten sind es, die den Reiz ausmachen. Eine Auswahl wollen wir Euch hier vorstellen, nicht ohne vorher einen kleinen Blick in die Geschichte zu werfen.

Blackjack: wie alles begann

Blackjack ist auch als 17 und 4 bekannt, obwohl es sich dabei eigentlich um einen Vorläufer des heute bekannten Blackjack handelt. Woraus das eigentliche Spiel hervorging, ist heute nicht mehr so genau überliefert, eine Rolle könnten dabei Trente-un (31) aus Spanien, Quinze (15) aus Frankreich und Sette de Mezzo (17 ½) gespielt haben. Bei all diesen Spielen ist es das Ziel, eine gewisse Punktzahl zu treffen oder so nah wie möglich heranzukommen. Der Ursprung ist dabei im 18. Jahrhundert zu sehen, Blackjack hat also eine rund 300 Jahre alte Geschichte.

Nachdem es unter dem Namen „21“ noch im selben Jahrhundert nach Amerika kam, erfreute es sich dort stetiger Beliebtheit. Die Regeln wurden im Laufe der Zeit geändert und schließlich kam es wieder zurück nach Europa. Fortan hieß es nun Blackjack. Der Name kam daher, weil es früher eine Auszahlung von 10:1 gab, wenn ein Spieler 21 Punkte mit einem Pik Ass und einem schwarzen Buben erreichte.

Blackjack und die Grundregeln

Beim Blackjack, das als beliebtestes Casinospiel gilt, wird immer gegen die Bank, respektive den Dealer, gespielt und niemals gegen andere Spieler. Es können allerdings mehrere Spieler gegen den Dealer spielen. Ziel ist es, mit zwei oder mehr Karten den Wert 21 genau zu erreichen oder zumindest so nah wie möglich heranzukommen. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:

  • Vor dem Austeilen der Karten werden die Einsätze platziert.
  • Nun bekommt der Dealer und jeder Spieler je eine Karte, die offen vor jeden hingelegt wird, sodass sie jeder sehen kann.
  • Jeder Spieler erhält jetzt eine weitere offene Karte.
  • Um auf 21 oder nahe heran zu kommen, können die Spieler nun weitere Karten fordern und müssen gleichzeitig die Werte zusammenzählen.
  • Die Karten zählen entsprechend ihren Kartenwerten, Buben, Damen und Könige zählen 10, das Ass zählt entweder 11 oder 1.
  • Der Spieler entscheidet, wann er aufhört.
  • Nun ist der Dealer dran, der sich an bestimmte Regeln halten muss. So darf er keine Karte mehr ziehen, wenn seine Karten 17 oder mehr zählen. Bis zum Wert von 16 muss er allerdings noch eine weitere Karte ziehen. Das Ass zählt dabei immer den Wert von 11, Ausnahme ist, wenn er mit einer 10-er Karte den Wert 21 erreicht.
  • Gewonnen hat derjenige, der den höchsten Wert hat. Bei Gleichstand bekommt man den Einsatz zurück, ansonsten wird 1:1 ausgezahlt. Hat der Spieler einen Blackjack (also mit zwei Karten 21), dann erhält er eine 3:2-Auszahlung, hat der Dealer einen Blackjack verliert der Spieler auch dann, wenn er selbst 21 Punkte hat.
  • Der Spieler hat zudem folgende Möglichkeiten: Bei zwei Karten mit gleichem Wert kann er diese splitten und mit zwei Blättern weiterspielen. Wenn er sich gute Gewinnchancen ausrechnet, darf er seinen Einsatz verdoppeln. Und wenn die erste Karte des Dealers ein Ass zeigt, kann der Spieler eine Versicherung in Anspruch nehmen, die ihn gegen einen möglichen Blackjack des Dealers absichert.

Blackjack und die Varianten

Wer denkt, dass Blackjack schnell langweilig werden kann, hat vermutlich noch nicht richtig gespielt. Schließlich gibt es einige verschiedene Varianten des Klassikers, wobei die Grundregeln immer gleich bleiben. Einige dieser Varianten davon möchten wir Euch gerne etwas näher bringen.

Pontoon· Bei dieser Variante ist der Pontoon (Ass & 10 oder Bildkarte) der höchste Wert. Hat der Dealer diese beiden Karten, gewinnt er.

· Wird der Wert 21 mit fünf Karten erreicht, spricht man hier vom zweitbesten Blatt.

· Eine Kombination aus drei oder vier Karten kann einen Pontoon oder das zweitbeste Blatt nicht schlagen.

· Einsätze können nach jeder neuen Karte verdoppelt werden.

Spanisch 21· Bei Spanisch 21 werden alle Karten, die einen Wert von 10 haben (10, Bube, Dame, König) aus dem Spiel entfernt.

· Ein Ass kann für den Dealer auch als Wert „1“ gezählt werden, weswegen er bei einer sogenannten „weichen 17“ trotzdem noch eine Karte ziehen darf.

· Bei dieser Variante gibt es für den Spieler die Verdoppelungsrettung. Dabei wird ein neuer, zweiter Einsatz in doppelter Höhe vorgenommen, bevor der Spieler eine weitere Karte erhält. Gefällt ihm diese Karte nun nicht, kann er die Hand aufgeben und sein erster Einsatz ist weg. Allerdings kann er somit seinen zweiten Einsatz retten.

· Verschiedene Gewinnerhände haben unterschiedliche Auszahlungen. Zum Beispiel werden fünf Karten mit der Summe 21 3:2 ausgezahlt, sechs Karten mit 2:1, sieben und mehr Karten mit 3:1. 6,7 und 8 verschiedenfarbig haben die Quote 3:2, gleichfarbig 2:1. Bei 6,7 und 8 in Pik  gibt es eine 3:1-Auszahlung. Für drei 7er in Pik gibt es eine Quote von 3:1, gleichfarbige haben eine von 2:1 und verschiedenfarbige von 3:2.

Bonus Blackjack· Gespielt wird wie beim herkömmlichen Blackjack. Allerdings gibt es hier die Möglichkeit, eine Bonuswette abzuschließen.

· Diese wird vor dem Verteilen der Karte gesetzt und gilt für die Möglichkeit, einen Blackjack zu haben.

· Die Bonuswette wird im Gewinnfall im Verhältnis 25:1 ausgezahlt, bei einem Blackjack mit einem Pik Ass und einem Pik Buben gibt es eine Quote von 50:1.

Double Exposure· Beide Karten des Dealers sind bei dieser Variante von Beginn an offen und für alle einsehbar.

· Der Kauf einer Versicherung ist hier nicht möglich.

· Der Spieler darf nicht aufgeben und darf bei einem Pärchen nur einmal splitten.

· Der Dealer kann bei einer „weichen 17“ (ein Ass auf der Hand) weiterziehen, da das Ass in diesem Fall nur als 1 zählen kann.

· Auszahlungen finden hier nur 1:1 statt.

Pik Ass und Pik Bube mit Jetons auf einem Spieltisch.
Bild: Pik Ass und Pik Bube sind beim Bonus Blackjack der höchste Wert. Quelle: lucadp – 410235043 / Shutterstock.com

 

Weitere Varianten sind beispielsweise Atlantic City Blackjack, Vegas Downtown Blackjack, Blackjack Switch, Elimination Blackjack, High Streak Blackjack, Pitch Blackjack und auch Tripple 7 Blackjack. Durch diese Varianten wird Blackjack für so manchen Spieler um ein Vielfaches interessanter. Während in herkömmlichen Casinos meist nur die bekanntesten Möglichkeiten angeboten werden, kann man im Onlinebereich nahezu alle Varianten finden.

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