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Auf Achse Anleitung: Frachten, Aufträge und Routen einfach erklärt

Auf Achse ist ein Familienspiel von Wolfgang Kramer für 2 bis 6 Spieler von 12 bis 99 Jahren, ausgezeichnet als Spiel des Jahres 1987. Als Spediteure fahrt ihr mit euren LKW Frachten zwischen Flensburg und Verona.

Stand  · Redaktionell geprüft

  • 2-6 Spieler
  • ab 8 Jahren
  • ca. 60-80 Min.
Auf Achse
Auf Achse

Jeder hat eigene Transportaufträge mit Start- und Zielort, dazu ersteigert ihr öffentliche Aufträge. Am Zielort zahlt die Bank den Frachterlös. Ladekapazität, Anhänger, Baustellen und Ereigniskarten machen die Routenplanung spannend. Sind alle öffentlichen Aufträge vergeben und hat ein Spieler alle Aufträge erledigt, endet das Spiel, und das meiste Bargeld gewinnt.

Kurzfakten zu Auf Achse
Spieler2 bis 6
Alter12 bis 99 Jahre, vereinfachte Version ab 8 Jahren
Dauerca. 60 bis 80 Minuten
AutorWolfgang Kramer
Material1 Spielplan, 6 LKW, 8 Anhängerkarten, 48 Warensteine, 52 Auftragskarten, 31 Ereigniskarten, 1 Würfel, Baustellenschild, Stauschild, Spielgeld
Startkapital5000 DM pro Spieler
Ladekapazität6 Waren pro LKW, mehr mit Anhängern
Zielam Spielende das meiste Bargeld besitzen
AuszeichnungSpiel des Jahres 1987
SpielartBrettspiel, Familienspiel, Strategiespiel, Gesellschaftsspiel
VerlagFX Schmid (1987), Neuauflagen bei Ravensburger (1996) und Schmidt Spiele (2007)
Auf Achse
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Auf Achse Spielanleitung als PDF herunterladen.

Auf Achse Spielablauf in fünf Schritten

So läuft eine Partie Auf Achse ab:

  1. LKW aufstellen

    Jeder stellt seinen LKW auf ein freies Feld, das keine Stadt ist, und bekommt 5000 DM Startkapital. Erst danach erhält jeder drei Auftragskarten auf die Hand. Vier öffentliche Aufträge liegen offen auf den blauen Feldern.

  2. Würfeln und fahren

    Wer die höchste Zahl würfelt, beginnt. Reihum würfelt ihr und fahrt in beliebiger Richtung. Auf jedem Feld darf nur ein LKW stehen, überholen ist erlaubt. Eine 6 erlaubt 1 bis 6 Felder, eine 1 bringt die Baustelle ins Spiel.

  3. Waren laden

    Am Startort eines Auftrags ladet ihr die angegebenen Waren auf und legt die Karte offen aus. Ein LKW fasst 6 Waren, mit Anhängern mehr. Teilmengen sind nicht erlaubt.

  4. Abliefern und kassieren

    Am Zielort ladet ihr ab und bekommt den Frachterlös von der Bank. Weitergefahren wird erst im nächsten Zug.

  5. Spielende

    Sind alle öffentlichen Aufträge vergeben und hat ein Spediteur alle seine Aufträge erledigt, endet das Spiel sofort. Wer das meiste Bargeld hat, gewinnt.

Das Leben als Brummifahrer ist alles andere als einfach, denn die Konkurrenz schläft nicht! Wer sich einmal in die Welt eines Spediteurs versetzen möchte, sollte unbedingt einmal eine Runde Auf Achse von FX Schmid spielen, denn in diesem Spiel dreht sich alles um Kundengewinnung, Aufträge, Zeit und die Straße.

Wir haben uns das Spiel des Jahres 1987 angesehen und verraten euch, was euch im Detail erwartet.

Was ist Auf Achse?

Auf Achse ist ein Speditions- und Wirtschaftsspiel von Wolfgang Kramer, das 1987 bei FX Schmid erschien und im selben Jahr Spiel des Jahres wurde. Später brachten Ravensburger (1996) und Schmidt Spiele (2007) Neuauflagen heraus. Wie bei Monopoly geht es um Geld, doch statt Grundstücke zu kaufen plant ihr Routen quer durch Europa und ersteigert Aufträge. Die Originalausgabe rechnet noch in D-Mark.

Spielziel

Handelt und arbeitet stark und klug, um am Ende mit dem meisten Geld aus eurem Job zu gehen.

Spielmaterial

Zum Spiel gehören:

  • 1 Spielplan
  • 6 LKW
  • 8 Anhängerkarten
  • 48 Warensteine
  • 52 Auftragskarten
  • 31 Ereigniskarten
  • 1 Würfel
  • 1 Baustellenschild
  • 1 Stauschild
  • Spielgeld
  • 1 Spielanleitung

Auf Achse Anleitung im Detail

Spielvorbereitung

Jeder Spediteur stellt seinen LKW auf ein beliebiges Feld des Spielplans. Es darf keine Stadt sein, und auf jedem Feld darf nur ein LKW stehen. Wichtig: Die Standorte wählt ihr, bevor die Auftragskarten verteilt werden. Als Startkapital bekommt jeder 5000 DM in kleinen Scheinen, und einer von euch übernimmt zusätzlich die Bank.

Legt nun die Waren auf den Ladeplatz und steckt sowohl das Stau- als auch das Baustellenschild in die dafür vorgesehenen Halterungen.

Mischt die Auftragskarten und gebt jedem drei Aufträge auf die Hand. Jeder überlegt, in welcher Reihenfolge er seine eigenen Aufträge erledigen will. Für die spätere Versteigerung zählt ihr außerdem öffentliche Aufträge verdeckt vom Stapel ab: 12 Karten bei 2 Spielern, 16 bei 3, 20 bei 4 und 24 bei 5 oder 6 Spielern. Die obersten vier davon legt ihr offen auf die vier blauen Felder des Spielplans, die übrigen Auftragskarten kommen beiseite.

Mit der Zahl der öffentlichen Aufträge bestimmt ihr die Spieldauer: Wer länger spielen will, nimmt mehr, wer kürzer spielen will, weniger.

Zum Schluss der Vorbereitung mischt ihr die Ereigniskarten und legt sie auf dem Spielplan bereit.

Spielablauf

Wer die höchste Zahl würfelt, beginnt. Reihum würfelt dann jeder und fährt mit seinem LKW entsprechend der Augenzahl in beliebiger Richtung. Auf jedem Feld darf nur ein LKW stehen, nachfolgende LKW bleiben gegebenenfalls auf dem letzten freien Feld davor stehen. Überholen und in Gegenrichtung vorbeifahren ist aber erlaubt. Grundsätzlich müsst ihr die volle Augenzahl fahren. Überzählige Punkte verfallen nur beim Erreichen eines Start- oder Zielortes und vor einem Baustellen- oder Stauschild.

Mit einer 6 habt ihr die freie Wahl, 1 bis 6 Felder zu ziehen. So erreicht ihr leichter direkt eine Stadt. Wer eine 1 würfelt, zieht ein Feld und muss danach das Baustellenschild ins Spiel bringen oder versetzen. Es sperrt den Streckenabschnitt und zwingt alle zu einem Umweg oder zum Warten. Auf Städte, besetzte Felder und die Strecke Hamburg-Flensburg darf es nicht gestellt werden. Das Stauschild kommt über Ereigniskarten ins Spiel und gilt nur eine Runde. Landet ihr auf einem Ereignisfeld mit rot-weißem Achtungsdreieck, zieht ihr eine Ereigniskarte und führt die Aktion aus.

Jede Auftragskarte zeigt einen Startort und einen Zielort. Erreicht ihr den Startort eines eigenen Auftrags, ladet ihr so viele Waren vom Ladeplatz auf, wie die Karte angibt, und legt die Karte offen vor euch. Weiterfahren dürft ihr erst im nächsten Zug, entweder Richtung Zielort oder zu einem weiteren Startort, um zuzuladen. Ein Auftrag muss immer komplett ausgeführt werden, Teilmengen sind nicht erlaubt.

Am Zielort ladet ihr die Waren des Auftrags ab und legt sie zurück auf den Ladeplatz. Der Auftrag ist erledigt, die Bank zahlt euch den Frachterlös aus, und die Karte wird abgelegt. Auch hier geht es erst im nächsten Zug weiter.

Jeder LKW fasst höchstens 6 Waren. Wer mehr laden will, kauft sich in seinem Zug Anhänger: Es gibt 4 große Anhänger für zusätzlich 6 Waren zu je 3000 DM und 4 kleine für zusätzlich 4 Waren zu je 2000 DM. Anhänger bleiben bis zum Spielende bei euch, zählen bei der Abrechnung aber nicht. Am Zielort werden die Anhänger immer zuerst entladen.

Öffentliche Aufträge ersteigern

Würfelt ein Spediteur mit seinem LKW eine Stadt direkt an, darf er einen der vier offenen Aufträge auswählen und sein Interesse bekunden. Dann beginnt der freie Wettbewerb: Alle bieten wie bei einer Auktion auf die Angebotsstufen 1 bis 5, die auf der Karte stehen. Je höher das Angebot, desto höher die Kosten und desto kleiner der Netto-Erlös. Der erste Interessent ist im Vorteil, denn er muss nur mit dem letzten Angebot gleichziehen.

Wer den Auftrag ersteigert, zahlt die Kosten laut Tabelle sofort an die Bank und nimmt die Karte auf die Hand. Bietet niemand mit, bekommt der erste Interessent den Auftrag kostenlos. Danach wird vom verdeckten Stapel ein neuer öffentlicher Auftrag ausgelegt.

Kredite gibt es in diesem Spiel nicht, denn nur Bares ist Wahres! Ereigniskarten können euch allerdings mit einem Zahlungsverzug in Bredouille bringen - und kosten dann das doppelte, um sie auszulösen.

Auf diese Weise würfelt und fahrt ihr eurem Ziel Stück für Stück entgegen. Handelt klug, handelt nicht zu gierig, aber stapelt auch nicht zu tief.

Spielende

Das Spiel endet sofort, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: Es liegen keine öffentlichen Aufträge mehr aus, und ein Spediteur hat alle seine Aufträge erledigt. In welcher Reihenfolge das passiert, ist egal. Wer dann das meiste Bargeld besitzt, gewinnt. Nicht ausgeführte Aufträge bringen nichts mehr ein.

Auf Achse Anleitung als PDF

Auf Achse Spielanleitung als PDF

Wissenswertes zu Auf Achse

Eindruck aus der Redaktion

Fans von Monopoly, Brettspielen und strategischen Spielen sollten sich echt überlegen, Auf Achse in die Spielesammlung aufzunehmen. So alt es auch schon sein mag, so spaßig und spannend ist es dennoch geblieben. Die Regeln sind nicht allzu kompliziert, sodass die ganze Familie Spaß daran hat und die Runden gehen ebenfalls nicht endlos lange, sodass Kinder oder Spieler, die nicht lange an einem Spiel sitzen möchten, die Lust verlieren. Während des Spiels geht alles ganz geschmeidig von der Hand, doch das Knobeln mit sich selbst dürft ihr nicht außer Acht lassen, sonst holt ihr nicht das Maximum raus.

Was uns besonders gefällt:

  • fordert strategisches Handeln
  • immer wieder spannend
  • macht viel Spaß
  • ansprechendes Thema - auch für nicht Brummifahrer
  • leicht verständliche Regeln
  • ideal für die ganze Familie

Häufige Fragen zu Auf Achse

Was für ein Spiel ist Auf Achse von FX Schmid?
Es handelt sich um ein strategisches Brettspiel, welches ein wenig an Monopoly erinnert. Ihr übernehmt die Aufgabe von Truckern, die ihre Routen gut planen müssen, um in kurzer Zeit die meisten Aufträge erledigen zu können.
Für wen ist Auf Achse von FX Schmid geeignet?
Für alle, die gerne strategisches Brettspiele mit nicht allzu vielen und komplizierten Regeln spielen möchten. Das Spiel eignet sich aus unserer Sicht für die ganze Familie.
Ist Auf Achse von FX Schmid für Kinder geeignet?
Das Grundspiel ist für Spieler von 12 bis 99 Jahren gedacht. Die Spielanleitung enthält aber eine vereinfachte Spielversion, bei der schon Kinder ab 8 Jahren mitspielen können.
Wie viele Spieler können Auf Achse von FX Schmid spielen?
Ihr solltet mindestens zwei und höchstens sechs Spieler sein.
Wie viele Waren passen bei Auf Achse auf einen LKW?
Jeder LKW hat ohne Anhänger eine Ladekapazität von 6 Waren. Mehr Platz schaffen Anhänger: Ein großer Anhänger fasst zusätzlich 6 Waren und kostet 3000 DM, ein kleiner fasst 4 Waren und kostet 2000 DM.
Wie funktioniert die Versteigerung öffentlicher Aufträge?
Wer mit seinem LKW eine Stadt direkt anwürfelt, darf einen der vier offenen Aufträge auswählen. Dann bieten alle wie bei einer Auktion auf die Angebotsstufen 1 bis 5. Der erste Interessent muss nur gleichziehen. Wer den Auftrag bekommt, zahlt die Kosten laut Tabelle sofort an die Bank, bietet niemand mit, bekommt der Interessent ihn kostenlos.
Was passiert bei einer 1 oder einer 6?
Mit einer 6 dürft ihr frei 1 bis 6 Felder ziehen. Mit einer 1 zieht ihr ein Feld und müsst danach das Baustellenschild ins Spiel bringen oder versetzen. Es sperrt einen Streckenabschnitt, aber nicht in Städten, auf besetzten Feldern oder zwischen Hamburg und Flensburg.