Regeln Schnick, Schnack, Schnuck – Spielregeln

Spieleinfos zum Fingerspiel Schnick, Schnack, Schnuck“

Für Schnick, Schnack, Schnuck“ benötigt ihr weder bestimmte Vorkenntnisse noch Ausrüstung. Nicht mal großartig kommunizieren müsst ihr, weswegen ihr das Spiel auf der ganzen Welt spielen könnt, egal, ob ihr die Landessprache beherrscht oder nicht. Zudem könnt ihr es in jeder Position oder Situation spielen.

Der Ursprung dieses Spiels ist bis heute umstritten und nicht vollkommen geklärt. Eine Vermutung ist, dass es bereits seit Jahrhunderten in Japan gespielt wurde, ehe es als „Schnick Schnack Schnuck“ im 19. Jahrhundert nach Europa kam. Schnell wurde es weltweit unter verschiedenen Namen beliebt. 1842 wurde beispielsweise in London der „Schere, Stein, Papier“ – Klub gegründet. Dieser zog 1918 nach Toronto um und konnte nur sieben Jahre später über 10.000 Mitglieder verzeichnen.

Seit 2002 findet jährlich die „Schnick, Schnack, Schnuck“-Weltmeisterschaft in Toronto statt. Auch in Deutschland gibt es eine Bundesliga mit regelmäßigen „Schnick Schnack Schnuck“-Bewerben.

Spielertyp

Spieleranzahl und Spielzeit

  • ab 2 Spieler
  • von wenigen Minuten bis unendlich

So spielt ihr „Schnick, Schnack, Schnuck“ – Die Regeln

Dieses Spiel eignet sich hervorragend dazu, Entscheidungen zu treffen oder etwas auszulosen. Spielen könnt ihr es überall; zu Hause, in der Schule, im Supermarkt oder im Club, wenn ihr entscheiden wollt, wer den nächsten Drink ausgibt.

Vorbereitung

Ihr braucht nur wenigstens zwei Personen – spielen könnt ihr es mit so vielen ihr wollt.

Bei „Schnick, Schnack, Schnuck“ steht ihr euch gegenüber bzw. bei mehr Spielern stellt ihr uch in einen Kreis zu bilden.

So spielt ihr

Die Spieler zählen selbst an und formen auf das Stichwort oder Startzeichen gleichzeitig mit ihren Händen ein bestimmtes Symbol.
Diese drei möglichen Symbole oder Handzeichen sind „Schere” (zwei gespreizte Finger in V-Form), „Stein” (eine Faust) oder „Papier” (die flache Hand).

Jedes dieser Symbole kann gegen ein anderes gewinnen, aber verliert auch jeweils gegen eines der anderen Zeichen.

Gewinn-Reihung

Dazu gibt es eine festgelegte Reihung:

  • Schere schneidet Papier – die Schere siegt
  • Papier umwickelt Stein – Papier siegt
  • Stein zerbricht Schere – Stein siegt.

Bei zwei gleichen Scheren, Steinen oder Papieren gilt ein Unentschieden und ihr spielt so lange weiter, bis eine eindeutige Entscheidung zu erkennen ist. Umso mehr Spieler ihr seid, desto länger dauert das Ausknobeln natürlich.

Spielstrategie

Obwohl die Chancengleichheit bei bei diesem Spiel für jedes Zeichen dieselbe ist, haben Experimente gezeigt, dass man einen Vorteil mit einer simplen Strategie erzielen kann. Viele neigen dazu, dasselbe Symbol, mit welchem sie gerade gewonnen haben, noch einmal in der nächsten Spielrunde zu benutzen. Da die meisten Spieler ebenso denken, bringt es Vorteile, von diesem Muster abzuweichen, schon um Mitspieler zu verwirren.

Das bedeutet konkret, wenn man beispielsweise mit einem Scherensymbol gewonnen hat, sollte man in der darauffolgenden Runde den Stein oder das Papier wählen. Das erhöht bereits die Möglichkeiten der Gewinnchance, da sich die Mitspieler nicht mehr auf ein gewohntes Verhaltensmuster bei diesem Spiel verlassen können.

Fazit

Jeder von euch hat dieselbe Chance, zu gewinnen oder zu verlieren. „Schnick, Schnack, Schnuck“ ist also ein sehr gerechtes Spiel, da jedes Symbol nur einzeln gewinnen kann. Die Chancen sind für jedes Symbol und jeden Spieler gleich groß.

„Schnick, Schnack, Schnuck“-Spielvarianten

Wenn ihr schon richtige Profis seid, könnt ihr das Spiel um ein bis zwei weitere Gesten erweitern.

Vier Gesten

Als vierte Geste formt ihr mit den Händen einen Brunnen. Dafür krümmt ihr die Hand und bildet mit dem Daumen und den Fingern einen Kreis.

Der Brunnen gewinnt gegen Stein und Schere und verliert gegen Papier.

Fünf Gesten

Als fünfte Geste gibt es ein Streichholz – dieses zeigt ihr mit einem ausgestreckten Finger.

Das Streichholz gewinnt gegen Papier und den Brunnen und verliert gegen Stein und Schere.

„Schnick, Schnack, Schnuck“-Bundesliga

Ein etwas ausgefeilteres Regelwerk, wie etwa jenes der „Schnick, Schnack, Schnuck“-Bundesliga, legt beispielsweise fest, dass:

  • ein Team aus 3 aktiv teilnehmenden Spielern besteht
  • jeder Spieler nur einmal pro Spiel antreten darf
  • dass neben den Spielern auch andere Teampositionen gibt (wie etwa Trainer)
  • dass im Best-Of-15-Modus gespielt wird
  • dass man für einen Sieg einen Punkt bekommt
  • dass es keinen Punkt für ein Unentschieden gibt
  • dass Siegerdie Mannschaft ist , die am Ende die meisten Duelle gewonnen hat.

In dieser Bundesliga gibt es auch Einzelbewerbe in den Live-Turnieren. Weitere Regelungen betreffen die Teamstruktur mit Trainern, die Turnierabläufe mit Schiedsrichtern sowie die Verteilung von Strafpunkten.

Andere Namen für „Schnick, Schnack, Schnuck“

  • „Jan-Ken“ (Japan) heißt es „Jan-Ken“
  • Rock, Paper, Scissors (USA)
  • „Schere, Stein, Papier“, „Klick, Klack, Kluck“, Knobeln, Schnibbeln, Schniekern oder „Stein, Schleif, Schere” (Deutschland)