„Mensch ärgere Dich nicht“ das Kartenspiel von Schmidt Spiele

Spielbeschreibung & Spielregeln

Das bekannte Spiel „Mensch ärgere Dich nicht“ gibt es jetzt auch als Kartenspiel. Aufgrund des handlichen Kartenspielformats lässt es sich nun immer und überall hin mitnehmen. Das Kartenspiel lässt sich ab einem empfohlenen Alter von acht Jahren mit zwei bis vier Spielern spielen.

Verpackung und Lieferung des Kartenspiels „Mensch ärgere dich nicht“

Nach zwei Werktagen Lieferzeit kam das Päckchen bei mir an. Im Inneren war das Spiel eingeschweißt in transparenter Folie in einem handlichen Karton, der detailreich und bunt gestaltet ist. Auf dem Karton erfährt man, dass 50 Zahlenkarten und 130 Würfelkarten enthält und eine Spielrunde etwa 30 Minuten dauert. Die Autoren des Spiels sind Wolfgang Kramer und Michael Kiesling und der Verlag ist Schmidt Spiele. Im Inneren des Kartons ist eine ausführliche und bebilderte Spielanleitung auf Deutsch sowie ein Werbeblatt in dem noch weitere erhältliche Kartenspiele des Schmidt-Verlags angepriesen werden:

  • Mädn Kartenspiel
  • Skull King
  • My Rummy 111
  • Kartenkniffel
  • Qwirkle Cards
  • Tempel des Schreckens

Der Kartenspiel hat die Maße:

  • 6,8 cm Länge der Spielkarten
  • 4,4 cm Breite der Spielkarten
  • 12,2 cm Höhe der Aufbewahrungsbox
  • 9,6 cm Breite der Aufbewahrungsdose
  • 2,8 cm Tiefe der Aufbewahrungsdose

Der Preis des Mensch-ärgere-Dich-nicht Kartenspiels von Schmidt Spiele

Die Kartenspielversion des beliebten Spieleklassikers kostet derzeit (Stand September 2018) zwischen 5,98 und 10,99 Euro.

Gestaltung des „Mensch ärgere Dich nicht“ Kartenspiels

Die Gestaltung des Spiels ist rot/weiß und dunkelgrau gehalten. Auf der einen Seite sieht man bei bei den Zahlkarte eine Nummer und ein lustiges Motiv und bei den Würfelkarten Würfel mit unterschiedlichen Augen und drei lustige Figuren (Prinzessin, Räuber und Taucher), die gerade spielen.

Das Spielziel des „Mensch ärgere Dich nicht“ Kartenspiels

Ziel des Kartenspiels ist es, wie beim Brettspiel, schnellstmöglich alle Figuren ins Ziel zu bringen. Die Figuren werden hier durch Zahlenreihen auf den Karten symbolisiert. Durch das Ausspielen von Würfelkarten sammelt jeder Spieler Zahlenkarten – also Figuren – und bildet mit ihnen eigene, aufsteigende Zahlenreihen. Dabei können Figuren von den Mitspielern geklaut werden. Hat ein Spieler mit einer Figurenreihe die 40 erreicht, bekommt er für diese Reihe Siegerpunkte. Gewonnen hat der, der – je nach Spielerzahl – eine bestimmte Anzahl von Siegerpunkten hat.

Die Spielvorbereitung des „Mensch ärgere Dich nicht“ Kartenspiels

Die Zahlenkarten (Figuren) werden in aufsteigender Zahlenfolge offen in die Tischmitte gelegt. Entsprechend den Farbhintergründen werden dabei vier Reihen mit jeweils zehn Karten untereinander gelegt. Die Farben dienen nur der leichteren Sortierung und haben sonst keine Funktion im Spiel. Bei zwei Spielern kommen die doppelten Karten (1 bis 10) aus dem Spiel heraus, bei drei bis vier Spielern werden die Felder (1 bis 10) doppelt belegt, wobei die identischen Karten übereinander gelegt werden.

Nun werden die Würfelkarten gut gemischt und jeder Spieler erhält zwei Würfelkarten verdeckt auf die Hand. Die restlichen Würfelkarten werden als verdeckter Nachzugstapel hingelegt.

Der Spielablauf des „Mensch ärgere Dich nicht“ Kartenspiels

Der jüngste Spieler darf angefangen. Er legt eine Würfelkarte auf den Ablagestapel und nimmt sich die dem Wert der Augen entsprechende Figur und legt sie offen vor sich ab. Danach zieht er auf zwei Würfelkarten nach, so dass er wieder zwei Würfelkarten auf der Hand hat. Im Uhrzeigersinn geht es nun mit dem nächsten Spieler weiter. Ist der Nachzugstapel aufgebraucht, wird der Ablagestapel neu gemischt und als neuer Nachzugstapel benutzt.

Mit der ersten Figur bildet jeder Spieler den Anfang seiner Zahlenreihe. Beim Start einer Reihe – also bei Null – dürfen ausnahmsweise auch beide Würfelkarten gleichzeitig benutzt werden. Sonst immer nur eine! In diesem Ausnahmefall gilt die Summe beider Würfel als Zahlenkarte für die erste Figur der Reihe.

Ein Beispiel: Wenn Spieler 1 eine Reihe beginnt, indem er eine Zwei und eine Sechs zusammen ausspielt, nimmt er sich die 8er-Figur (Zahlenkarte) aus der Tischmitte und legt sie als erste Karte der Reihe vor sich ab.

In späteren Runden erweitert jeder Spieler seine Figurenreihen, indem er eine Würfelkarte ausspielt und dessen Wert zur letzten Figur in der Reihe addiert. Der Spieler nimmt sich dann die entsprechende neue Figur (Zahlenkarte), die der Summe entspricht, und legt sie rechts neben den bereits liegenden Figuren ab. Anschließend füllt er seine Hand wieder mit zwei Würfelkarten auf.

Ein Beispiel: Spieler 1 spielt in der nächsten Runde eine Vier aus und nimmt sich die 12er-Zahlenkarte (Acht aus der Vorrunde plus Vier = Zwölf). In der darauf folgenden Runde spielt er eine Drei aus und nimmt sich die Figur Fünfzehn. So bildet er mit der Start-Zahlenkarte Acht und den beiden Zahlenkarten Zwölf und Fünfzehn eine Reihe.

Ein Spieler kann auch weitere Figurenreihen vor sich bilden. Jeder Spieler darf aber maximal nur drei Reihen gleichzeitig besitzen und das unabhängig davon, wie viele er schon beendet hat. Um eine seiner Reihen zu erweitern, darf er immer nur eine Würfelkarte ausspielen.

Figuren (Zahlkarten) klauen: Wenn eine Zahlenkarte nicht mehr in der Tischmitte vorhanden ist, kann der Spieler die entsprechende Figur bei einem Mitspieler klauen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Figur am Ende, mitten im oder am Anfang einer Reihen befindet. Wird die Figur mitten aus einer Reihe genommen, schiebt der Spieler die Figuren seiner Reihe zusammen und schließt die entstandene Lücke. Befindet sich die gesuchte Figur bei zwei Mitspielern (nur bei Werten von 1 bis 10 möglich). Kann der aktive Spieler aussuchen, bei wem er sie klaut. Wenn sich die gesuchte Figur in einer eigenen Reihe befindet, muss der Spieler diese auch von dort nehmen.

Ein Beispiel: Bei Spieler 1 endet die Reihe mit einer 9er-Zahlenkarte (Figur 9) und er spielt eine Drei aus. Liegt die Zahlkarte 12 nicht in der Mitte des Tischs, kann er sie bei Spieler 2 oder einem anderen Mitspieler klauen und an seine 9er-Karte anlegen.

Die Punktevergabe: Solange eine Reihe nicht vollständig ist, können die Mitspieler Karten klauen. Um eine Reihe zu beenden und Punkte zu bekommen, muss die Reihe mit der 40 abgeschlossen werden. Dazu muss die Würfelkarte exakt passen. Sollten beide Würfelkarten nicht passen, muss mit den Augen eine andere Reihe erweitert oder eine neue begonnen werden. Würfelaugen verfallen zu lassen geht nicht. Kann eine Reihe mit der Figur 40 abgeschlossen werden, hat die Figur quasi das Ziel erreicht und jede Figur der Reihe zählt als ein Punkt. Zusätzlich zählt jeder Stern auf den Figuren als weiterer Punkt. Die Figur 39 bringt so beispielsweise vier Punkte: einen für die Karte und drei für die Sterne. Die Punkte schreibt man auf.

Anschließend werden die Zahlkarten (Figuren) dieser Reihe wieder zurück in die Tischmitte gelegt. Alle anderen Reihen sind davon nicht betroffen. Auch wenn ein Spieler schon Reihen abgeschlossen und gewertet hat, darf er weiterhin bis zu drei Figurenreihen besitzen.

Ein Beispiel: Die Figur von Spieler 1 steht auf der 38. Er spielt eine Zwei aus und nimmt sich die 40 und beendet damit eine Reihe. Spieler 1 wurden aber zwischenzeitlich einige Figuren geklaut. Der Spieler erhält so nur Punkte für die Anzahl der Figuren die dort liegen plus die Sternepunkte. Die Punkte werden notiert und die Karten der Reihe wandern wieder in die Tischmitte.

So gewinnt man: Das Spiel endet, sobald ein Spieler 30 Punkte bei vier Spielern, 35 Punkte bei drei Spielern oder 40 Punkte bei zwei Spielern erreicht oder übertroffen hat.

Vorteile des „Mensch ärgere Dich nicht“ Kartenspiels

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Lässt sich immer wieder spielen
  • Praktisches Reiseformat mit Karton

Nachteile des „Mensch ärgere Dich nicht“ Kartenspiels

  • Kompliziertes Regelwerk

Fazit zum „Mensch ärgere Dich nicht“ Kartenspiels von Schmidt Spiele

Der Spieleklassiker „Mensch ärgere Dich nicht“ als Kartenspiel ist am Anfang etwas komplizierter als das Brettspiel, aber wenn man die Regeln einmal verinnerlicht hat, hat man ein tolles Spiel für unterwegs, dass regnerische Tage versüßen kann.