Roulette Spielregeln: So funktioniert der Casino-Klassiker

Roulette, Poker und Black Jack gelten als die Casino-Klassiker schlechthin. Da Pokerjetons inkl. Anleitung und Co. mittlerweile längst in vielen Privathaushalten eingezogen sind, um zu pokern anstatt einen gemeinsamen Spieleabend zu verbringen, sind die Spielregeln dafür hinlänglich bekannt. Wer sie wider Erwarten nicht kennt, kann sie hier nachlesen. Auch die Regularien und Spielabläufe beim Black Jack lassen sich hier nachlesen. Um nun das Trio der bekanntesten Casino-Klassiker zu komplettieren, fehlen noch die Roulette-Spielregeln, die der Inhalt des folgenden Beitrags sind.

Roulette Regeln
Der Roulettekessel, in dem sich die Kugel dreht, und das Tableau, auf dem die Einsätze platziert werden, sind die Grundbestandteile des Roulette-Spiels.

Das Ziel beim Roulette-Spiel

Im Grunde dreht sich beim Roulette alles darum, eine Zahl zu erahnen, auf der die Kugel, die sich im Roulette-Kessel dreht, stehen bleiben wird. Der Roulettespieler platziert seinen Tipp. Anschließend setzt sich die Kugel in Gang. Landet die Kugel dort, wo der Spieler gesetzt hat, winken Gewinne. Alle anderen Tipps verlieren. Ein paar Details mehr verrät diese Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  • Bevor die Kugel ins Rollen gebracht wird, gilt es auf dem Spieltisch die Einsätze zu machen. Dafür müssen Jetons, also sogenannte Casino-Chips, platziert werden. Beim Offline-Spiel raten Experten dazu, den Croupier die Jetons final absetzen zu lassen – um etwaige Missverständnisse mit anderen Spielern bereits im Vorfeld verhindern zu können.
  • Sind alle Jetons auf dem Tisch platziert, wird die Kugel ins Rollen gebracht. Damit hier auch alles mit rechten Dingen zugeht, wird die Kugel an der Kante des Roulette-Kessels entlang gedreht. Offline ist es dann noch in einigen Casinos denkbar einen Tipp zu platzieren, bis der Croupier final das Tippgeschehen beendet. Das passiert dann meist mit den wohl bekanntesten Worten aus der Casinoszene: „rien ne va plus“.
  • Bis die Kugel ausgerollt ist, steigt der Spannungsbogen. Wird sie langsamer, deutet ein Hüpfen der Kugel dann an, dass sie ihrer Endposition entgegen-„hüpft“. Nun landet sie in einem Zahlenfach. Wer auf eine einzelne Zahl gesetzt hat, weiß dann recht schnell, ob es eine Übereinstimmung des Jeton-Feldes und des Kessel-Feldes gibt, in dem die Kugel zum Stillstand gekommen ist. Ist das passiert, kann der Spieler sich über einen Gewinn freuen. Passen die Zahlen nicht zueinander, gilt die Runde als verloren. Der Einsatz ist futsch.

Die Details zeigen sich auf dem Tableau

Wer sich dazu entschieden hat, nach dieser ersten Kurzanleitung auf dieser Seite kostenlos spielen zu wollen, der muss noch einige weitere Regularien des Roulettespiels lernen, bevor es los- bzw. weitergehen kann. So zeigt ein Blick auf die Details beispielsweise auch, dass auf dem Tableau deutlich mehr Setzmöglichkeiten zur Verfügung stehen als nur Zahlen.

Jetons lassen sich beim europäischen Roulette-Setzfeld setzen auf

  • Zahlen zwischen 1 und 36 auf roten und schwarzen Felder,
  • auf Zahlenzwischenräume,
  • auf die Farben Rot oder Schwarz,
  • auf die ersten 12 Zahlen, die zweiten 12 Zahlen oder die dritten 12 Zahlen,
  • auf die Zahlen 1 bis 18 oder auf die Zahlen 19 bis 36
  • sowie auf „even“ oder „odd“.

Unterschieden wird in Innen- und Außenwetten, die platziert werden können.

Ziele beim Roulette
Bleibt die Kugel auf der 17 liegen, muss nicht nur zwingend diese Zahl zum Sieg führen. Auch wer auf Schwarz, 2nd 12 oder 1-18 gesetzt hat, gewinnt – um nur einige der möglichen Platzierungen zu nennen.

Innenwetten beim europäischen Roulette

  • Zu einer Auszahlungsquote von 35:1 kann das Setzen auf eine einzelne Zahl beitragen, das im Fachjargon als „Plein“ bezeichnet wird. Wer spielt, setzt dabei auf eine Zahl von 1 bis 36 und hofft, dass die Kugel im Roulette-Kessel bei eben dieser Zahl zum Liegen kommt.
  • Als „Cheval“ wird das Wetten auf benachbarte Zahlen bezeichnet. Bei einer Auszahlungsquote von 17:1 halbiert sich die Auszahlungsquote. Dafür kann mit nur einem Jeton auf zwei Zahlen getippt werden.
  • Wer den Jeton neben einer Zahlenreihe platziert, zeigt damit einen „transversale pleine“ an, was bedeutet, dass der Tipp für alle Zahlen eben dieser Reihe gilt. Auszahlungsquoten von 11:1 sind bei diesem Tipp denkbar.
  • Wer eine Auszahlungsquote von 8:1 erreichen möchte, kann ein „carre“ spielen. Dazu werden die Jetons so platziert, dass sie an vier Zahlenfelder angrenzen. Alle Zahlen könnten potentiell gewinnen. Auch beim „les quatre premiers“ kann die Auszahlungsquote bei 8:1 liegen. Die Platzierung in der Ecke links oben über der 1, deckt die Zahlen 0, 1, 2 und 3 ab.
  • Beim „transversale simple“ ist eine Auszahlungsquote von 5:1 Abgedeckt werden können dabei zwei Reihen.

Außenwetten beim europäischen Roulette

Für zwei Außenwetten lassen sich Auszahlungsquoten von 2:1 erreichen: für das Spielen der Dutzend und der Kolonnen. Um ein „Dutzend“ spielen zu können, muss der Jeton auf den Feldern 1st 12, 2nd 12 oder 3rd 12 platziert werden. Um eine „Kolonne“ zu spielen, müssen die Jetons auf den Feldern „2 to 1“ platziert werden. Abgedeckt werden dadurch 12 Zahlen einer Kolonne.

In vier weiteren Außenwetten lassen sich Auszahlungsquoten von 1:1 erreichen. Getippt wird dabei auf Rot oder Schwarz, auf gerade oder ungerade Zahlen, auf niedrige oder hohe Nummern.

Andere Setzfelder ermöglichen dieselben Spieloptionen – aber auf anderen Tableaus

Beim französischen Roulette-Setzfeld lassen sich die Jetons zwar ähnlich einsetzen, allerdings ist die Beschriftung anders, so dass es ratsam ist, mit der eingangs erwähnten europäischen Variante zu starten, um sich das Spiel erstmals zu erschließen. Übrigens gibt es auch noch die amerikanische Variante des Roulettespiels. Hier unterscheiden sich die Roulette-Kessel voneinander bzw. die Anordnung der Zahlen auf dem Rad.