Free to Play im Browsergame: User-Tipps für ein neues, aber erfolgsversprechendes Geschäftsmodell

Die meisten Browsergames werden heute auch im Free-to-Play-Modus angeboten. „Jetzt kostenlos spielen“ lautet das Motto, das viele Gamer dazu motiviert, in neue Spiele hineinzuschnuppern und zahlreiche Browsergames gleichzeitig zu testen. Wenn keine Abogebühren fällig werden, macht es gleich viel mehr Spaß, auf dem PC, dem Laptop oder dem Smartphone eines der vielfältigen Spielmodelle zu zocken. Mit der Zeit treffen die meisten Spieler eine kleine Auswahl an Games, denen sie auch längerfristig treu bleiben und denen sie regelmäßig einen Teil ihrer Freizeit widmen, während andere Spiele in Vergessenheit geraten. 

Das Free-to-Play-Modell ist relativ jung, zumindest im Bereich der PC-Spiele. Was auf Smartphones seit dem Aufkommen der Apps eher gang und gäbe ist, hat einige Zeit gebraucht, um auch die PC-Gameentwickler zu überzeugen. Heute setzen auch die meisten Spielsysteme der alten Schule, die lange Zeit an ihrem Vollbezahlsystem festgehalten und die Spieler per Abo gebunden haben, auf einen Einstieg über Free to Play. Damit werden Klassiker wie League of Legends oder Counter Strike vom Kaufspiel zur Freeware und damit komplett kostenfrei. 

Der Run auf bewährte und neue Spielmodelle gibt dem aktuellen Geschäftsmodell durchaus Recht. Die Community konnte dadurch bei vielen Spiel-Legenden bereits vergrößert werden. Laut dieser Statistik ist die Zahl an League of Legends Fans in den letzten Jahren zum Beispiel deutlich gestiegen. Aber auch andere Spiel-Klassiker wie Herr der Ringe Online, Battlefield oder World of Tanks haben längst nachgezogen und ihre Gamer-Community dadurch deutlich vergrößert. Der Plan der Entwickler scheint also aufzugehen und der Aufstieg auf den Free-to-Play-Zug hat sich offenbar gelohnt. Aber gilt das für Spieleentwickler und Gamer gleichermaßen? Wie weit geht der Spaß ohne Abo tatsächlich und wann gehen den meisten Browsergames ohne In-Game-Käufe doch die Luft aus? Free to Play auf dem Prüfstand. 

Free to Play: So geht es kostenlos in virtuelle Welten 

Gamern ist das Prinzip des Free to Play längst bekannt und so mancher macht reichlich Gebrauch von den neuen Angeboten der Spieleentwickler. Tatsächlich kommen viele beliebte und etablierte Browsergames heute als komplette Freeware daher. Vor fünf bis zehn Jahren sah es auf dem Markt noch deutlich anders aus. Heute können auch die ganz Großen gespielt werden, ohne zunächst eine Vollversion davon käuflich erwerben zu müssen, um anschließend per Abo mit monatlichen Kosten spielen zu können. 

Bewährte und neue Spiele lassen sich jetzt per Sofort-Download kostenlos auf den heimischen PC oder Laptop herunterladen. Mit dem Download wird ein Benutzerkonto erstellt, das den Zugang zum browserbasierten Game darstellt. Trotz erforderlicher Anmeldung mit Benutzernamen, Passwort und gültiger E-Mail-Adresse fallen keine Kosten an. 

Auch Casinoanbieter aus den unterschiedlichsten Ländern wie Deutschland und der Schweiz machen sich dieses Prinzip immer mehr zunutze und bieten einige ihrer Spins in einer kostenfreien Variante an, um den Spielern zu ermöglichen, die Casinogames kostenlos zu testen. Darüber hinaus werden oft noch bestimmte Boni angeboten, um einen zusätzlichen Mehrwert zu bieten. Bei Onlinecasinosschweiz.com können Free Spins und Boni sogar kombiniert werden, denn hier können Nutzer auch bei den Free Spins von einem Casino Bonus für die Schweiz profitieren und so ihre Gewinnchancen maximieren. Auch viele deutsche Anbieter bieten diese Kombination an, um ihre Spiele besonders attraktiv zu gestalten. So ist es auch beispielsweise möglich, die Grundlagen von Klassikern wie Blackjack kostenlos zu lernen.

Doch sind solche kostenlosen Spiele oder Boni dauerhaft oder eher zeitlich begrenzt? Tatsächlich ist es möglich, die meisten Browserspiele im Free-to-Play-Modus dauerhaft ohne den Einsatz von Echtgeld zu nutzen. Das gilt in der Regel allerdings nur für eine Basisversion. Für einzelne Spielinhalte, Sonderausstattungen, zusätzliche Charakterplätze, Regionen innerhalb des Games oder Erweiterungen werden die Nutzer häufig nachträglich doch noch zur Kasse gebeten. Per In-Game-Käufe können besondere Gegenstände wie verbesserte Waffen und Rüstungen, Zaubertränke oder Design-Features hinzugekauft werden. Die Bezahlung erfolgt häufig direkt per PayPal oder Kreditkarte. Auch neue Spielinhalte wie Updates oder Erweiterungen sind oft auf dieselbe Art und Weise erhältlich. Es gibt auch Entwickler, die ganze Regionen im Spiel, besondere Gegner und Belohnungen oder andere Inhalte ihren Abo-Kunden vorbehalten, während Free-to-Play-Spieler sich mit einer abgespeckten Version begnügen müssen. 

Für Gelegenheitsspieler ist diese völlig ausreichend und die virtuellen Welten, die kostenfrei zur Verfügung stehen, reichen vielen Gamern für unzählige Stunden Spaß. Wer allerdings leidenschaftlich gerne und mit vollem Eifer in ein Spiel eintauchen möchte, stößt häufig an eine virtuelle Grenze. In den Augen vieler Hardcore-Gamer hat sich mit dem Aufkommen des Free-to-Play-Konzeptes eine gewisse Form der Zwei-Klassen-Gesellschaft entwickelt. Das Motto lautet bei ihnen:

„Free to Play aber Pay to win“ 

Ein Vorurteil, sagen viele Spieleentwickler, denn die Inhalte sollen so konzipiert sein, dass ein umfangreicher Spaß auch ohne Abo möglich ist. Schließlich ist es den Gamern vollkommen freigestellt, ob sie in ein Browsergame investieren möchten oder nicht. Hier entscheiden der eigene Ehrgeiz und die Frage, was der Benutzer tatsächlich von seinem persönlichen Spielerlebnis erwartet.

Rechtliches zum Thema In-Game-Käufe

Rechtliches zum Thema In-Game-Käufe

Das Thema In-Game-Käufe ist heute aus dem Online-Bereich kaum noch wegzudenken. Ob in PC-Spielen oder per App auf dem Handy, die meisten kostenlosen Browsergames bieten die Möglichkeit, im Spiel zusätzliche Optionen oder Features zu kaufen. Die Transaktion wird per Klick abgewickelt und ist damit schnell und unkompliziert getätigt. Gekauft werden sogenannte virtuelle Leistungen, die ein großes Spektrum umfassen können. Bezahlt wird mit realem Geld. Dafür ist in der Regel die Angabe persönlicher Bankinformationen erforderlich. Ein Kauf auf Rechnung ist in der Computerbranche äußerst unüblich.

Die Mechanismen innerhalb des Spiels sollten deshalb so gestaltet sein, dass ein versehentlicher Kauf möglichst ausgeschlossen ist. Bei den meisten Spielen ist nach der Kaufentscheidung mindestens ein bestätigender Zusatzklick erforderlich, damit die Transaktion tatsächlich stattfinden kann. Seriöse Spieleentwickler haben oft auch bei jedem Kauf eine erneute Bestätigung der Bankdaten eingebaut, damit eine Transaktion nicht unbedacht durchgeführt werden kann. Ist der Kauf allerdings getätigt, ist das Ganze nur schwer wieder rückgängig zu machen. Der Spieler ist einen Kaufvertrag eingegangen, aus dem er ohne weiteres nicht wieder herauskommt. Die einzelnen Vertragsgrundlagen entsprechen im weitesten Sinne den rechtlichen Grundlagen von Kaufverträgen im E-Commerce und sollten in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der einzelnen Spieleanbieter hinterlegt sein. Gamer sind also auch bei Browsergames im Free-to-Play-Modus gut beraten, sich das Kleingedruckte genau durchzulesen. So warten keine bösen Überraschungen, falls sie sich im späteren Spielverlauf doch zu einem In-Game-Kauf entschließen. 

Die Verbraucherzentralen sprechen von einer Kostenfalle, da die Hauptzielgruppe von Free-to-Play-Games mit In-Game-Kaufoptionen Kinder und Jugendliche sind. Die Verbraucherzentrale NRW hat nützliche Informationen zum Thema In-Game-Käufe zusammengestellt und gleichzeitig einige Forderungen an den Gesetzgeber formuliert, um das Geschäftsmodell zum Schutz der Verbraucher fester im Gesetz zu verankern. 

Wie weit kommen Spieler ohne den Einsatz von Geld?

Für Gamer geht es vor allem um den Spielspaß und den Erfolg, den sie dabei erzielen können. Free-to-Play ist vor allem für regelmäßige Spieler nur dann sinnvoll, wenn sie auch ohne den Einsatz von realem Geld langfristig ein Spiel ebenso erfolgreich abschließen können wie Bezahlkunden. Ist das Endziel nicht erreichbar, wenn bestimmte Inhalte nicht käuflich erworben werden, verlieren viele engagierte Benutzer häufig das Interesse. 

Befürworter des Free-to-Play-Prinzips mit der Möglichkeit der In-Game-Käufe argumentieren, dass die kostenpflichtigen Inhalte, die zusätzlich erworben werden können, vor allem darauf abzielen, das Spielerlebnis auszudehnen und die generelle Spielzeit durch Inhaltsergänzungen zu strecken. Free-to-Play-Kunden, so heißt es, erreichen das Ziel auf einem geraderen Weg, aber ohne größere Einschränkungen. 

Die Unterschiede, die Free-to-Play-Kunden im Vergleich zu zahlenden Spielern begegnen, variieren je nach Game und Anbieter. Das beliebte MMORPG Herr der Ringe Online hält für seine Abo-Kunden zum Beispiel ein ausgefeiltes Bonussystem bereit. Wer für das Spiel bezahlt, hat Zugriff auf sämtliche Inhalte und erhält auch die meisten Updates kostenlos. Basis des Spielprinzips ist der so genannte HDRO-Shop, über den sämtliche Transaktionen ablaufen. Per In-Game-Währung, die Shop-Punkte, können Gamer dort spezielle Gegenstände erwerben, zusätzliche Charakterplätze freischalten, Echtgeld in Spielgeld umwandeln und einzelne Updates und Sonderinhalte kaufen. Abo-Kunden greifen ebenfalls auf den Shop zu, allerdings müssen sie verschiedene Inhalte nicht zusätzlich kaufen, sie werden ihnen aufgrund ihres Status automatisch freigeschaltet. Darüber hinaus erhalten Bezahlkunden monatlich ein festes Budget an Punkten, die sie nach eigenem Gutdünken im Shop ausgeben können. Die Punkte verfallen mit Ablauf eines Monats nicht. So ist es zum Beispiel möglich, auf größere Investitionen zu „sparen“, wie zum Beispiel große Spielerweiterungen, die im Gegensatz zu kleineren Updates häufig auch für Abo-Kunden kostenpflichtig bleiben. Wer den gesamten Spielumfang kennenlernen möchte, kommt langfristig nicht um ein paar kleinere oder größere Investitionen herum. Für gelegentliche Ausflüge nach Mittelerde reicht das Angebot aber auch für Free-to-Play-Spieler völlig aus. 

Fazit

Letztendlich entscheidet das Spielverhalten der Gamer darüber, ob das Prinzip „Free-to-Play“ tatsächlich in der Praxis zum „Pay-to-Win“ wird. Ein kostenfreier Einstieg in die Vielfalt der Browsergames kann jedenfalls nicht schaden. Wenn der Funke überspringt, ist es in der Regel jederzeit möglich, mit einem Abo ins unbegrenzte Spielvergnügen einzusteigen.