So typisch Spielregeln: Kooperatives Klischee-Spiel von Schmidt
So typisch ist ein kooperatives Kommunikationsspiel von Chiara Zanchetta, Carlo Rigon und Matteo Cimenti bei Schmidt Spiele für 3 bis 8 Spieler ab 8 Jahren. In jeder Runde ordnet ein Tippgeber vier Gegenstände heimlich vier Personen zu, und die Rategruppe versucht, seine Gedanken nachzuvollziehen.
Stand · Redaktionell geprüft
- 3-8 Spieler
- ab 8 Jahren
- ca. 20 Min.
Jede Übereinstimmung zählt für das Team, jede Abweichung für das Spiel. Liegen am Ende mehr Karten beim Plus als beim Minus, gewinnen alle gemeinsam.
| Spieler | 3 bis 8 |
|---|---|
| Alter | ab 8 Jahren |
| Dauer | etwa 20 Minuten |
| Autor | Chiara Zanchetta, Carlo Rigon und Matteo Cimenti |
| Illustration | Mariano De Biase |
| Verlag | Schmidt Spiele, 2019 |
| Material | 53 Personenkarten, 53 Objektkarten, 4 Zahlenkarten, 10 Zahlenchips, 1 Plus-Chip, 1 Minus-Chip |
| Ziel | gemeinsam mehr Übereinstimmungen als Abweichungen sammeln |
| Spielart | kooperatives Spiel, Kommunikationsspiel, Partyspiel, Gesellschaftsspiel |
So typisch Spielanleitung als PDF.
So typisch Spielregeln in fünf Schritten
So spielt ihr So typisch:
- Karten abzählen
Personen- und Objektkarten getrennt mischen und je nach Spielerzahl 24 bis 40 Karten pro Stapel bereitlegen. Die Zahlenkarten 1 bis 4 liegen in der Tischmitte.
- Auslage bilden
Der Tippgeber nimmt die 5 roten Chips, die Rategruppe die 5 blauen. Er legt 4 Personen unter die Zahlenkarten und 4 Objekte darunter.
- Heimlich zuordnen
Der Tippgeber legt unter jedes Objekt verdeckt einen roten Chip mit der Nummer der passenden Person; die 0 heißt: passt zu niemandem.
- Gemeinsam raten
Die Rategruppe diskutiert, einigt sich und legt ihre blauen Chips offen unter die roten. Der Tippgeber darf keine Hinweise geben.
- Auswerten
Gleiche Zahlen bringen die Objektkarte zum Plus-Chip, verschiedene zum Minus-Chip. Danach wird der nächste Spieler Tippgeber.
Was ist So typisch?
So typisch ist ein Spiel mit Klischees und Stereotypen. Auf den Personenkarten stehen Figuren wie Krankenschwestern, Punker, Scheichs, Sportler, Polizisten, Pfadfinder, Cheerleader und auch Fabelwesen. Die Objektkarten zeigen Schmuck, Fahrräder, Musikinstrumente, Haustiere, Kostüme und vieles mehr. Gewinnen könnt ihr nur gemeinsam: Wer Tippgeber ist, sollte so zuordnen, dass die anderen seine Gedanken erraten können. Die Regel bringt die Spielidee mit ihrem Beispiel auf den Punkt: Natürlich will das Kind die Bohnen, es will doch groß und stark werden. Aber sehen das die anderen genauso?
Spielmaterial
Laut Spielregel enthält die kleine Schachtel insgesamt 110 Karten und 12 Chips:
- 53 Personenkarten mit blauer Rückseite
- 53 Objektkarten mit roter Rückseite
- 4 Zahlenkarten mit den Werten 1 bis 4
- 10 Zahlenchips mit den Werten 0 bis 4, jeweils in Rot und Blau
- 1 Plus-Chip und 1 Minus-Chip
- 1 Spielanleitung
So typisch Regeln im Detail
Vorbereitung und Kartenanzahl
Personen- und Objektkarten werden getrennt gemischt. Wie viele Karten ihr braucht, hängt von der Spielerzahl ab. Bei 3 bis 5 Spielern ist jeder zweimal Tippgeber, bei 6 bis 8 Spielern einmal:
| Spieler | Personenkarten | Objektkarten |
|---|---|---|
| 3 | 24 | 24 |
| 4 | 32 | 32 |
| 5 | 40 | 40 |
| 6 | 24 | 24 |
| 7 | 28 | 28 |
| 8 | 32 | 32 |
Die 4 Zahlenkarten liegen aufsteigend in der Tischmitte. Die Zahlenchips werden nach Farben sortiert, Plus- und Minus-Chip kommen an den Tischrand. Die gesprächigste Person ist der erste Tippgeber.
Der Tippgeber ordnet zu
Der Tippgeber nimmt die 5 roten Chips und legt sie verdeckt vor sich, die Rategruppe legt die 5 blauen Chips offen in die Mitte. Er zieht 4 Personenkarten und legt sie in zufälliger Reihenfolge unter die Zahlenkarten, dann 4 Objektkarten darunter. Nun entscheidet er, welches Objekt am besten zu welcher Person passt, und legt unter jedes Objekt verdeckt einen roten Chip. Jede Person bekommt ein anderes Objekt. Den Chip mit der 0 nutzt er für ein Objekt, das zu keiner Person passt; er muss die 0 aber nicht verwenden. Der übrige fünfte Chip bleibt verdeckt bei ihm. Solange er zuordnet, schweigt die Rategruppe.
Die Rategruppe diskutiert
Jetzt darf spekuliert und diskutiert werden. Die Rategruppe muss sich einigen und legt unter jedes Objekt genau einen blauen Chip. Der Tippgeber darf sich nicht einmischen, auch Mimik und Gestik sind verboten. Kommt die Gruppe zu keiner Einigung, entscheidet der Spieler links vom Tippgeber.
Auswertung und Spielende
Der Tippgeber dreht seine roten Chips nacheinander um und darf seine Wahl erklären. Stimmen beide Zahlen überein, kommt die Objektkarte unter den Plus-Chip, sonst unter den Minus-Chip. Die Personenkarten wandern auf einen Ablagestapel, und der nächste Spieler im Uhrzeigersinn wird Tippgeber. Sind beide Stapel aufgebraucht, endet das Spiel. Liegen mehr Objektkarten beim Plus als beim Minus, habt ihr gemeinsam gewonnen.
Varianten
Leichter wird So typisch, wenn ihr ohne die beiden Nuller-Chips spielt. Ebenfalls leichter ist es, alle Chips zu verwenden und unter ein Objekt auch 2 Zahlenchips legen zu dürfen. In beiden Varianten legt der Tippgeber keinen Chip vor sich ab.
So typisch Spielanleitung als PDF
Die Originalanleitung von Schmidt Spiele mit Beispielrunde und Kartentabelle könnt ihr hier lesen:
So typisch Spielanleitung als PDFSo typisch im Video
Unser Fazit zu So typisch
So typisch lebt von Kommunikation und Interaktion: Die Diskussionen in der Rategruppe und die Erklärungen des Tippgebers sorgen für viele Lacher. Die Regeln sind in wenigen Minuten erklärt, die Schachtel passt in jede Tasche, und mit bis zu acht Spielern eignet sich das Spiel gut für Spieleabende und Familienfeiern.