So typisch von Schmidt Spiele

Spielregeln & Spielbeschreibung

In „So typisch“ werden Stereotypen und Klischees bedient und auf lustige Weise in ein Spiel verpackt, indem die Spieler gegen das Spiel spielen. Wer nicht einfach nur für sich spielen möchte, sondern Wert auf Kommunikation und Interaktion legt, wird mit diesem im Januar 2019 erschienen Gesellschaftsspiel seine wahre Freude haben.

Ich habe „So typisch“, welches aus der Feder der Autoren Chiara Zanchetta, Carlo Rigon und Matteo Cimenti stammt, für Sie ausprobiert und mir angesehen, wie es aufgebaut und gestaltet ist.

Verpackung und Lieferung des Gesellschaftsspiels „So typisch“ von Schmidt

„So typisch“ kam nach der Bestellung innerhalb weniger Tage an – eignet sich daher auch als Spontankauf für den Geburtstag oder einen Spieleabend.

Das Spiel wird in einem kleinen Karton geliefert, welcher in jede Handtasche oder Rucksack passt. Das Cover auf der Oberseite zeigt einen tätowierten und langhaarigen Biker und eine Punkerin, die beide nach einem rosa Fahrrad greifen wollen.

Auf den langen Seiten des Kartons erfahren wir außerdem folgende Spieleinformationen:

  • Ab 8 Jahren
  • 3-8 Spieler
  • 20 Minuten Spielzeit

Auf der Unterseite gibt es einen kurzen Einblick in das Spiel: „Natürlich will das Kind die Bohnen! Es will doch groß und stark werden!“ Das kann man so sehen, aber sehen es die Mitspieler genauso? „So typisch!“ ist ein witziges, kooperatives und kommunikatives Spiel voller Stereotypen und Klischees! Hier kämpfen alle Spieler gemeinsam um den Sieg und spielen „gegen“ das Spiel. Abwechselnd entscheidet ein einzelner Spieler, welcher Gegenstand einer Person zugeordnet werden soll. Die Mitspieler müssen nun einschätzen, wie sich der Spieler entschieden hat. Denn nur wenn es am Ende mehr Übereinstimmungen als Fehler gibt, gewinnen die Spieler das Spiel! Bei der Auswahl an absurden Objekten und Personen ist das gar nicht so leicht, aber ein großer Spaß für Jung und Alt!.

Die Wertung lautet:

  • Kommunikation: 10 von 10 Punkten
  • Interaktion: 10 von 10 Punkten
  • Schwierigkeit: 3 von 10 Punkten

Im Karton befinden sich: 110 Karten, 12 Chips, 1 deutsche Spielanleitung

Der Preis von „So typisch“ von Schmidt

„So typisch“ kostet derzeit (Stand Februar 2019) – je nach Anbieter – zwischen 10,19 und 13,74 Euro. Auf der Schmidt-Verlagsseite ist es für 11,99 Euro zu haben.

Gestaltung von „So typisch“

„So typisch“ besteht aus zwei Grundelementen: den Karten und den Chips.

Die 12 Chips sind aus einem sehr dicken Pappmaterial in Hellblau, Rot, Grün und Rosa. Die blauen und rosafarbenen Chips sind von „0“ bis „4“ durchnummeriert, der rote und der grüne Chip sind mit einem Minus bzw. Plus bedruckt. Auf der Rückseite sind nur die Farben zu sehen, außer bei dem Plus- und Minus-Chip.

Die 120 Karten teilen sich in jeweils 53 Personen- und Objektkarten und 4 Zahlenkarten auf. Sie sind auf den Rückseiten entweder blau (Personenkarten) oder rot (Objektkarten) und tragen den „So typisch“-Schriftzug. Außerdem fühlen diese sich etwas rau an, weil sie strukturiert sind – das soll wahrscheinlich dazu dienen, dass einem die Karten nicht so leicht aus den Händen rutschen.

Auf den Personenkarten sind, wie der Name schon sagt, Personen zu sehen, aber auch Fabelwesen: Krankenschwestern, Punker, Scheiche, Sportler, Polizisten, Pfadfinder, Cheerleader und viele mehr. Die Objektkarten zeigen beispielsweise Schmuck, Dekoartikel, Fahrräder, Musikinstrumente, Haustiere sowie Kostüme und noch einiges anderes.

Die beigelegte Spieleanleitung ist 6 Seiten lang (bzw. 2 ½ auf Din A4) und auf keine andere Sprache übersetzt.

Das Spielziel von „So typisch“

Die Spieler müssen immer wieder mit Klischees arbeiten und einschätzen, welcher Gegenstand zu welcher Person passt bzw. gehört – dabei ist es nicht ausgeschlossen, dass man auch mal voll daneben liegt.

Die Spielvorbereitung des Gesellschaftsspiels „So typisch“

Vor dem allerersten Spiel müssen die 12 Chips aus der Stanztafel gelöst werden.

Vor dem Beginn werden die Personen- und Objektkarten getrennt voneinander gemischt und in zwei Stapeln bereitgelegt. Abhängig von der Spieleranzahl werden nun entsprechend viele Karten abgenommen – der Rest kommt in die Schachtel.

  • 3 Spieler: jeweils 24 Personen- und Objektkarten
  • 4 Spieler: jeweils 32 Personen- und Objektkarten
  • 5 Spieler: jeweils 40 Personen- und Objektkarten
  • 6 Spieler: jeweils 24 Personen- und Objektkarten
  • 7 Spieler: jeweils 28 Personen- und Objektkarten
  • 8 Spieler: jeweils 32 Personen- und Objektkarten

Die Zahlenkarten kommen ebenfalls in die Mitte der Spieler, und zwar als aufsteigender Stapel, und die Zahlenchips werden farblich sortiert separat zu den Spielern gelegt.

Zum Schluss werden noch der Plus- und Minus-Chip an den Rand des Tisches gelegt. Sie dienen als eine Art Sammelstelle für die Spielkarten für Übereinstimmungen bzw. Abweichungen.

Der Spielablauf von „So typisch“

Der Spieler, der in der Runde als der gesprächigste gilt, darf anfangen und ist damit der Tippgeber. Der Rest wird damit die Rategruppe.

Die 5 roten Chips nimmt sich der Tippgeber und legt sie verdeckt vor sich ab, die Rategruppe nimmt die blauen Chips, welche sie offen vor sich ablegt.

Nun muss der Tippgeber 4 Personenkarten nehmen, die er offen und in zufälliger Reihenfolge vor sich ablegt und diese unter die Zahlenkarten schiebt. Es muss dabei unbedingt erkennbar sein, welche Zahl zu welcher Person gehört. Außerdem zieht er vier Objektkarten, die unter die Personenkarten gelegt werden – das alles zufällig und ohne zu überlegen. Somit entsteht ein 4 x 3 großes „Spielfeld“. Erst im jetzigen Schritt darf er sich überlegen, welches Objekt seiner Meinung nach am besten zu Person X passt und ordnet es entsprechend zu. Ist das erledigt, legt er einen verdeckten Zahlenchip unter die Objektkarte, sodass dadurch bestimmt wird, welches Objekt zu welcher Person gehört.

Tipp: Mit dem „0“-Zahlenchip kann ein Objekt zugeordnet werden, welches zu keiner Person passt. Die „0“ muss aber nicht benutzt werden. Der 5. Chip, wird verdeckt zur Seite gelegt.

Wenn die Chips verteilt sind, darf die Rategruppe beginnen. Dafür dürfen und sollen sich die Spieler miteinander austauschen, diskutieren und sich am Ende absprechen – der Tippgeber darf dazu allerdings kein Wort sagen.

Hat sich die Rategruppe entschieden, nehmen sie ihre blauen Chips und legen ihre Zahlen offen unter die roten.

Danach geht es auch schon an die Auswertung, indem der Tippgeber seine roten Zahlenchips umdreht. Gibt es eine Übereinstimmung mit der Rategruppe, wird die Objektkarte unter den Plus-Chip gelegt bzw. die Karte der Abweichung unter das Minus. Die Personenkarten werden dann auf einem Ablagestapel „gesammelt“.

In der nächsten Runde wird ein neuer Tippgeber bestimmt und das Spiel geht nach den bekannten Regeln weiter.

Spielende

„So typisch“ endet, wenn alle Personen- und Objektkarten aufgebraucht sind. Gewonnen haben die Spieler, wenn sie mehr Karten unter dem Plus-Chip sammeln konnten, als unter dem Minus-Chip. Im gegenteiligen Fall haben sie verloren.

Vorteile von„So typisch“

  • Ein sehr kommunikatives Spiel mit viel Interaktion
  • Die Spieler gewinnen oder verlieren gemeinsam
  • Sehr leichte Spielregeln
  • Günstiger Preis
  • Sehr gute Verarbeitung

Fazit zu „So typisch“ von Schmidt

„So typisch“ ist ein rasantes Spiel, bei dem es auf das Miteinander ankommt. Die Spieler können nur gemeinsam verlieren oder gewinnen und müssen miteinander kommunizieren, um herauszufinden, was sich der Tippgeber bei seinen Zuordnungen gedacht hat, denn manchmal sind diese nicht so offensichtlich, wie es scheint. „So typisch“ zeigt auch bestens, welche „Vorurteile“ herrschen, die während oder nach dem Spiel diskutiert werden können und mit Sicherheit für jede Menge Lacher und Gesprächsstoff sorgen.

So typisch Spielregeln Download

So_Typisch_Spielregeln