Carcassonne Safari von Hans im Glück

Spielbeschreibung und Spielregeln

Wer sich schon immer mal in die afrikanische Wüste begeben wollte, um nach wilden Tieren Ausschau zu halten, kann dies nun zumindest in einer „Lightversion“ tun. DerSpieleverlag Hans im Glück hat das Legespiel „Carcassonne Safari“ auf den Markt gebracht, bei dem die Spieler auf Safari gehen, um Affen, Elefanten, Giraffen, Löwen und Zebras zu finden und einzigartige Fotos von ihnen zu schießen. Dabei braucht es natürlich eine gute Portion Glück, aber auch Können, um die Tiere nicht zu verschrecken.Es gehört zur Serie „Carcasonne around the World“, bei dem die Spieler an die schönsten Plätze dieser Erde mitgenommen werden und die Spiele in immer neuen Variationen gespielt werden können.Wir möchten Ihnen hier das Spiel „Carcassonne Safari“ von Hans im Glück und dessen Regeln näher vorstellen.

Verpackung und Lieferung des Legespiels: „Carcassonne Safari“

Innerhalb schneller zwei Werktage konnte ich „Carcassonne Safari“ in den Händen halten und ausprobieren. Direkt aufgefallen ist der Spielekarton, welcher die afrikanische Wüste zeigt, in der sich Zebras, Löwen und Giraffen an einem Wasserloch tummeln. Im Hintergrund ist eine Elefantenherde zu sehen. Auf der Vorderseite erfährt man außerdem, dass der Autor Klaus-Jürgen Wrede ist und es sich um einen Teil von „Around the World“ bzw. ein eigenständiges Carcasonne-Spiel handelt.

Auf den zwei langen Seiten des Kartons erfahren wir die ersten Spieleinformationen:

  • 2 bis 5 Spieler
  • Ab 7 Jahren
  • 35 Minuten

Auf der Unterseite ist ein Foto des aufgebauten Spiels abgebildet und einige Infos zu der Serie, zum Autoren sowie dem Spiel selbst: „Carcassonne Safari …ist ein eigenständiges Spiel aus der Carcasonne-Welt. Ihr braucht kein anderes Spiel, um Carcasonne Safari zu spielen. Begebt euch in die Steppe Afrikas und haltet Ausschau nach Affen, Löwen, Zebras, Elefanten und Giraffen. An den Wasserlöchern findet ihr sie alle versammelt.“ 

Die Wertung:

Schwierigkeitsgrad: 2 von 5 Punkten

Die Illustration stammt, so erfährt man ganz unten auf der Rückseite, aus der Feder von Anne Heidsieck.

Im Karton befinden sich: 72 Landschaftsplättchen, 50 Tierplättchen, 1 Startplättchen, 1 Wertungstafel, 5 Zählplättchen, 30 kleine Meeple aus Holz, 5 Elefanten aus Holz, 2 Rangerfahrzeuge aus Holz, 1 Spielregel.

Das Legespiel hat die Maße:

  • 19cm Breite des Kartons
  • 27,5cm Tiefe des Kartons
  • 6,5cm Höhe des Kartons

Der Preis des „Carcassonne Safari“- Legespielsvon Hans im Glück

„Carcassonne Safari“ kostet derzeit (Stand Dezember 2018) – je nach Anbieter – zwischen 19,99 und 28,66 Euro.

Gestaltung von „Carcassonne Safari“

Ein klassisches Spielfeld, wie man es von anderen Spielen kennt, gibt es nicht. Vielmehr wird es Stück für Stück aus einzelnen 4,5 x 4,5 cm großen Plättchen zusammengelegt, welche aus einem stabilen Pappkarton bestehen. Auf ihnen ist stets ein Stück Savanne aufgedruckt mit Bäumen und/oder Tieren. Auf der Oberseite ist auf gelbem Hintergrund das „C“-Logo in Grau von „Carcassonne“ aufgedruckt.

Die Wasserlöcher für das Spiel, ebenso wie das Start- und Zählplättchen, bestehen auch aus dem Pappkarton und sind sehr klein. Sie zeigen ein wenig Wasser und Tiere – sie erinnern von der Form an ein gevierteltes Tortenstück. Das Startplättchenzeigt Zahlenfelder von 1 bis 49, die sich über die Platte schlängeln sowie weitere Felder. 

Die Spielfiguren, also Rangerautos, Elefanten und Meeple sind aus Holz. Die Rangerfahrzeuge sind weiß lackiert und die anderen Figuren in gelb, grün, schwarz und blau. 

Die deutsche Spieleanleitung umfasst sieben Seiten und eine Plättchenliste, um den Überblick zu behalten, da das Spiel aus sehr vielen Einzelteilen besteht. 

Das Spielziel des„Carcassonne Safari“- Legespiels

Die Spieler machen sich auf den Weg, Stück für Stück die Savanne Afrikas zu entdecken – es warten der Busch, Affenbrotbäume und Tierpfade auf die neugierigen Entdecker. Plättchen für Plättchen, je nachdem, was man mit seinen Meeplen entdeckt, gibt es Punkte.

Die Spielvorbereitung von „Carcassonne Safari“

Bevor es mit dem Spiel losgehen kann, müssen alle 72 Landschaftsplättchen gemischt und anschließend in mehreren Stapeln vor die Spieler gelegt werden – wie viele ist nicht wichtig. Danach werden die 50 Tierplättchen ebenfalls gemischt, von denen jeder Spieler zwei Stück bekommt. Jeder Spieler legt seine beiden Tierplättchen so vor sich hin, dass die anderen Spieler sie sehen können. Die anderen werden verdeckt neben die Landschaftsplättchen gelegt.

Das Startplättchen kommt auf die Tischmitte, neben das oben links und unten rechts je ein weißes Rangerfahrzeug gestellt wird.

Die Zählplättchen kommen neben die Wertungstafel.

Außerdem erhält jeder Spieler 6 Meeple (das sind die Spielfiguren der Spieler) in seiner Wunschfarbe. Zusätzlich gibt es pro Spieler eine Elefantenfigur in der gewählten Farbe, welche auf das Feld 0 auf der Wertungstafel gestellt wird, die etwas abseits der Spielfläche liegen sollte. 

Der Spielablauf des „Carcassonne Safari“- Legespiels

Gespielt wird im Uhrzeigersinn – welcher Spieler anfängt, kann nach eigenem Ermessen entschieden werden. Der Spieler, der an der Reihe ist, hat immer drei Züge, die immer in derselben Abfolge stattfinden.

Landschaftsplättchen ziehen und anlegen: Jeder Spieler muss ein Landschaftsplättchen ziehenund es anschließend so anlegen, dass es sich an die bereits liegenden Plättchen einpasst. Es kann sein, dass ein Plättchen gezogen wird, welches sich nicht anlegen lässt – in so einem Fall wird es in die Schachtel gelegt und dafür ein neues gezogen.

Aneinanderpassen bedeutet, dass Wege und Savannen weitergeführt werden und Büsche zusammenfinden.

Meeple setzen: Danach wird ein Meeple auf das angelegte Plättchen gesetzt – allerdings nur, wenn sich dort noch kein anderer Meeple befindet. Sofern einer auf einem Affenbrotbaum Platz findet, bekommt der Spieler zwei Tierplättchen dafür. Alternativ kann auch ein Rangerfahrzeug gezogen oder ein Wasserloch gelegt bzw. erweitert werden (je nachdem, wie weit man im Spiel ist). Von diesen drei Möglichkeiten kann sich der Spieler immer für eine entscheiden.

Punktewertung auslösen: Die Punktewertung findet immer am Ende eines Zuges statt. Ist ein Tierpfad abgeschlossen, werden Punkte nach sich darauf befindenden Tierarten verteilt. Ist ein Busch abgeschlossen, bekommen die Spieler Punkte für die Tiere und Vögel (ein Punkt pro Vogel). Ein fertiger Affenbrotbaum bringt zwei Tierplättchen pro Spieler. Sollten sich mehrere Meeple auf einem Gebiet befinden, erhält der Spieler die Punkte, der meisten Meeple dort versammelt hat. Zum Schluss wird der Meeple vom Spielfeld genommen.

Die Wertungstafel: Mit der Elefantenfigur können die Spieler ihre Punkte markieren – hat ein Spieler also z.B. 4 Punkte geholt, rückt der Elefant auf das vierte Feld. Nach jeder Wertung werden die Meeple, die auf Erkundungstour waren, wieder in den Vorrat gelegt. Tierplättchen, die man während des Spiels sammelt und zur Verbesserung dienen, werden offen auf die Seite gelegt. Wer keine mehr im Vorrat hat, legt die Neuen verdeckt in den Vorrat. Ist man mit dem Elefanten über das gesamte Feld gekommen, gibt es ein Zählplättchen dafür, welches bei der ersten Umrundung mit der 50 nach oben gelegt wird – bei der zweiten kommt die 100 nach oben.

So gewinnt man: Sobald ein Spieler keine Landschaftsplättchen mehr ziehen kann, ist das Spiel vorbei und es geht an die Schlusswertung. Auf den Tierpfaden und Büschen bringt jedes Tier und Vogel je einen Punkt, ebenso wie jedes Tierplättchen im Vorrat. Keine Punkte gibt es für Affenbrotbäume und Wasserlöcher. Gewonnen hat der Spieler, der die meisten Punkte gesammelt hat bzw. wenn mehrere Spieler dieselbe Punktzahl haben, gibt es entsprechend viele Gewinner. 

Vorteile des „Carcassonne Safari“- Legespiels

  • Macht eine Menge Spaß
  • Einfache Regeln
  • Passendes, ansprechendes Design
  • Spielfiguren aus nachhaltigen Rohstoffen
  • Ein wenig strategisches Denken ist erforderlich

Fazit zum „Carcassonne Safari“-Legespiel von Hans im Glück

Auf den ersten Blick wirkt „Carcassonne Safari“ wegen der vielen Teile kompliziert – auf den zweiten Blick allerdings überrascht es durch einfache Spielregeln, die keiner großen Einstudierung bedürfen. Daher eignet es sich aus meiner Sicht auch für Spieler, die nicht erst viel über Spieleregeln lernen möchten. Positiv angetan war ich, neben dem Design, auch von den Wasserlöchern, die dazu genutzt werden können, die Punktewertung zu verbessern. Neben ein wenig Glück braucht es auch eine Portion strategisches Denken, um den besten Pfad zu bauen, der die meisten Punkte bringt. Somit ist für jeden Geschmack etwas dabei.