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Beachvolleyball Regeln: Spieler, Feld, Punkte und Sätze

Beachvolleyball ist die Sandvariante des Volleyballs und seit 1996 olympisch. Gespielt wird zwei gegen zwei auf einem Feld von 16 mal 8 Metern. Jedes Team muss den Ball spätestens mit dem dritten Kontakt über das Netz spielen.

Stand  · Redaktionell geprüft ·

  • 4 Spieler
Beachvolleyball Spielregeln

Ein Satz geht bis 21 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung, ein Spiel über zwei Gewinnsätze, ein möglicher dritter Satz bis 15. In der Freizeit spielt man auch mit mehr Spielern pro Team.

Kurzfakten zu Beachvolleyball
Spieler4, zwei Teams mit je 2 Spielern
Spielfeld16 mal 8 Meter Sand, jede Hälfte 8 mal 8 Meter
Netzhöhe2,43 Meter bei Männern, 2,24 Meter bei Frauen
Satzbis 21 Punkte, Tiebreak bis 15, je 2 Punkte Vorsprung
Zielzwei Sätze gewinnen
SpielartSportspiel, Ballspiel
Beachvolleyball Spielregeln

Beachvolleyball Regeln in fünf Schritten

So läuft ein Spiel Beachvolleyball ab:

  1. Teams und Feld

    Zwei Teams mit je zwei Spielern stehen in den beiden Hälften des 16 mal 8 Meter großen Sandfelds.

  2. Aufschlag

    Der Aufschläger schlägt hinter der Grundlinie auf. Der Ball muss zwischen den Antennen über das Netz ins gegnerische Feld.

  3. Drei Kontakte

    Jedes Team darf den Ball dreimal berühren, die Spieler abwechselnd, bevor er zurück über das Netz muss.

  4. Punkte zählen

    Jeder Ballwechsel bringt einem Team einen Punkt. Wer den Punkt holt, schlägt als Nächstes auf.

  5. Sätze gewinnen

    Ein Satz geht bis 21 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Wer zwei Sätze gewinnt, gewinnt das Spiel, ein dritter Satz geht bis 15.

Was ist Beachvolleyball?

Beachvolleyball, auf Deutsch auch Strandvolleyball, ist eine Rückschlagsportart. Wie in der Halle stehen sich zwei Teams auf beiden Seiten eines Netzes gegenüber. Ziel ist es, den Ball so ins gegnerische Feld zu spielen, dass er den Boden berührt, oder den Gegner zu einem Fehler zu zwingen. Ursprünglich spielten auch am Strand sechs Spieler pro Team. Die heute übliche Form mit Zweierteams soll entstanden sein, als ein Organisator vergeblich auf seine Mitspieler wartete.

Wie viele Spieler hat ein Beachvolleyball-Team?

Im Wettkampf besteht ein Team aus genau zwei Spielern, Auswechselspieler gibt es nicht. In der Freizeit spielt man oft drei gegen drei oder vier gegen vier. Dann lohnt es sich, das Feld etwas größer abzustecken. Die übrigen Regeln bleiben gleich.

Spielfeld, Netz und Ball

Spielfeld und Netz

Das Feld ist rechteckig, misst 16 mal 8 Meter und ist komplett mit Sand bedeckt. Jedes Team spielt in einer Hälfte von 8 mal 8 Metern. Eine Mittellinie gibt es nicht. Ein Spieler darf unter dem Netz in die gegnerische Hälfte geraten, solange er die Gegner nicht behindert. Rund um das Feld liegt eine Freizone von mindestens drei Metern. Das Netz hängt bei Männern 2,43 Meter und bei Frauen 2,24 Meter hoch, gemessen an der Oberkante. An den Enden stecken Antennen, zwischen denen der Ball das Netz überqueren muss.

Beachvolleyball Spielfeld

Der Ball

Der Beachvolleyball hat eine weiche, wasserabweisende Hülle in heller Farbe, meist aus Kunstleder, und innen eine Gummiblase. Er hat einen Umfang von 66 bis 68 Zentimetern, wiegt 260 bis 280 Gramm und hat einen Innendruck von 171 bis 221 Millibar.

Beachvolleyball Ball

Kleidung

Gespielt wird barfuß und in leichter Kleidung. Männer tragen meist Shorts und Shirt. Frauen war lange der Bikini vorgeschrieben. Seit 2012 dürfen auch Frauen in Shorts bis oberhalb der Knie und Shirts mit Ärmeln spielen.

Beachvolleyball Regeln im Detail

Aufschlag und Positionen

Das Spiel beginnt mit dem Aufschlag aus der Aufschlagzone hinter der Grundlinie, seitlich begrenzt durch die verlängerten Seitenlinien. Feste Positionen wie beim Volleyball in der Halle gibt es nicht, jeder Spieler darf überall in seiner Hälfte stehen. Das Aufschlagrecht hat das Team, das den letzten Punkt gewonnen hat. Solange es punktet, schlägt derselbe Spieler auf. Ein Fehler in der Aufschlagreihenfolge kostet keinen Punkt, er wird nur korrigiert.

Ballberührung und Spieltechniken

Die Regel der drei Kontakte hat im Sand eine Besonderheit: Anders als in der Halle zählt der Block bereits als erste Berührung. Die beiden Spieler müssen sich abwechseln. Ausnahmen gibt es nach einem Block und bei einer Doppelberührung in der ersten Annahme.

Der Ball darf mit jedem Körperteil gespielt werden. Wichtig sind diese Technikregeln:

  • Pritschen ist erlaubt, der Ball muss dabei aber gerade nach vorn oder nach hinten gespielt werden, nicht zur Seite.
  • Ein Lob, also ein mit der offenen Hand abgelegter Ball wie in der Halle, ist verboten.
  • Erlaubt ist der Pokeshot mit den Fingerknöcheln.
  • Der Ball darf nicht gefangen, geführt oder geworfen werden.
  • Gegen einen harten Angriffsschlag darf man den Ball kurz mit den Händen abwehren, ein Aufschlag gilt nie als harter Angriff.
Beachvolleyball Techniken

Punkte und Sätze

Gezählt wird im Rally-Point-System: Jeder Ballwechsel bringt einen Punkt, egal wer aufgeschlagen hat. Ein Satz geht bis 21 Punkte mit mindestens zwei Punkten Vorsprung. Wer zwei Sätze gewinnt, gewinnt das Spiel. Steht es 1:1, entscheidet ein dritter Satz bis 15 Punkte, ebenfalls mit zwei Punkten Vorsprung.

Seitenwechsel und Auszeiten

Damit Wind und Sonne kein Team bevorzugen, wechseln die Teams nach jeweils sieben Punkten die Seite, im dritten Satz nach jeweils fünf. Jedes Team darf pro Satz eine Auszeit nehmen. In vielen Turnieren gibt es in den ersten beiden Sätzen zusätzlich eine technische Auszeit von 30 Sekunden, sobald zusammen 21 Punkte gespielt sind. Auch zum Putzen der Sonnenbrille ist eine kurze Pause erlaubt.

Wetter

Weil unter freiem Himmel gespielt wird, spielt das Wetter eine große Rolle. Das Wetter darf die Spieler nicht gefährden. Wird ein Spiel wegen Unwetter unterbrochen, geht es später mit dem bisherigen Spielstand weiter.

Taktik im Beachvolleyball

Im Profisport übernimmt meist ein Spieler den Block und der andere die Abwehr im Feld. Da Trainer während des Spiels keine Anweisungen geben dürfen, verständigen sich die Partner mit Handzeichen hinter dem Rücken, etwa welche Richtung geblockt wird.

Geschichte des Beachvolleyballs

Beachvolleyball entstand um 1920 in den USA nach dem Vorbild eines Spiels, das am Waikiki-Strand auf Hawaii beliebt war. Bald spielte man auch in Santa Monica und an anderen Stränden Kaliforniens, parallel an der Copacabana und in Ipanema in Brasilien. Über Beachclubs wurde aus dem Freizeitspaß schnell ein Wettkampf, in Europa ab etwa 1930. In Deutschland fanden die ersten offiziellen Turniere 1989 statt, die ersten Europameisterschaften 1993. Seit 1996 ist Beachvolleyball olympisch, seit 1997 gibt es Weltmeisterschaften. Nach den USA und Brasilien gewannen bald auch Deutschland, China und Australien Medaillen.

Vorteile und Nachteile

Als Freizeitsport hat Beachvolleyball viele Vorzüge:

  • Bewegung an der frischen Luft trainiert spielerisch den ganzen Körper.
  • Die Regeln sind einfach und lassen sich anpassen, etwa mit mehr Spielern oder einer Leine statt Netz.
  • Im weichen Sand ist die Verletzungsgefahr für Freizeitspieler gering.

Wer den Sport ernsthaft betreibt, sollte auch die Nachteile kennen:

  • Kraft und Ausdauer müssen trainiert werden, sonst werden Sprunggelenke, Finger und Hände stark belastet.
  • Sandplätze sind in Mitteleuropa seltener als am Meer, und Regen unterbricht Turniere häufiger.

Häufige Fragen zu Beachvolleyball

Wie viele Spieler hat ein Beachvolleyball-Team?
Im Wettkampf zwei. In der Freizeit spielen oft drei oder vier pro Team.
Wie groß ist ein Beachvolleyballfeld?
16 mal 8 Meter, jede Hälfte 8 mal 8 Meter, ohne Mittellinie.
Bis wie viele Punkte geht ein Satz?
Bis 21 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Ein dritter Satz geht bis 15.
Wie oft darf ein Team den Ball berühren?
Höchstens dreimal, und der Block zählt beim Beachvolleyball als erste Berührung.
Wann wechseln die Teams die Seite?
Nach jeweils sieben Punkten, im dritten Satz nach jeweils fünf.
Wie hoch ist das Netz beim Beachvolleyball?
2,43 Meter bei Männern und 2,24 Meter bei Frauen.