Spielen als Hauptberuf

Die Chancen der Gamingbranche

Spielend sein Geld verdienen. Klingt das nicht toll? In den letzten Jahren hat sich die Gaming-Branche zu einem lukrativen Berufsmarkt entwickelt, der sich einer steigende Nachfrage erfreut. Die meisten stellen sich unter dem Gaming Job etwas vollkommen anderes vor. Welche Berufe es in der Spieleindustrie gibt und wie die Zukunftsperspektiven dafür aussehen, darum soll es in dem folgenden Artikel gehen.

In der Gaming-Industrie arbeiten mehr als 10.000 Arbeitnehmer und der Markt wächst unaufhörlich. Im Vergleich zur Musik und Filmindustrie verzeichnet die Branche der Videospiele schon seit Jahren deutlich höhere Umsätze. Damit steigt der Bedarf an Fachleuten, wenn es darum geht, noch bessere Spiele zu entwickeln. Es gibt verschiedene Wege und Berufsfelder, die mit spezifischen Anforderungen verbunden sind. Weitere Informationen, die beim Weg zum Gamer helfen, liefert https://gaming-science.de/.

So gelingt der Einstieg in die Spielebranche

In der Videospielbranche arbeiten sehr viele Quereinsteiger oder Profis, die über Jahre hinweg sich einen gewissen Ruf erarbeitet haben und über die nötige Fachkenntnis verfügen. Zumeist gelingt der Einstieg über ein Praktikum, bei dem sich der Praktikant einen ersten Eindruck von seinem Tätigkeitsfeld macht. Direkte Wege in die Gaming Industrie gehen über die Ausbildungswege. Darüber hinaus bietet sich ein duales Studium an. Bei Letzterem ist es möglich, zu studieren und gleichzeitig in einem Unternehmen zu arbeiten. Auf diese Weise erlangen die Studenten und Auszubildenden einen akademischen Abschluss. Selbstverständlich werden in der Spielebranche auch Fachkräfte wie Grafiker und IT Fachkräfte, Linguisten, Social Media Marketer ebenso gefragt wie Verkäufer.

Spiele entwickeln

Zu den häufigsten Tätigungsfeldern gehört die Entwicklung von Videospielen. Dass eine einzelne Person sich ein Spiel ausdenkt und es vollständig entwickelt ist die absolute Ausnahme. In den meisten Fällen arbeitet ein ganzes Team aus geschulten Entwicklern und Experten an einem Game, bevor es irgendwann einmal in den Handel kommt. Da wäre der Game Designer, der für die Inhalte des Videospiels zuständig ist. Er entwickelt das Konzept und die Vision. Für diesen Berufszweig benötigen die Gamer vor allen Dingen Fachkenntnisse in der Medieninformatik und in der Informatik.

Die Programmierer setzen das entwickelte Spielkonzept auf dem Bildschirm um. Sie sind dafür verantwortlich, dass ein Spieler mit seiner Eingabe genau das auslöst, was im nächsten Schritt auf dem Screen erscheint. Wer in diesem Tätigkeitsfeld arbeiten möchte, muss die Programmiersprache beherrschen und Fachkenntnisse im analytischen Denken und in der Kommunikation besitzen. Zumeist suchen die Unternehmen dafür Fachinformatiker und Softwareentwickler.

Weitere Mitarbeiter entwickeln das Design und die Grafik, die Mediengestaltung, die Töne und die Bilder. Die Texter setzen die Sprache in den Games optimal um und sorgen dafür, dass jeder Spieler genau das versteht, was er für den Fortschritt im Spiel benötigt. Die führenden Köpfe sind die Gaming Producer, die sich um die Finanzierung und Organisation der Spiele kümmern. Sie sollten Fähigkeiten und wirtschaftliches Wissen ebenso wie Kommunikationsstärke mitbringen. Für die meisten verlockend ist der Hauptaufgabe nämlich das Spielen. Das sind die Game Tester, diese Berufsgruppe ist besonders wichtig, denn sie kann herausfinden, ob der Spieler später zu Hause mit dem Game zufrieden ist. Die Game Tester arbeiten in der Entwicklung, die das Spielkonzept erfassen, die Schwierigkeit bewerten und Probleme zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfassen.

eSport: Profi-Spieler und Pro-Gamer

Abseits von der Entwicklung, Produktion und Fertigstellung sowie dem Vertrieb der Spieler gibt es heute immer mehr Menschen, die professionell zocken. Sie werden quasi für das Spielen bezahlt. Heute ist es aber äußerst schwierig, hier als Profi Fuß zu fassen. Der Spieler muss schon eine sehr hohe Expertise und das gewisse Talent mitbringen, um es in dieser Branche zu etwas zu bringen. 

Das Schlagwort ist eSports, ein Bereich der sich als eigenständige Sportart gerade weiter Entwicklung und unter der sehr jungen Zielgruppe eine hohe Fanbase hat. Die Profispieler leben von den Prämien aus den Turnieren und den Teams, mit denen Sie zusammenspielen. So gibt es heute parallel zu den Fußballmannschaften zum Beispiel spezielle Exportmannschaften, die von einem Manager, einem Unternehmen oder einer Marke gesponsert werden. 

Diese Besitzer dieser eSport-Teams suchen sich die Spieler aus und setzen gewisse Anforderungen, die für den Verbleib in der Gruppe Sorgen. Doch Achtung, für die meisten ist als Profi-Spieler mit 30 Schluss, denn dann lassen die Reflexe nach. Zumeist können Sie dann mit den Fähigkeiten der jüngeren Spieler nicht mehr mithalten. Heute ist davon auszugehen, dass die eSports immer beliebter wird. So arbeiten hier viele als Social Media Manager, Trainer und Organisatoren dieser Events und Turniere.

Spieler & Streamer

Dann gibt es den anderen Bereich der professionellen Spieler, die vielleicht nicht mit den besten Leistungen aufwarten, aber ein Publikum unterhalten können. Sie steigen in das Streaming ein. Auch dieser Bereich wächst unaufhörlich. Zudem kann es zu Überschneidungen kommen. Viele ehemals professionelle Gamer sind erfolgreiche und gefragtes Streamer. In den meisten Fällen benötigt der Streamer das notwendige teure Equipment und setzt sich mit dem Spielen und mit seiner Fanbase auseinander. Über verschiedene Kanäle können andere Spieler nun dem Streamer beim Spielen zuschauen. Wer nun denkt, es geht nur um Kleingeld, der hat sich noch nicht das Gehalt der erfolgreichsten Streamer in Deutschland angeschaut.

Die Einnahmen bekommen die Streamer über Provisionen, Klickpreise und Werbeeinblendungen. Bei einigen Streamern geht die Bekanntheit so weit, dass sie schon eigenes Merchandising, Kappen, Tassen und T-Shirts vertreiben. Es ist davon auszugehen, dass diese Branche weiter an Bedeutung zu nimmt.

Spiele testen und darüber schreiben 

Wer über Spiele schreibt und sie testet, kann sich ebenfalls ein eigenes Einkommen damit aufbauen. Hier ist es möglich, einen eigenen Blog zu erstellen und über Spiele zu schreiben. Alternativ dazu schreibt ein Fachjournalist bei einem bekannten Spiele-Magazin und ist einer der Experten für eine bestimmtes Genre. Hier sind die Grenzen fließend. Die Spiele-Journalisten sind nicht nur auf die Online Spiele und die Spielkonsolen fokussiert. Wer ein eigenes Portal oder einen eigenen Blog schreibt, braucht eine stabile Leserschaft, damit er seinen Lebensunterhalt davon bestreiten kann. Das verlangt Engagement und sehr viele Einsatz vom Spieletester.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, in der Spielebranche Fuß zu fassen. Alle Berufe haben aber eines gemeinsam, die meisten Spieler brennen schon Jahre vor der Ausbildung oder dem Berufseinstieg für Ihr Spiel oder Ihre Branche. Zumeist sind die Übergänge von Beruf zum Privatleben fließen. Viele Streamer, Profi Gamer und Spieletester verbringen einen Großteil Ihrer Freizeit mit den Spielen. Es ist also möglich, spielend Geld zu verdienen, eine Leichtigkeit ist es aber nicht.