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Poker Varianten im Überblick: welche Pokerarten gibt es?

Texas Holdem ist die bekannteste Pokervariante, aber längst nicht die einzige. Omaha, Seven Card Stud, Five Card Draw, Razz und Short Deck verwenden dieselbe Grundidee, verändern jedoch die Zahl der Handkarten, die verfügbaren Informationen und die Bildung des endgültigen Blatts.

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Die beliebtesten Pokervarianten im Überblick

Hinzu kommen Mischformate wie HORSE sowie Casinospiele wie Three Card Poker, die zwar Pokerkombinationen verwenden, aber nicht gegen andere Spieler ausgetragen werden. Die meisten klassischen Varianten werden mit einem Blatt aus 52 Karten gespielt. Eine wichtige Ausnahme ist Short Deck, bei dem alle Karten unterhalb der Sechs entfernt werden. Auch die übliche Rangfolge vom Royal Flush bis zur höchsten Einzelkarte gilt nicht ausnahmslos: Bei Razz gewinnt das niedrigste Blatt, während Short Deck und Three Card Poker eigene Wertungen verwenden.

Für Einsteiger eignen sich besonders Texas Holdem und Five Card Draw. Texas Holdem vermittelt die heute am weitesten verbreitete Spielstruktur mit Gemeinschaftskarten, während Five Card Draw durch seinen übersichtlichen Kartentausch leicht zu verstehen ist.

Die beliebtesten Poker Varianten im Vergleich

Die größten Unterschiede liegen bei der Zahl der Handkarten und der Frage, ob Gemeinschaftskarten verwendet werden. Darüber hinaus entscheidet die Einsatzstruktur darüber, wie stark Einsätze erhöht werden dürfen und wie aggressiv sich eine Variante spielt.

Die beliebtesten Poker Varianten im Vergleich
VarianteEigene KartenGemeinschaftskartenBildung des BlattsTypische Einsatzform
Texas Holdem25beliebige Kombination aus insgesamt sieben Kartenmeist No Limit
Omaha45genau zwei Handkarten und drei Gemeinschaftskartenmeist Pot Limit
Omaha Hi Lo45genau zwei Handkarten und drei Gemeinschaftskartenmeist Pot Limit oder Fixed Limit
Seven Card Stud7keinebestes Blatt aus sieben eigenen Kartenmeist Fixed Limit
Razz7keineniedrigstes Blatt aus sieben eigenen Kartenmeist Fixed Limit
Five Card Draw5keinebestes Blatt nach dem Kartentauschunterschiedlich
Short Deck25ähnlich wie Texas Holdem mit geänderter Wertungmeist No Limit
Three Card Poker3keinedrei Karten gegen die Bankfeste Casinoeinsätze

Keine Variante ist grundsätzlich besser als eine andere. Texas Holdem bietet eine ausgewogene Mischung aus leicht verständlichen Regeln und strategischer Tiefe. Omaha erzeugt häufiger starke Blätter und größere Pots, während Stud und Razz mehr Aufmerksamkeit für bereits ausgeteilte Karten verlangen. Draw Poker stellt dagegen das Einschätzen der Gegner in den Mittelpunkt, weil keine offenen Karten auf dem Tisch liegen.

Welche Pokerarten gibt es? Die drei Pokerfamilien

Pokerarten unterscheiden sich vor allem darin, wie das endgültige Blatt entsteht: aus eigenen Karten und Gemeinschaftskarten, aus teils offen ausgeteilten eigenen Karten oder aus verdeckten Karten, von denen einige getauscht werden. Die bekanntesten Pokerarten sind:

  • Texas Holdem: zwei eigene Karten und fünf Gemeinschaftskarten, die weltweit meistgespielte Pokervariante.
  • Omaha und Omaha Hi Lo: vier eigene Karten, von denen genau zwei verwendet werden müssen.
  • Short Deck: Texas Holdem mit 36 Karten ohne die Werte 2 bis 5.
  • Seven Card Stud und Razz: sieben eigene Karten, teils offen, ohne Gemeinschaftskarten.
  • Five Card Draw: fünf verdeckte Karten mit einer Tauschrunde.
  • Mischformen wie HORSE sowie Casinoformen wie Three Card Poker, die gegen das Haus gespielt werden.

Fast alle klassischen Pokervarianten lassen sich den Community Card Spielen, den Stud Spielen oder den Draw Spielen zuordnen. Wer das Grundprinzip dieser drei Familien versteht, kann neue Varianten wesentlich schneller einordnen.

Welche Pokerarten gibt es? Die drei Pokerfamilien
PokerfamilieGrundprinzipBekannte Varianten
Community Card Pokereigene verdeckte Karten werden mit offenen Gemeinschaftskarten kombiniertTexas Holdem, Omaha und Short Deck
Stud Pokerjeder Spieler erhält ausschließlich eigene Karten, von denen einige offen liegenSeven Card Stud und Razz
Draw Pokeralle Karten bleiben verdeckt und ein Teil davon darf getauscht werdenFive Card Draw und verwandte Draw Varianten

Community Card Spiele liefern allen Teilnehmern einen gemeinsamen Informationsstand. Jeder sieht dieselben Karten in der Tischmitte, muss daraus aber in Verbindung mit den eigenen Handkarten unterschiedliche Schlüsse ziehen. Bei Stud besitzt dagegen jeder Spieler eine eigene Kombination aus offenen und verdeckten Karten. Draw Poker gibt am wenigsten direkte Information preis, weil lediglich die Zahl der getauschten Karten beobachtet werden kann.

Community Card Poker: Holdem, Omaha und Short Deck

Bei Community Card Spielen entstehen die endgültigen Pokerblätter aus persönlichen Handkarten und offen ausliegenden Gemeinschaftskarten. Die Varianten unterscheiden sich vor allem darin, wie viele Handkarten ausgeteilt werden und wie viele davon für das fertige Blatt verwendet werden müssen.

Texas Holdem

Bei Texas Holdem erhält jeder Spieler zwei verdeckte Handkarten. Anschließend werden insgesamt fünf Gemeinschaftskarten aufgedeckt: zunächst drei Karten als Flop, danach jeweils eine Karte als Turn und River. Gesetzt wird vor dem Flop sowie nach jeder dieser drei Stufen.

Das endgültige Blatt besteht immer aus fünf Karten. Dafür darf jede beliebige Kombination aus den beiden Handkarten und den fünf Gemeinschaftskarten verwendet werden. Ein Spieler kann beide Handkarten, nur eine davon oder ausschließlich die fünf Karten auf dem Tisch nutzen.

Diese Freiheit ist ein wesentlicher Unterschied zu Omaha. Liegt bereits eine vollständige Straße oder ein Flush auf dem Board, können alle verbliebenen Spieler diese Kombination verwenden. Zusätzliche Handkarten entscheiden dann möglicherweise über eine bessere Variante des Blatts oder führen zu einer Teilung des Pots.

Die vollständigen Texas Holdem Regeln sind schnell erlernt. Strategisch bleibt die Variante dennoch anspruchsvoll, weil Position, Einsatzhöhe, mögliche gegnerische Karten und die Zusammensetzung des Boards in jeder Runde neu bewertet werden müssen.

Texas Holdem wird als Cash Game und Turnier gespielt. Im Cash Game behalten die Blinds normalerweise ihre Höhe und die Chips besitzen einen festgelegten Geldwert. In einem Turnier steigen die Blinds regelmäßig an, bis ein Spieler alle im Turnier befindlichen Chips besitzt.

Setzrunden, Blinds und den Ablauf bis zum Showdown im Detail erklären die Texas Holdem Regeln.

Omaha

Omaha verwendet ebenfalls fünf Gemeinschaftskarten, teilt jedem Spieler aber vier Handkarten aus. Dadurch sind deutlich mehr Kartenkombinationen möglich und starke Blätter entstehen häufiger als bei Texas Holdem.

Die wichtigste Omaha Regel lautet, dass genau zwei Handkarten und genau drei Gemeinschaftskarten verwendet werden müssen. Ein Spieler darf weder drei eigene Karten noch vier Karten vom Board für sein endgültiges Blatt einsetzen.

Diese Vorgabe führt bei Einsteigern häufig zu Missverständnissen. Liegen beispielsweise vier Karten derselben Farbe auf dem Tisch, genügt eine passende Handkarte nicht für einen Flush. Der Spieler benötigt zwei Karten dieser Farbe auf der Hand, weil das Blatt zwingend aus zwei Handkarten und drei Gemeinschaftskarten gebildet wird.

Omaha wird überwiegend als Pot Limit gespielt. Die maximale Erhöhung orientiert sich dabei an der aktuellen Größe des Pots. Weil vier Handkarten zahlreiche Draws und starke Kombinationen ermöglichen, fallen Entscheidungen häufig knapper aus als bei Texas Holdem.

Omaha Hi Lo

Omaha Hi Lo teilt den Pot zwischen dem höchsten und dem niedrigsten qualifizierten Blatt. Für beide Hälften gilt weiterhin die Omaha Regel, nach der genau zwei Handkarten und drei Gemeinschaftskarten verwendet werden müssen. Für das hohe und das niedrige Blatt dürfen jedoch unterschiedliche Kartenkombinationen eingesetzt werden.

Ein gültiges niedriges Blatt besteht aus fünf verschiedenen Karten mit dem Wert Acht oder niedriger. Das Ass zählt dabei als niedrige Karte. Straßen und Flushes verhindern die Qualifikation des niedrigen Blatts nicht. Die bestmögliche Kombination ist Ass, Zwei, Drei, Vier und Fünf.

Nicht jede Hand bringt ein gültiges niedriges Blatt hervor. Fehlen mindestens drei unterschiedliche niedrige Karten auf dem Board, kann kein Spieler die Low Hälfte bilden. In diesem Fall geht der gesamte Pot an das höchste Blatt. Gewinnt ein Spieler sowohl die hohe als auch die niedrige Hälfte, wird dies als Scoop bezeichnet.

Short Deck

Short Deck wird ähnlich wie Texas Holdem gespielt, verwendet aber nur 36 Karten. Zweier, Dreier, Vierer und Fünfer werden aus dem Deck entfernt, sodass die Sechs die niedrigste reguläre Karte ist. Durch das kleinere Blatt verändern sich die Wahrscheinlichkeiten deutlich.

Flushes treten seltener auf, während Straßen und Drillinge häufiger entstehen. In vielen Regelwerken schlägt ein Flush deshalb ein Full House. Einige Versionen ordnen zusätzlich den Drilling über der Straße ein, andere behalten an dieser Stelle die klassische Reihenfolge bei.

Auch die niedrige Straße funktioniert anders: Das Ass kann unterhalb der Sechs eingesetzt werden, sodass Ass, Sechs, Sieben, Acht und Neun eine Straße bilden. Da sich die genaue Rangfolge zwischen Plattformen und privaten Runden unterscheiden kann, sollte sie vor dem ersten Spiel eindeutig festgelegt werden.

Stud und Draw Poker ohne Gemeinschaftskarten

Stud und Draw verzichten vollständig auf ein gemeinsames Board. Bei Stud liegen mehrere Karten jedes Spielers offen, während beim Draw Poker sämtliche Karten verdeckt bleiben. Dadurch entstehen zwei sehr unterschiedliche Arten der Informationsverarbeitung.

Seven Card Stud

Beim Seven Card Stud erhält jeder verbliebene Spieler im Verlauf einer Hand sieben eigene Karten. Drei davon bleiben verdeckt und vier liegen offen. Aus diesen sieben Karten wird am Ende das beste Blatt mit fünf Karten gebildet.

Anders als bei Texas Holdem gibt es normalerweise keinen Dealer Button mit Small Blind und Big Blind. Stattdessen zahlen alle Teilnehmer zu Beginn ein Ante. Nach den ersten drei Karten bringt ein Spieler abhängig von seiner offenen Karte einen verpflichtenden Einsatz, den sogenannten Bring in.

Die offen liegenden Karten liefern wichtige Informationen. Wer aufmerksam verfolgt, welche Werte und Farben bereits ausgeteilt wurden, kann besser einschätzen, welche Kombinationen noch möglich sind. Seven Card Stud belohnt deshalb Konzentration und Erinnerungsvermögen stärker als viele Community Card Varianten.

Razz

Razz folgt weitgehend dem Ablauf von Seven Card Stud, kehrt aber das Ziel des Spiels um. Gewonnen hat nicht das höchste, sondern das niedrigste Blatt. Ass, Zwei, Drei, Vier und Fünf bilden die bestmögliche Kombination und werden häufig als Rad bezeichnet.

Straßen und Flushes verschlechtern das Blatt nicht, und Paare sind unerwünscht. Zwischen zwei ungepaarten Blättern wird zunächst die jeweils höchste Karte verglichen. Ein Blatt bis Sechs ist daher besser als ein Blatt bis Sieben, unabhängig davon, wie niedrig die übrigen Karten sind.

Razz wirkt anfangs ungewohnt, weil vertraute Pokerkombinationen plötzlich keinen Vorteil mehr darstellen. Die Variante eignet sich vor allem für Spieler, die bereits mit Stud vertraut sind und eine deutlich andere Form der Handbewertung ausprobieren möchten.

Five Card Draw

Five Card Draw ist die klassische Tauschvariante. Jeder Spieler erhält fünf verdeckte Karten, anschließend folgt eine erste Einsatzrunde. Danach dürfen Karten abgelegt und durch neue ersetzt werden, bevor eine zweite Einsatzrunde beginnt.

Da keine Gemeinschaftskarten und keine offenen Handkarten vorhanden sind, entsteht die wichtigste Information aus dem Verhalten der Mitspieler. Die Zahl der getauschten Karten kann Hinweise auf das vorhandene Blatt geben. Wer nur eine Karte zieht, könnte beispielsweise bereits zwei Paare oder einen Draw zu einer Straße oder einem Flush halten.

Five Card Draw eignet sich gut für private Runden, weil der Ablauf übersichtlich bleibt. Die grundlegenden Poker Spielregeln reichen aus, um nach wenigen Proberunden ein vollständiges Spiel durchzuführen.

Mixed Games und besondere Pokerformen

Nicht jedes Format lässt sich eindeutig einer einzigen Pokerfamilie zuordnen. Mixed Games wechseln während einer Partie zwischen mehreren Varianten, während Spiele wie Open Face Chinese Poker lediglich einzelne Elemente des klassischen Pokers übernehmen.

HORSE

HORSE ist keine einzelne Pokervariante, sondern eine feste Kombination aus fünf Spielen. Die Buchstaben stehen für Holdem, Omaha Hi Lo, Razz, Seven Card Stud und Seven Card Stud Eight or Better. Nach einer bestimmten Zahl von Händen oder einer festgelegten Zeitspanne wird zur nächsten Variante gewechselt.

Das Format verlangt ein breites Regelverständnis. Spieler müssen sich nicht nur auf eine neue Kartenverteilung einstellen, sondern auch zwischen hohen, niedrigen und geteilten Pots wechseln. HORSE eignet sich deshalb eher für erfahrene Runden, in denen alle Teilnehmer mehrere Varianten sicher beherrschen.

Open Face Chinese Poker

Open Face Chinese Poker verwendet Pokerkombinationen, besitzt aber keine klassischen Einsatzrunden. Jeder Spieler ordnet insgesamt 13 Karten in drei Reihen an. Die hintere Reihe besteht aus fünf Karten und muss stärker sein als die mittlere Reihe, die wiederum stärker als die vordere Reihe mit drei Karten sein muss.

Die Karten werden schrittweise offen ausgelegt. Dadurch können die Teilnehmer beobachten, welche Kombinationen ihre Gegner aufbauen. Punkte werden anschließend für gewonnene Reihen, vollständige Siege und bestimmte besonders starke Hände vergeben.

Casino Poker gegen die Bank: Three Card Poker, Caribbean Stud und Casino Hold'em

Casino Poker heißen Pokerspiele, bei denen ihr nicht gegen andere Spieler antretet, sondern gegen die Bank. Es gibt keinen Pot und kein Bluffen: Euer Blatt wird mit dem des Dealers verglichen, und der Dealer muss meist ein Mindestblatt erreichen, damit der Vergleich zählt. Diese vier Varianten sind am verbreitetsten:

  • Three Card Poker: drei Karten, dazu die Nebenwette Pair Plus.
  • Caribbean Stud Poker: fünf Karten und ein Call in doppelter Höhe des Ante.
  • Casino Hold'em: Gemeinschaftskarten wie beim Texas Holdem.
  • Pai Gow Poker: ein Fünferblatt und ein Zweierblatt gegen die Bank.

Three Card Poker

Three Card Poker ist ein Casinospiel gegen die Bank und kein klassisches Pokerspiel gegen andere Teilnehmer. Spieler und Bank erhalten jeweils drei Karten. Abhängig von der gewählten Einsatzart wird entweder nur die eigene Kombination bewertet oder das Blatt direkt mit dem Blatt der Bank verglichen.

Gespielt wird mit einem Ante. Nach dem Blick auf die eigenen Karten setzt ihr einen Play-Einsatz in Höhe des Ante oder gebt auf. Der Dealer qualifiziert sich mit einer Dame als höchster Karte oder besser. Qualifiziert er sich nicht, wird das Ante 1 zu 1 ausgezahlt und der Play-Einsatz zurückgegeben. Unabhängig vom Dealer zahlt ein Ante-Bonus für Straße, Drilling und Straight Flush, üblich sind 1 zu 1, 4 zu 1 und 5 zu 1.

Die Nebenwette Pair Plus bewertet nur euer eigenes Blatt. Eine verbreitete Tabelle zahlt 1 zu 1 für ein Paar, 3 zu 1 für einen Flush, 6 zu 1 für eine Straße, 30 zu 1 für einen Drilling und 40 zu 1 für einen Straight Flush. Andere Casinos verwenden abweichende Tabellen.

Die Rangfolge wurde an die Wahrscheinlichkeiten eines Blatts mit drei Karten angepasst. Üblicherweise steht der Straight Flush an der Spitze, gefolgt von Drilling, Straße, Flush, Paar und höchster Einzelkarte. Eine Straße schlägt damit einen Flush, weil sie bei drei Karten seltener vorkommt.

Da die Einsätze gegen die Bank gespielt werden, besitzt Three Card Poker einen mathematischen Hausvorteil. Darin unterscheidet es sich grundlegend von Texas Holdem, Omaha oder Stud, bei denen der Pot zwischen den Spielern ausgespielt wird. Three Card Poker und vergleichbare Bankspiele gehören eher zum Tischangebot der besten Online Casinos als zu klassischen Pokerräumen.

Welche Tischspiele verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Anbieter und dessen Softwarepartnern ab. Gerade neue Online Casinos kombinieren RNG Varianten häufig mit Live Tischen, an denen ein echter Dealer die Karten vor laufender Kamera ausgibt.

Caribbean Stud Poker

Beim Caribbean Stud Poker erhaltet ihr und der Dealer je fünf Karten. Ihr setzt zuerst ein Ante. Nach dem Blick auf eure Karten gebt ihr auf und verliert das Ante, oder ihr setzt einen Call in doppelter Höhe des Ante. Der Dealer qualifiziert sich mit Ass und König oder einem besseren Blatt.

Qualifiziert sich der Dealer nicht, wird das Ante 1 zu 1 ausgezahlt und der Call zurückgegeben. Qualifiziert er sich und ihr habt das bessere Blatt, zahlt das Ante 1 zu 1 und der Call nach einer Tabelle, die mit der Stärke des Blatts steigt. Üblich sind etwa 1 zu 1 für ein Paar, 5 zu 1 für einen Flush, 20 zu 1 für einen Vierling und 50 zu 1 für einen Straight Flush. Für den Royal Flush und die Höchstauszahlung legt jedes Casino eigene Werte fest. Optional gibt es eine Jackpot-Nebenwette.

Casino Hold'em

Casino Hold'em überträgt Texas Holdem auf das Spiel gegen die Bank. Ihr setzt ein Ante, erhaltet zwei Karten, und drei Gemeinschaftskarten werden aufgedeckt. Dann gebt ihr auf oder setzt einen Call in doppelter Höhe des Ante. Es folgen die letzten zwei Gemeinschaftskarten, und euer bestes Blatt aus sieben Karten wird mit dem des Dealers verglichen.

Der Dealer qualifiziert sich mit einem Paar Vieren oder besser. Qualifiziert er sich nicht, wird das Ante nach Tabelle ausgezahlt und der Call zurückgegeben. Die Ante-Tabelle zahlt für die meisten Blätter 1 zu 1 und steigt bis 100 zu 1 für einen Royal Flush. Die Nebenwette AA Bonus gewinnt, wenn eure zwei Karten und die ersten drei Gemeinschaftskarten mindestens ein Paar Asse ergeben.

Pai Gow Poker

Pai Gow Poker wird gegen die Bank gespielt und verbindet Pokerblätter mit dem chinesischen Dominospiel Pai Gow. Gespielt wird mit 52 Karten und einem Joker, der als Ass zählt oder eine Straße oder einen Flush vervollständigt. Jeder Spieler erhält sieben Karten und teilt sie in ein Blatt aus fünf Karten und ein Blatt aus zwei Karten auf. Das Fünferblatt muss dabei stärker sein als das Zweierblatt.

Gewinnen beide Blätter gegen die Bank, wird der Einsatz abzüglich einer Kommission von meist 5 Prozent ausgezahlt. Gewinnt nur eines der beiden Blätter, endet die Runde unentschieden, verlieren beide, geht der Einsatz an die Bank. Gleich starke Blätter gewinnt die Bank. Erfunden wurde Pai Gow Poker 1985 in Kalifornien.

Einsatzstrukturen und Tischformate richtig unterscheiden

Bezeichnungen wie No Limit, Pot Limit, Fixed Limit oder Heads up beschreiben keine eigenständigen Pokervarianten. Sie legen fest, wie gesetzt wird oder wie viele Teilnehmer gegeneinander spielen. Dieselbe Kartenvariante kann daher in mehreren Formaten angeboten werden.

Einsatzstrukturen und Tischformate richtig unterscheiden
BezeichnungBedeutungTypische Verwendung
No Limitbis zum gesamten eigenen Stack darf erhöht werdenvor allem Texas Holdem und Short Deck
Pot Limitdie maximale Erhöhung richtet sich nach der Größe des Potsvor allem Omaha
Fixed LimitEinsätze und Erhöhungen besitzen feste Stufenhäufig Stud, Razz und Omaha Hi Lo
Heads upgenau zwei Spieler treten gegeneinander anbei nahezu allen klassischen Varianten möglich
Cash GameChips besitzen einen festgelegten Geldwertoffene Spieldauer mit flexiblem Einstieg
Turnieralle beginnen mit Turnierchips und steigenden BlindsWettbewerb, bis ein Spieler alle Chips besitzt

No Limit ermöglicht jederzeit einen Einsatz des gesamten Stacks. Dadurch kann eine einzige Entscheidung über das Ausscheiden aus einem Turnier oder den Verlust des vollständigen Betrags am Tisch entscheiden. Pot Limit begrenzt die maximale Erhöhung auf die aktuelle Potgröße, kann bei großen Pots aber ebenfalls zu hohen Einsätzen führen.

Fixed Limit verwendet feste Einsatzstufen. Dadurch wird die Höhe einzelner Entscheidungen begrenzt, allerdings können sich durch mehrere Erhöhungen und zahlreiche gespielte Hände trotzdem erhebliche Gesamteinsätze ergeben.

Heads up als Spiel zu zweit

Heads up bezeichnet eine Partie zwischen genau zwei Spielern. Es handelt sich nicht um eine eigene Kartenvariante, denn Texas Holdem, Omaha, Stud und viele weitere Spiele können zu zweit ausgetragen werden.

Bei Texas Holdem zahlt der Spieler auf dem Button im Heads up den Small Blind. Vor dem Flop handelt er zuerst, nach dem Flop dagegen zuletzt. Der andere Spieler übernimmt den Big Blind.

Da nur zwei Hände gegeneinander antreten, gewinnen im Durchschnitt schwächere Kombinationen als an einem vollen Tisch. Wer zu zweit nur sehr starke Starthände spielt, steigt deshalb zu häufig aus und überlässt dem Gegner zu viele Blinds.

Welche Pokervariante passt zu welchem Spieler?

Für die Wahl einer Variante ist weniger entscheidend, welche Form allgemein als besonders anspruchsvoll gilt. Wichtiger ist, ob ein Spieler Gemeinschaftskarten, offene Informationen, Kartentausch oder besonders viele mögliche Kombinationen bevorzugt.

Welche Pokervariante passt zu welchem Spieler?
SpielwunschPassende VarianteWarum sie passt
möglichst einfach einsteigenFive Card Drawwenige Einsatzrunden und einfacher Kartentausch
die verbreitetste Variante lernenTexas Holdemviele Lernangebote und klare Grundstruktur
viele Draws und starke Blätter erlebenOmahavier Handkarten erzeugen zahlreiche Kombinationen
offene Karten beobachtenSeven Card Studgegnerische Karten liefern zusätzliche Informationen
ohne Gemeinschaftskarten spielenFive Card Draw oder Studjeder Spieler arbeitet mit einem eigenen Blatt
niedrige Blätter nutzenRazz oder Omaha Hi Lodie übliche Handwertung wird verändert
mehrere Varianten kombinierenHORSEunterschiedliche Pokerkenntnisse werden nacheinander verlangt
direkt gegen die Bank spielenThree Card Pokerkeine anderen Spieler und kein klassischer Pokerpot

Anfänger sollten zunächst eine einzige Variante sicher lernen. Blattrangfolge, Position und Einsatzrunden übertragen sich zwar teilweise auf andere Spiele, die Bewertung der tatsächlichen Handstärke jedoch nicht. Zwei Paare können bei Texas Holdem ein gutes Blatt sein, während dieselbe Kombination bei Omaha häufig bereits deutlich zu schwach ist.

Texas Holdem bietet den umfassendsten Einstieg, weil sich daran Gemeinschaftskarten, Position, Blinds und mehrere Einsatzrunden erklären lassen. Wer zunächst nur in einer privaten Runde spielen möchte, findet mit Five Card Draw eine einfachere Alternative. Omaha, Razz und Mixed Games eignen sich besser, sobald die klassische Blattrangfolge und der Ablauf einer Setzrunde bereits vertraut sind.

Häufige Fragen zu Pokervarianten

Viele Bezeichnungen beschreiben entweder eine Kartenvariante, eine Einsatzstruktur oder lediglich die Zahl der Teilnehmer. Die folgenden Antworten fassen die wichtigsten Unterschiede zusammen, ohne einzelne Sonderregeln miteinander zu vermischen.

Welche Pokervariante ist am beliebtesten?

Texas Holdem ist die am weitesten verbreitete Pokervariante. Sie wird als Cash Game, Turnier und Heads up gespielt und ist auch bei großen Live Turnieren das wichtigste Format.

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Texas Holdem und Omaha?

Bei Texas Holdem erhält jeder Spieler zwei Handkarten und darf sie beliebig mit dem Board kombinieren. Bei Omaha werden vier Handkarten ausgeteilt, von denen genau zwei zusammen mit genau drei Gemeinschaftskarten verwendet werden müssen.

Welche Pokervariante eignet sich am besten für Anfänger?

Five Card Draw besitzt den einfachsten Ablauf. Wer eine möglichst verbreitete Variante lernen möchte, sollte mit Texas Holdem beginnen.

Bei welcher Pokervariante gewinnt das niedrigste Blatt?

Bei Razz gewinnt grundsätzlich das niedrigste Blatt. Omaha Hi Lo teilt den Pot dagegen zwischen dem höchsten und einem qualifizierten niedrigen Blatt.

Ist Three Card Poker eine klassische Pokervariante?

Three Card Poker verwendet Pokerkombinationen, wird aber gegen die Bank gespielt. Es besitzt keine gewöhnlichen Einsatzrunden zwischen mehreren Spielern und zählt deshalb eher zu den Casinotischspielen.

Welche Pokerarten gibt es?

Die Pokerarten lassen sich in drei Familien einteilen: Community Card Poker wie Texas Holdem und Omaha, Stud Poker wie Seven Card Stud und Razz sowie Draw Poker wie Five Card Draw. Dazu kommen Mischformen wie HORSE und Casinovarianten gegen das Haus.

Bei welchem Kartenspiel gibt es die Variante Texas Holdem?

Texas Holdem ist eine Variante des Kartenspiels Poker. Jeder Spieler erhält zwei verdeckte Karten und bildet zusammen mit fünf offenen Gemeinschaftskarten das beste Blatt aus fünf Karten.

Hinweis: Poker um Geld ist Glücksspiel und kann zu finanziellen Problemen führen. Setzt immer nur Beträge ein, deren vollständigen Verlust ihr tragen könnt, und legt vor dem Spiel ein festes Budget sowie eine zeitliche Grenze fest. Welche Limits und Schutzregeln beim Poker online mit Echtgeld in Deutschland gelten, erklärt ein eigener Ratgeber.