Honga von HABA – Spielregeln

Spielanleitung & Spielbeschreibung

Honga ist ein zahmer Säbelzahntiger, der genau weiß, was er will und es auch einfordert. Damit macht er es den Spielern, die sich darum bemühen müssen, das Oberhaupt des Säbelzahntiger-Clans zu werden, ziemlich schwer. Wenn Honga nämlich Futter, Aufmerksamkeit und andere Dinge will, kann man schlecht losziehen, um Nahrung zu finden, mit anderen Dörfern in Kontakt zu treten und Göttern zu huldigen. Als (angehendes) Clan-Oberhaupt müssen die Spieler all diese Aufgaben unter einen Hut bekommen, weswegen es in „Honga“ von HABA vor allem um Taktik und Interaktion geht.
Falls Sie überlegen, ob Sie sich dieses anspruchsvolle Familienspiel des Autoren Günter Burkhardt, welches ca. 45 Minuten Spielzeit mitbringt, zulegen sollen, lesen Sie diesen Testbericht, in dem ich für Sie „Honga“ unter die Lupe genommen habe.

Verpackung und Lieferung des Familienspiels „Honga“ von HABA

Nach der Bestellung dauerte es nur wenige Werktage, bis „Honga“ geliefert wurde. Der Spielekarton ist mittelgroß, bringt ein bisschen Gewicht mit und zeigt auf dem Cover den frechen Säbelzahntiger Honga, der einen Fisch ergattert hat, während die Clan-Mitglieder hinter ihm sind. Einer ist sauer über den geklauten Fisch und die anderen beiden beschäftigen sich mit dem Auskundschaften der Umgebung des tropischen Paradieses.
Auf den Seiten des Kartons gibt es erste Spielehinweise:
  • Made in Germany
  • Ab 8 Jahren
  • 2-5 Spieler
Auf der Unterseite gibt es einen kurzen Einblick in das Spiel: „Der Säbelzahntiger-Clan sucht ein neues Oberhaupt! Aber nur, wer die meisten Vorräte sammelt, erfolgreich Tauschhandel betreibt und den alten Naturgöttern huldigt, erweist sich als würdig. Doch ihr dürft niemals und unter keinen Umständen vergessen, euch um HONGA zu kümmern! Denn wer den Säbelzahntiger vernachlässigt, dem frisst er die Vorräte weg.“
 
Dieser kleine Einblick ist zusätzlich auf US-Englisch übersetzt, ebenso wie die Hinweise auf die drei wichtigsten Punkte, auf die es im Spiel ankommt:
  1. „Platziere deine Aktionsscheibe taktisch klug auf dem Spielfeld.
  2. Achte auf HONGA (a) und führe deine gewählten Aktionen (b) aus.
  3. Nutze deine Ihre Möglichkeiten, um als Erster die geforderten Siegpunkte zu sammeln und werde neues Clan-Oberhaupt.“
In der Box befinden sich: 5 Spielertableaus, je 1 Spielfigur HONGA, Ablageplan, Spielplan, Mammutzahn und Startspielerstein Feuer, 30 Mammuts, 5 Urmenschen, 5 Wertungssteine, 20 Rohstoffmarker, 1 Spielanleitung 

Der Preis von „Honga“ von HABA 

„Honga“ kostet aktuell (Stand Juni 2019) – je nach Anbieter – zwischen 21,99 und 29,99 Euro. Im Onlineshop des Spieleverlags HABE wird es für derzeit (Stand Juni 2019) für 14,95 Euro angeboten.

Gestaltung des Familienspiels „Honga“ von HABA

Alle Teile des „Honga“-Spiels sind aus einem dicken Pappkarton gefertigt, der sehr stabil und langlebig wirkt. Die Honga-Spielfigur, die Mammuts, Rohstoffe und Marker sind aus lackiertem Holz in Grün, Gelb, Rot und Blau, wobei Honga ein richtiges Tierdesign bekommen hat und die anderen Teile eher minimalistisch gehalten sind.
 
Der Spielplan ist klappbar und zeigt eine Savannen-Landschaft mit Grünflächen, Wasserstellen, Höhlen und Zelten. Vom rechten oberen Rand über den unteren Rand in der Mitte bis zum Rand der oberen linken Seite sind die Felder 1-46 aufgezeichnet, auf denen sich die Spieler bewegen. Über das Spielfeld verteilt befinden sich verschieden markierte Ablageflächen für die Karten und Figuren. Alles in allem ist der Spielplan sehr liebevoll und detailliert gestaltet bzw. das Design gezeichnet. Es wirkt sehr ruhig und gibt einem ein angenehmes Gefühl beim Ansehen.

Der Ablageplan ist etwas unspektakulärer, denn er zeigt im Grunde nur einen Baum (oben), eine Wiese (Mitte) und ein Gebüsch (unten). 
 
Interessanter sind da schon die grauen Spielertableaus, welche im Stil einer Steintafel gehalten sind. Jedes hat ein anderes Porträt eines Urzeitmenschen, unter ihm ist ein Mammutprofil aufgedruckt. In das Spieletableaus eingefasst sind vier Leisten, die für die Rohstoffe Fisch, Beere, Pilz und Wasser stehen und entsprechend des Spieleverlaufs bestückt werden.

Die Spielvorbereitung des Familienspiels „Honga“ von HABA

Der Spielplan kommt in die Mitte der Spieler, der zweiteilige Ablageplan daneben. Die Spieler mischen die grauen und roten Aktionsscheiben jeweils getrennt und bilden mit ihnen zwei Ablagestapel, die verdeckt neben den Plan zu legen sind.
 
Nun müssen noch die Tauschkarten gemischt und als ebenfalls verdeckter Stapel auf den Spielplan gelegt werden. Dafür gibt es ein markiertes Feld. Die oberen drei Karten werden aufgedeckt und auf die drei dafür vorgesehenen Plätze auf dem Plan gelegt.
 
Jeder der Spieler erhält:
  • Spielertableut
  • 1 Rohstoffmarker jeder Kategorie
Die Rohstoffmarker finden ihren Platz auf der „1“, während der Wassertropfen auf der „0“ ruht.
 
Jeder Spieler kann auch eine Spielfarbe aussuchen, zu der er sich den passenden Urmenschen, Wertungsstein und sechs Mammuts nimmt und diese auf die unterste Stufe des Heiligen Berges bzw. in der Höhle bzw. auf dem Ablageplan ablegt. 

Der Mammutzahn kommt auf das Mammutfeld und Honga auf das Honga-Feld.

Der Spielablauf von „Honga“ 

Anfangen darf der Spieler mit den zotteligsten Haaren, danach geht es im Uhrzeigersinn weiter. Zu Beginn zieht jeder eine graue Aktionsscheibe.
 
Der Spieler, der an der Reihe ist, hat immer mehrere Aufgaben vor sich, die immer in derselben Reihenfolge durchgeführt werden.
  1. Aktionsscheibe legen
  2. Auf HONGA achten
  3. Aktionen ausführen
  4. Bonuskarten spielen
  5. Zug beenden und neue Aktionsscheibe ziehen
Der erste Zug besteht bei „Honga“ darin, die Aktionsscheibe auf eins der Ablagefelder zu legen, und zwar so, dass die darauf zu sehenden Hände auf die Aktionen zeigen. 
 
Der nächste Zug betrifft Honga. Der Spieler muss auf den Säbelzahntiger achten – zeigt wenigstens eine Hand auf ihn, bleibt er, wo er ist. Bei keiner Hand macht er sich auf den Weg zum Spieler, woraufhin er anfängt, die Rohstoffe aufzufressen – im schlimmsten Fall auch die Mammuts, wenn kein Fisch & Co. mehr vorhanden ist. Leider ist es nicht so einfach, den hungrigen Honga wieder loszuwerden – es sei denn, man sieht eine Bonuskarte oder ein anderer Spieler lockt ihn mit einer Aktionskarte zu sich.
 
Die Aktionsscheibe berechtigt zu einer von acht möglichen Aktionen, die auch mehrmals durchgeführt werden können. So kann man beispielsweise Pilze sammeln, aus der Quelle schöpfen, Mammuts anlocken, den alten Naturgöttern huldigen und noch einiges mehr, was das Überleben des Stammes sichert. Je nach Aktion ist das Tauschen von Rohstoffen, das Ziehen von Bonuskarten, das Sammeln von Mammutzähnen oder roten Aktionsscheiben oder das Sammeln von Siegpunkten möglich.
 
Nachdem sich Honga bedient hat, ist das Spielen der Aktionen und der Bonuskarten möglich. Diese haben unterschiedliche Vorteile wie beispielsweise Siegpunkte zu ergattern, Honga zu vertreiben, Aktionsscheiben zu ziehen und mehr.
 
Sobald diese Aufgaben erledigt sind, endet der Zug. Dann zieht man eine neue Aktionskarte und der nächste Spieler ist an der Reihe. Sollte der Spieler im Besitz eines Mammutzahns sein, darf es eine rote Aktionskarte sein, ansonsten eine graue.

Spielende

Sobald einer der Spieler 40, 35 bzw. 30 Punkte ergattert hat – wie viele Punkte das Ende besiegeln, hängt von der Anzahl der Spieler ab. Anschließend spielt die Runde noch bis zum Startspieler weiter – erst danach zählen alle ihre Siegpunkte. Derjenige, der die meisten hat, gewinnt.

Vorteile von „Honga“

  • Einfache Spielregeln
  • Sehr liebevolle Gestaltung
  • Langer Spielspaß
  • Ein absolutes Familienspiel, bei dem Jung und Alt zusammenspielen können
  • Ideal auch für mittelgroße Spielrunden
  • Ideal für Taktiker

Fazit zu „Honga“ von HABA

„Honga“ von HABA sieht auf den ersten Blick sehr kindlich aus, ist es aber gar nicht, denn auch Erwachsene können trotz des niedlichen Designs sehr viel Freunde an diesem Gesellschaftsspiel haben. Zumal es ab 8 Jahren empfohlen wird, weil ein gewisses taktisches Interesse und Verständnis nicht ganz unwichtig sind. Dennoch ist Taktik nicht so wichtig, dass die Regeln unverständlich werden – ganz im Gegenteil. Sie sind sehr einfach gehalten und somit schnell erlernt, was der Sinn eines Familienspiels ist. Auch die Interaktion mit den Mitspielern ist wichtig, wenngleich am Ende nur einer das Oberhaupt werden kann. Aufgrund der Größe kann „Honga“ auch auf Reisen mitgenommen werden, ohne viel Platz in Anspruch zu nehmen.

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