Slackline Regeln: Aufbau, Sicherheit und Wettkampf erklärt
Slackline ist eine Balancesportart auf einem Kunstfaser- oder Gurtband, das zwischen zwei festen Punkten gespannt ist und unter dem Körpergewicht nachgibt.
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Feste Regeln gibt es vor allem für Aufbau und Sicherheit: geeignete Befestigungspunkte, Baumschutz, zertifiziertes Material und die richtige Spannung. Im Wettkampf, dem Tricklining, bewertet eine Jury Sprünge und Tricks nach fünf Kriterien.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Band | meist 25 bis 30 mm breit, für Anfänger und Tricklines 35 bis 50 mm |
| Höhe | Lowline etwa knie- bis hüfthoch, Highline mit Sicherung |
| Befestigung | zwei feste Punkte wie Bäume, Pfosten oder Erdanker, mit Baumschutz |
| Wettkampf | World Slackline Federation seit 2011, 5 Bewertungskriterien |
| Art | Balancesport, Sportspiel |
Slackline Regeln in fünf Schritten
So baut ihr eine Slackline sicher auf und nutzt sie:
- Punkte wählen
Zwei stabile Befestigungspunkte suchen, etwa gesunde Bäume mit ausreichendem Stammumfang.
- Baum schützen
Einen Baumschutz zwischen Rinde und Band legen.
- Band befestigen
Das Band mit Schlaufe, Rundschlinge und Schäkel anschlagen und mit Ratsche oder Flaschenzug spannen.
- Höhe prüfen
Für Anfänger knie- bis hüfthoch über weichem Untergrund wie Gras oder Sand.
- Balancieren
Blick auf einen festen Punkt, Knie leicht gebeugt, Arme zum Ausgleichen nutzen.
Was ist Slackline?
Slackline bedeutet so viel wie schlaffe Leine. Anders als ein straff gespanntes Hochseil dehnt sich das Band unter Belastung, sodass der Balancepunkt ständig wandert und der Körper jede Bewegung ausgleichen muss. Der Sport entstand Anfang der 1980er Jahre unter Kletterern im Yosemite-Nationalpark und verbreitete sich ab der Jahrtausendwende weltweit.
Slackline-Arten
Je nach Höhe, Länge und Spannung unterscheidet man mehrere Arten:
- Lowline oder Trickline: niedrig über weichem Boden, ideal für Einsteiger und Tricks.
- Longline: besonders lang, schwingt stark und wird von Profis aufgebaut.
- Rodeoline: locker durchhängend, ohne Spannung.
- Highline: in großer Höhe, nur mit Sicherungsschlinge.
- Waterline: über Wasser mit geeigneter Tiefe und weichem Grund.
- Jumpline: straff bis Brusthöhe gespannt, meist höchstens 15 m lang, für Sprünge.
Regeln für Aufbau und Sicherheit
Befestigung
Eine Slackline braucht zwei feste Befestigungspunkte. Bei Bäumen sind breite Bänder und ein Baumschutz zwischen Rinde und Band nötig, etwa ein Teppichstück, eine Matte oder spezieller Kambiumschutz. Angeschlagen wird mit vernähten Hebebändern oder Rundschlingen und einem Schäkel, gespannt mit Flaschenzug, Spanngurtratsche oder Hebelzug. Einfache Zweiteiler-Sets mit Ratsche lassen sich auch ohne Vorkenntnisse aufbauen.
Material und Bruchlast
Für Slacklines nur zertifiziertes Material verwenden. Stahlkarabiner und Schäkel halten die Belastung aus; Aluminiumkarabiner aus dem Klettersport eignen sich höchstens für locker gespannte Lines, nicht für Longlines, Highlines oder Jumplines. Karabiner aus dem Baumarkt ohne Zertifikat sind nicht geeignet.
Spannung
Elastische Bänder eignen sich bis etwa 30 m Länge, darüber sind weniger dehnbare Bänder ratsam. Die Spannkraft einer langen Line kann ein Vielfaches des Körpergewichts betragen, deshalb Longlines nur mit Erfahrung aufbauen.
Slackline Wettkampfregeln
Seit 2011 organisiert die World Slackline Federation Wettbewerbe im Tricklining und stellt geprüfte Juroren. Sprünge und Tricks werden nach fünf Kriterien bewertet:
- Schwierigkeit der Tricks
- technische Qualität der Ausführung
- Vielfalt der gezeigten Tricks
- Höhe der Sprünge
- Gesamteindruck der Performance
Weitere Sportregeln findet ihr zum Beispiel bei Hochsprung Regeln.