Caesar und Cleopatra Spiel Anleitung: Regeln für das Kartenspiel
Caesar und Cleopatra ist ein Kartenspiel für 2 Spieler ab 10 Jahren von Wolfgang Lüdtke bei Kosmos: Caesar und Cleopatra werben mit Einflusskarten um 21 Patrizier in fünf Gruppen.
Stand · Redaktionell geprüft
- 2 Spieler
- ab 10 Jahren
- ca. 40 Min.

Am Ende jedes Zuges wird eine Vertrauensfrage aufgedeckt, und an der genannten Gruppe gewinnt der größere Einfluss einen Patrizier. Mehrheiten, ganze Gruppen und ein geheimer Einflussbonus bringen Zusatzpunkte; die meisten Siegpunkte entscheiden über Ägyptens Unabhängigkeit.
| Spieler | 2 |
|---|---|
| Alter | ab 10 Jahren |
| Dauer | etwa 40 Minuten |
| Verlag | Kosmos, Art.-Nr. 691103 |
| Autor | Wolfgang Lüdtke |
| Illustration | Franz Vohwinkel |
| Material | je 37 Einfluss- und 13 Aktionskarten, 21 Patrizier, 8 Vertrauensfragen, 6 Einflussbonus-Karten |
| Ziel | die meisten Siegpunkte durch gewonnene Patrizier |
| Spielart | Kartenspiel, Strategiespiel für zwei |

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Caesar und Cleopatra Spielablauf in fünf Schritten
So läuft ein Zug bei Caesar und Cleopatra ab:
- Einfluss anlegen
Legt 1 Einflusskarte verdeckt oder 2 Karten offen an eure Seite einer oder zweier Patrizier-Gruppen.
- Aktion spielen
Vor oder nach dem Anlegen dürft ihr eine Aktionskarte spielen, etwa Spion, Anschlag oder Veto.
- Hand auffüllen
Füllt die Hand auf 5 Karten auf, wahlweise vom Einfluss- oder vom Aktionsstapel. Mindestens 1 Einflusskarte muss auf der Hand bleiben.
- Vertrauensfrage
Deckt die oberste Vertrauensfrage auf. An der genannten Gruppe werden alle verdeckten Karten aufgedeckt und die Einflusswerte addiert.
- Patrizier gewinnen
Der größere Einfluss gewinnt den obersten Patrizier. Der Gewinner legt dort seine höchste, der Verlierer seine niedrigste Einflusskarte ab.
Was ist Caesar und Cleopatra?
Caesar und Cleopatra ist ein taktisches Kartenduell aus der Kosmos-Reihe für zwei Spieler: Caesar will Ägypten unter römische Verwaltung stellen, Cleopatra die Unabhängigkeit sichern, und beide brauchen dafür die Stimmen der Patrizier. Beide Seiten haben dieselben Karten; es kommt darauf an, wer sie geschickter einsetzt. Spannung entsteht durch verdeckt angelegte Karten, die zufällige Reihenfolge der Vertrauensfragen und Sonderkarten wie den Philosophen, der das Ergebnis umkehrt.
Spielmaterial
Die Schachtel enthält neutrale Karten und zwei identische Spielerkartensätze:
- 21 Patrizier in 5 Gruppen: 5 Praetoren, 5 Quaestoren, 5 Senatoren, 3 Aedilen und 3 Zensoren
- 8 Vertrauensfragen, darunter 3 Karten Orgie
- 6 Karten Einflussbonus: je 2 für Praetoren, Quaestoren und Senatoren
- je 37 Einflusskarten mit Werten von 1 bis 5 oder einem P für Philosoph
- je 13 Aktionskarten
Caesar und Cleopatra Regeln im Detail
Spielvorbereitung
Die Patrizier liegen nach Gruppen getrennt offen in der Tischmitte, daneben der gemischte, verdeckte Stapel Vertrauensfrage. Jeder erhält verdeckt eine Karte Einflussbonus, die übrigen kommen unbesehen aus dem Spiel. Aus den Einflusskarten sucht jeder zweimal die Werte 1 bis 5 heraus: Fünf davon legt er verdeckt an seine Seite der Gruppen, je eine pro Gruppe, die anderen fünf sind seine Starthand. Die restlichen Einflusskarten und die Aktionskarten bilden zwei verdeckte Nachziehstapel. Cleopatra beginnt.
Grenzen beim Anlegen
An einer Seite einer Patrizier-Gruppe dürfen höchstens 5 eigene Karten liegen, an einer Gruppe insgesamt höchstens 8. Liegen dort 8 Karten, kommt es sofort zu einer außerordentlichen Vertrauensfrage, noch vor dem Nachziehen. Eigene verdeckte Karten darf man jederzeit ansehen.
Die Vertrauensfrage
Bei einer Vertrauensfrage werden alle verdeckten Karten der Gruppe aufgedeckt, und jeder addiert seine Einflusswerte. Der größere Einfluss gewinnt den obersten Patrizier; bei Gleichstand ist die Entscheidung vertagt. Danach legt der Gewinner seine höchste und der Verlierer seine niedrigste Einflusskarte an dieser Gruppe ab, die übrigen bleiben offen liegen. Wird eine Karte Orgie aufgedeckt, gibt es keine Befragung; bei einer Orgie mit dem Zusatz Bitte mischen werden alle Vertrauensfragen neu gemischt.
Der Philosoph
Liegt an einer Gruppe ein Philosoph, gewinnt nicht der größere, sondern der kleinere Einfluss. Je ein Philosoph auf beiden Seiten heben sich auf; zwei Philosophen auf derselben Seite zählen wie einer. Nach der Wertung kommen alle beteiligten Philosophen aus dem Spiel.
Spielende und Wertung
Das Spiel endet, wenn alle Patrizier gewonnen sind oder beide Spieler keine Einflusskarten mehr spielen können. Gewertet wird so:
- Jeder gewonnene Patrizier zählt 1 Siegpunkt.
- Die Mehrheit in einer Gruppe, also 3 von 5 oder 2 von 3, bringt 1 Siegpunkt extra.
- Alle Patrizier einer Gruppe bringen 1 weiteren Siegpunkt.
- Die erfüllte Karte Einflussbonus bringt 2 Siegpunkte.
Wer die meisten Siegpunkte hat, gewinnt; bei Gleichstand der Spieler mit mehr Patriziern.
Die Aktionskarten
Jeder Spieler hat 13 Aktionskarten in sechs Arten:
- Ägyptische oder Römische Rochade (2): eigene Karten an zwei Gruppen neu verteilen.
- Anschlag (4): eine offen liegende Einflusskarte des Gegners entfernen.
- Veto (2): eine gegnerische Aktionskarte sofort verhindern, die einzige Karte, die im gegnerischen Zug gespielt werden darf.
- Kundschafter (2): alle Karten des Gegners an einer Gruppe aufdecken.
- Spion (2): die Handkarten des Gegners ansehen und eine aus dem Spiel nehmen.
- Zorn der Götter (1): alle Einflusskarten an einer Gruppe entfernen, eigene und gegnerische.
Für die erste Partie empfiehlt die Anleitung, die Aktionskarten einfach gemischt zu nutzen; erfahrene Spieler dürfen ihren Stapel in einer selbst gewählten Reihenfolge sortieren.
Caesar und Cleopatra Spielanleitung als PDF
Die Kosmos-Anleitung mit allen Sonderfällen und Beispielen könnt ihr hier lesen und herunterladen:
Caesar und Cleopatra Spielanleitung als PDFCaesar und Cleopatra im Video
Wissenswertes zu Caesar und Cleopatra
Die vorliegende Anleitung trägt den Vermerk 1997, 2010 Kosmos. Als Variante schlägt sie vor, vor dem Spiel eine Karte Orgie aus dem Stapel der Vertrauensfragen zu entfernen, falls zu viele Orgien im Spiel sind; die Karte mit Bitte mischen bleibt dabei im Stapel. Ein weiteres Kartenspiel für zwei aus derselben Reihe ist Lost Cities.