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Lotto 6aus49 Anleitung: Regeln, Superzahl und Gewinnklassen

LOTTO 6aus49 gehört zu den bekanntesten Lotterien in Deutschland. Das Grundprinzip ist seit Jahrzehnten nahezu unverändert: In jedem Tippfeld werden sechs Zahlen aus 1 bis 49 ausgewählt. Bei der Ziehung werden sechs Gewinnzahlen sowie eine zusätzliche Superzahl ermittelt.

Stand  · Redaktionell geprüft ·

  • ab 18 Jahren
6 aus 49 Spielregeln

Je mehr Zahlen eines Tipps übereinstimmen, desto höher ist die erreichbare Gewinnklasse.

Kurzfakten zu Lotto 6aus49
Zahlen6 aus 49 je Tippfeld, dazu die Superzahl von 0 bis 9 (letzte Ziffer der Losnummer)
ZiehungenMittwoch 18:25 Uhr und Samstag 19:25 Uhr
Einsatz1,20 Euro je Tippfeld und Ziehung, dazu eine Bearbeitungsgebühr je nach Bundesland
Gewinnklassen9, ab 2 Richtigen mit Superzahl
Jackpotchance1 zu 139.838.160
Maximaler Jackpot50 Millionen Euro
Mindestalter18 Jahre
ZusatzlotterienSpiel 77, SUPER 6, GlücksSpirale
6 aus 49 Spielregeln

Ein einzelnes Tippfeld kostet aktuell 1,20 Euro je Ziehung zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr der jeweiligen Landeslotteriegesellschaft. Ziehungen finden jeden Mittwoch und Samstag statt. Für den Jackpot werden sechs richtige Gewinnzahlen und die passende Superzahl benötigt. Die mathematische Chance darauf beträgt 1 zu 139.838.160.

Lotto spielen in fünf Schritten

So spielt man Lotto 6aus49:

  1. Zahlen wählen

    Kreuzt in einem Tippfeld sechs Zahlen von 1 bis 49 an oder lasst einen Quicktipp erstellen.

  2. Ziehungstag wählen

    Legt fest, ob der Tipp am Mittwoch, am Samstag oder an beiden Tagen teilnimmt.

  3. Laufzeit festlegen

    Spielt eine Ziehung, mehrere Wochen oder ein Dauerspiel.

  4. Zusatzlotterien ankreuzen

    Wählt bei Bedarf Spiel 77, SUPER 6 oder die GlücksSpirale dazu.

  5. Abgeben und Quittung prüfen

    Gebt den Schein in der Annahmestelle oder online ab und kontrolliert Zahlen, Ziehungstage und Laufzeit auf der Quittung.

Lotto 6aus49 Regeln: Lottozahlen und Superzahl

Jedes Tippfeld enthält die Zahlen von 1 bis 49. Davon werden genau sechs ausgewählt. Die Reihenfolge der angekreuzten Zahlen spielt keine Rolle. Ein Tipp mit 3, 12, 18, 26, 34 und 47 ist deshalb identisch, unabhängig davon, in welcher Reihenfolge die Zahlen markiert wurden.

Neben den sechs Gewinnzahlen gibt es die Superzahl. Sie besteht aus einer Ziffer zwischen 0 und 9 und entspricht der letzten Stelle der Spielscheinnummer beziehungsweise Losnummer. Zusammen ergeben Gewinnzahlen und Superzahl die insgesamt neun Gewinnklassen.

Wie spielt man Lotto 6aus49?

Für einen normalen Tipp werden zunächst sechs unterschiedliche Zahlen aus dem Bereich 1 bis 49 gewählt. Diese sechs Zahlen bilden einen vollständigen Tipp. Wer mehrere Tippfelder ausfüllt, nimmt mit mehreren voneinander unabhängigen Zahlenkombinationen an derselben Ziehung teil.

Ein Spielschein besitzt abhängig von der Landeslotteriegesellschaft unterschiedliche Kapazitäten. Der klassische Spielschein bietet je nach Bundesland 12 bis 18 Tippfelder, online gelten teilweise andere Grenzen. Es ist nicht notwendig, sämtliche Felder auszufüllen. Bezahlt werden nur die tatsächlich abgegebenen Tipps sowie die Bearbeitungsgebühr.

1. Sechs Lottozahlen auswählen

In einem Tippfeld werden sechs Zahlen markiert. Wer seine Zahlen nicht selbst bestimmen möchte, kann einen Quicktipp beziehungsweise Zufallstipp verwenden. Dabei erstellt das System automatisch eine zufällige Sechserkombination.

Mathematisch besteht zwischen einem selbst ausgefüllten Tipp und einem zufällig erzeugten Tipp kein Unterschied. Jede konkrete Sechserkombination besitzt dieselbe Wahrscheinlichkeit, gezogen zu werden.

2. Ziehungstag auswählen

LOTTO 6aus49 wird zweimal pro Woche gezogen. Spieler können ausschließlich an der Mittwochsziehung, ausschließlich am Samstag oder an beiden Ziehungen teilnehmen.

Wer denselben Tipp an beiden Tagen spielen lässt, bezahlt ihn auch zweimal. Ein Tippfeld zu 1,20 Euro kostet für Mittwoch und Samstag zusammen deshalb 2,40 Euro zuzüglich der Bearbeitungsgebühr des Spielauftrags.

3. Laufzeit festlegen

Ein Spielschein kann je nach Angebot für mehrere aufeinanderfolgende Wochen abgegeben werden. Üblich sind eine einzelne Ziehung, Mehrwochenscheine mit bis zu fünf Wochen und ein Dauerspiel. Einzelne Bundesländer bieten weitere Laufzeiten an. Beim Dauerspiel wird die Teilnahme automatisch fortgeführt, bis sie beendet wird.

Gerade bei mehreren Tippfeldern und beiden Ziehungstagen sollte deshalb der Gesamtpreis geprüft werden. Ein kleiner Einsatz je Feld kann sich über mehrere Ziehungen und Wochen deutlich summieren.

4. Zusatzlotterien auswählen

Auf dem LOTTO-6aus49-Spielauftrag lassen sich zusätzlich Spiel 77 und SUPER 6 sowie in vielen Bundesländern auch die GlücksSpirale auswählen. Diese Spiele verwenden zwar dieselbe Losnummer, sind aber eigenständige Lotterien mit eigenen Einsätzen und Gewinnplänen.

Sie verändern weder die Gewinnwahrscheinlichkeit noch die Gewinnhöhe des eigentlichen LOTTO-6aus49-Tipps. Wer eine Zusatzlotterie auswählt, kauft zusätzliche Gewinnchancen in einem separaten Spiel.

5. Spielschein abgeben und Quittung prüfen

In der Annahmestelle wird der ausgefüllte Spielschein eingelesen, online wird der Spielauftrag im Spielkonto bestätigt. Erst danach nimmt der Tipp an der Ziehung teil. Die Spielquittung sollte direkt nach Erhalt kontrolliert werden: Stimmen Zahlen, Ziehungstage, Laufzeit und Zusatzlotterien mit dem gewünschten Spielauftrag überein?

Wie funktioniert die Superzahl?

Die Superzahl wird nicht innerhalb des Zahlenfeldes von 1 bis 49 angekreuzt. Sie entspricht der letzten Ziffer der Spielscheinnummer beziehungsweise Losnummer. Anschließend wird bei jeder LOTTO-Ziehung zusätzlich zu den sechs Gewinnzahlen eine Superzahl von 0 bis 9 ausgelost.

Lautet die Spielscheinnummer beispielsweise auf 1234567, ist die Superzahl dieses Scheins die 7. Wird anschließend ebenfalls die 7 als Superzahl gezogen, stimmt dieser Teil des Tipps überein.

Online lässt sich die Losnummer verändern

Die häufige Aussage, die Superzahl könne grundsätzlich überhaupt nicht ausgewählt werden, ist inzwischen zu pauschal. Bei der Online-Teilnahme lässt sich die Losnummer ändern oder zufällig neu erzeugen. Da deren letzte Ziffer die Superzahl bestimmt, kann damit auch eine gewünschte Superzahl festgelegt werden.

Das bringt allerdings keinen mathematischen Vorteil. Jede Ziffer von 0 bis 9 besitzt dieselbe Wahrscheinlichkeit von 1 zu 10. Eine bestimmte Superzahl ist deshalb nicht besser als eine andere.

Warum macht die Superzahl den Jackpot so viel unwahrscheinlicher?

Für sechs Richtige ohne Berücksichtigung der Superzahl gibt es 13.983.816 mögliche Sechserkombinationen aus 49 Zahlen. Um zusätzlich die richtige Superzahl zu treffen, kommt noch eine von zehn möglichen Ziffern hinzu.

Deshalb liegt die Chance auf sechs Richtige ohne passende Superzahl bei 1 zu 15.537.573, während sechs Richtige plus Superzahl nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 139.838.160 auftreten.

Welche Gewinnklassen gibt es bei Lotto 6aus49?

Ein Gewinn beginnt bereits bei zwei richtigen Zahlen plus Superzahl. Die höchste Gewinnklasse verlangt sechs richtige Zahlen und die passende Superzahl. Wer nur die Superzahl oder eine richtige Zahl plus Superzahl trifft, gewinnt bei LOTTO 6aus49 nichts. Die Superzahl zählt erst zusammen mit mindestens zwei richtigen Gewinnzahlen.

Welche Gewinnklassen gibt es bei Lotto 6aus49?
GewinnklasseTrefferChance 1 zu
16 Richtige + Superzahl139.838.160
26 Richtige15.537.573
35 Richtige + Superzahl542.008
45 Richtige60.223
54 Richtige + Superzahl10.324
64 Richtige1.147
73 Richtige + Superzahl567
83 Richtige63
92 Richtige + Superzahl76

Interessant ist der Vergleich der letzten beiden Klassen. Drei Richtige treten mit ungefähr 1 zu 63 häufiger auf als zwei Richtige plus Superzahl mit ungefähr 1 zu 76. Die Nummerierung der Gewinnklassen entspricht deshalb nicht einfach einer durchgehenden Rangfolge nach Trefferwahrscheinlichkeit.

Nur Gewinnklasse 9 besitzt einen festen Gewinnbetrag

Für zwei Richtige plus Superzahl werden seit dem 23. September 2020 fest 6 Euro ausgezahlt. In den übrigen Gewinnklassen hängt die tatsächliche Quote von der für diese Klasse verfügbaren Ausschüttung und von der Zahl der Gewinner ab.

Treffen beispielsweise mehrere Teilnehmer den Jackpot, teilen sie sich den verfügbaren Betrag. Deshalb steht vor einer Ziehung zwar die Höhe des Jackpots fest, nicht aber zwangsläufig der Betrag, den ein einzelner Gewinner tatsächlich erhält.

Wie wird das Lotto-Geld auf die Gewinnklassen verteilt?

Bei LOTTO 6aus49 werden insgesamt 50 Prozent der Spieleinsätze als Gewinne ausgeschüttet. Dieser Betrag wird nach einem festgelegten Gewinnplan auf die verschiedenen Klassen verteilt.

Die Aufteilung erfolgt in drei Schritten. Zuerst werden die festen Gewinne der Gewinnklasse 9 abgezogen. Vom verbleibenden Betrag erhält Gewinnklasse 1 dann 15 Prozent. Der Rest wird nach festen Anteilen auf die Gewinnklassen 2 bis 8 verteilt, den größten Anteil erhält mit 41,1 Prozent Gewinnklasse 8 mit drei Richtigen.

Wie wird das Lotto-Geld auf die Gewinnklassen verteilt?
GewinnklasseTrefferAusschüttungsanteil
16 + Superzahl15,0 %
2615,0 %*
35 + Superzahl5,2 %*
4515,5 %*
54 + Superzahl4,3 %*
6410,2 %*
73 + Superzahl8,7 %*
8341,1 %*
92 + Superzahlfester Gewinn von 6 €

*Anteil an dem Betrag, der nach Abzug der festen Gewinne in Gewinnklasse 9 und des Anteils für Gewinnklasse 1 verbleibt.

Wie funktioniert der Lotto-Jackpot?

Der Jackpot befindet sich in Gewinnklasse 1. Er wird nur von Tipps mit sechs richtigen Zahlen und der passenden Superzahl gewonnen. Bleibt diese Klasse unbesetzt, wird der dafür vorgesehene Betrag grundsätzlich in die folgende Ziehung übertragen.

Seit dem 1. November 2023 gelten neue Regeln. Der Maximal-Jackpot bei LOTTO 6aus49 beträgt 50 Millionen Euro, in Gewinnklasse 1 werden mindestens 1 Million Euro ausgeschüttet. Die frühere Zwangsausschüttung, bei der ein gedeckelter Jackpot an die nächstniedrigere Gewinnklasse ging, gibt es nicht mehr.

50 Millionen Euro können über viele Ziehungen stehen bleiben

Erreicht der Jackpot 50 Millionen Euro und niemand trifft Gewinnklasse 1, wird das Geld nicht automatisch an Gewinnklasse 2 weitergereicht. Der Maximal-Jackpot bleibt bestehen, bis mindestens ein Tipp sechs Richtige plus Superzahl erzielt.

Das war 2026 praktisch zu beobachten. Ab dem 27. Mai 2026 stand der Jackpot bei 50 Millionen Euro. Erst am 15. August 2026 traf ein einzelner Tipp aus Thüringen sechs Richtige plus Superzahl und gewann 50 Millionen Euro, den bisher höchsten Einzelgewinn bei LOTTO 6aus49.

Beträge, die in dieser Zeit über den Maximal-Jackpot hinaus anfallen, bleiben als Überlauf in Gewinnklasse 1. Sie werden in der ersten Ziehung nach dem Jackpotgewinn zusätzlich in Gewinnklasse 1 ausgeschüttet. So erhielten am 19. August 2026 drei Gewinner der Gewinnklasse 1 jeweils rund 16,7 Millionen Euro.

Was kostet Lotto 6aus49?

Ein normales Tippfeld kostet 1,20 Euro je Ziehung. Zusätzlich erhebt die jeweilige Landeslotteriegesellschaft eine Bearbeitungsgebühr pro Spielauftrag. Deren Höhe kann je nach Bundesland, Vertriebsweg und Laufzeit unterschiedlich ausfallen.

Wer beispielsweise drei Tippfelder sowohl am Mittwoch als auch am Samstag spielt, kommt auf:

3 Tippfelder × 2 Ziehungen × 1,20 Euro = 7,20 Euro Spieleinsatz

Dazu kommt die Bearbeitungsgebühr des Spielauftrags. Zusatzlotterien erhöhen den Gesamtpreis zusätzlich.

Spiel 77 und SUPER 6 kosten extra

Spiel 77 kostet aktuell 2,50 Euro je Ziehung. Die Zusatzlotterie verwendet die siebenstellige Spielscheinnummer und besitzt sieben Gewinnklassen. Für den Höchstgewinn müssen alle sieben Ziffern mit der gezogenen Gewinnzahl übereinstimmen. Der Jackpot startet bei mindestens 177.777 Euro und ist seit dem 1. November 2023 auf 10 Millionen Euro begrenzt.

Die Regeln von Spiel 77 funktionieren damit vollkommen anders als die Auswahl von sechs Zahlen beim normalen Lotto.

SUPER 6 kostet 1,25 Euro je Ziehung. Hier werden die letzten sechs Ziffern der Spielscheinnummer mit einer sechsstelligen Gewinnzahl verglichen. Der Höchstgewinn beträgt 100.000 Euro. Die SUPER-6-Regeln sehen sechs Gewinnklassen mit festen Beträgen vor.

Auch die GlücksSpirale hat einen eigenen Gewinnplan

Die GlücksSpirale kann in vielen Bundesländern ebenfalls zusammen mit einem Lottoschein gespielt werden. Ein reguläres Los kostet 5 Euro je Woche. Die Gewinnermittlung erfolgt über Gewinnzahlen und die Losnummer.

Der Höchstgewinn besteht seit dem 7. Juni 2025 aus 1,2 Millionen Euro sofort plus 5.000 Euro monatlich für 20 Jahre, insgesamt also 2,4 Millionen Euro. Damit unterscheiden sich die Regeln der GlücksSpirale deutlich von den früheren reinen Rentenmodellen.

Wie funktioniert ein Lotto-Systemschein?

Bei einem normalen Tipp werden exakt sechs Zahlen ausgewählt. Ein Systemschein erlaubt eine größere Zahlenauswahl und erstellt daraus automatisch mehrere unterschiedliche Sechserkombinationen.

Dadurch werden gleichzeitig mehrere reguläre Lotto-Tipps gespielt. Entsprechend steigen sowohl die Zahl der möglichen Treffer als auch der Spieleinsatz.

Vollsystem: alle Kombinationen werden gespielt

Beim Vollsystem werden aus sieben bis zwölf ausgewählten Zahlen sämtliche möglichen Sechserkombinationen gebildet. Aus sieben Zahlen entstehen sieben Tipps. Bei acht Zahlen sind es bereits 28 und bei zwölf Zahlen 924 unterschiedliche Sechserkombinationen.

Vollsystem: alle Kombinationen werden gespielt
VollsystemKombinationenEinsatz je Ziehung
7 Zahlen78,40 €
8 Zahlen2833,60 €
9 Zahlen84100,80 €
10 Zahlen210252,00 €
11 Zahlen462554,40 €
12 Zahlen9241.108,80 €

Die Bearbeitungsgebühr und mögliche Zusatzlotterien kommen noch hinzu. Nicht jede Landeslotteriegesellschaft bietet online sämtliche Vollsysteme bis zwölf Zahlen an. Die verfügbaren Varianten unterscheiden sich zwischen den Bundesländern.

Teilsystem: weniger Kombinationen und geringerer Einsatz

Bei einem Teilsystem wird nur eine mathematisch definierte Auswahl aus sämtlichen möglichen Sechserkombinationen gespielt. Dadurch sinkt der Einsatz erheblich. Gleichzeitig sinkt gegenüber dem Vollsystem auch die Abdeckung möglicher Trefferkombinationen.

Ein System verändert dabei nicht die Wahrscheinlichkeit des einzelnen Tipps. Es kauft schlicht mehrere unterschiedliche Kombinationen gleichzeitig. Wer beispielsweise 28 Kombinationen spielt, besitzt 28 einzelne Chancen statt einer einzigen, bezahlt aber auch 28 Einsätze.

Wann ist Annahmeschluss für Lotto 6aus49?

Die Ziehungen finden mittwochs um 18:25 Uhr und samstags um 19:25 Uhr statt. Der Spielauftrag muss vorher angenommen worden sein.

Beim Online-Annahmeschluss gibt es kleine Unterschiede zwischen den Bundesländern. In den meisten Ländern endet die Annahme mittwochs um 18:00 Uhr und samstags um 19:00 Uhr. In einzelnen Annahmestellen kann die Frist einige Minuten früher enden.

Maßgeblich ist immer die Frist der eigenen Landeslotteriegesellschaft beziehungsweise der Annahmestelle.

Wie läuft die Ziehung der Lottozahlen ab?

Bei jeder Ziehung befinden sich 49 Kugeln mit den Zahlen 1 bis 49 im Ziehungsgerät. Daraus werden nacheinander sechs Gewinnzahlen gezogen. Anschließend wird die Superzahl in einem separaten Gerät aus zehn Kugeln mit den Ziffern 0 bis 9 ermittelt.

Die Ziehung findet unter behördlicher Aufsicht statt. Die Kugeln und Geräte werden kontrolliert und das Ergebnis anschließend protokolliert.

Die letzte Ziehung im Fernsehen lief am 29. Juni 2013. Seit Juli 2013 werden die Ziehungen mittwochs und samstags live auf LOTTO.de gestreamt.

Wie werden Lottogewinne ausgezahlt?

Die konkrete Auszahlung hängt von der Landeslotteriegesellschaft, der Gewinnhöhe und davon ab, ob online oder anonym in einer Annahmestelle gespielt wurde.

Bei einer Online-Teilnahme sind Tipp und Spielkonto eindeutig dem registrierten Spieler zugeordnet. Gewinne können dadurch automatisch dem Spielkonto beziehungsweise dem hinterlegten Bankkonto zugeordnet werden.

Wer anonym in einer Annahmestelle spielt, sollte dagegen die Spielquittung sorgfältig aufbewahren. Sie ist der entscheidende Nachweis für die Teilnahme und damit für einen späteren Gewinnanspruch.

Bei größeren Gewinnen gelten andere Abläufe

Kleine Gewinne können abhängig vom Bundesland direkt in einer Annahmestelle ausgezahlt werden. Bei größeren Beträgen erfolgt normalerweise eine zentrale Bearbeitung und Überweisung auf ein Bankkonto.

Auch Schwellenwerte und Bearbeitungsabläufe unterscheiden sich zwischen den Landeslotteriegesellschaften. Deshalb sollten Gewinner bei größeren Beträgen direkt die Bedingungen der Gesellschaft prüfen, bei der der Spielvertrag abgeschlossen wurde.

Muss ein Lottogewinn versteuert werden?

Ein privater Lottogewinn gehört in Deutschland grundsätzlich nicht zu den einkommensteuerpflichtigen Einkünften. Ein Gewinn von beispielsweise einer Million Euro wird deshalb nicht allein aufgrund des Lottogewinns mit Einkommensteuer belastet.

Steuerpflichtig können dagegen spätere Erträge aus dem gewonnenen Vermögen werden. Wird ein Teil des Gewinns beispielsweise verzinst angelegt oder investiert und entstehen daraus steuerpflichtige Kapitalerträge, gelten dafür die normalen steuerlichen Regeln.

Der ursprüngliche Lottogewinn und die später daraus erzielten Einkünfte müssen deshalb getrennt betrachtet werden.

Welche Lottozahlen sollte man wählen?

Keine bestimmte Zahlenkombination erhöht die Wahrscheinlichkeit, gezogen zu werden. Jede der möglichen Sechserkombinationen besitzt exakt dieselbe Chance. Das gilt auch für vermeintlich ungewöhnliche Reihen wie 1, 2, 3, 4, 5 und 6.

Auch frühere Ziehungen helfen bei der Vorhersage nicht. Dass eine bestimmte Zahl lange nicht gezogen wurde, macht sie bei der nächsten Ziehung nicht wahrscheinlicher. Jede Ziehung ist ein neues unabhängiges Zufallsereignis.

Beliebte Zahlen können nur die spätere Gewinnquote beeinflussen

Eine Besonderheit entsteht erst nach einem Treffer. Da sich mehrere Gewinner derselben Gewinnklasse die verfügbare Ausschüttung teilen, kann die Zahl der Mitgewinner die individuelle Gewinnhöhe verändern.

Viele Spieler wählen Geburtstage und andere Kalenderdaten, die sich auf den Bereich bis 31 beschränken. Auch optische Muster, Reihen oder besonders auffällige Zahlenfolgen werden überdurchschnittlich häufig gespielt. Wer solche Muster vermeidet, erhöht damit nicht seine Trefferwahrscheinlichkeit. Im Gewinnfall kann aber die Wahrscheinlichkeit sinken, den entsprechenden Betrag mit besonders vielen anderen Spielern teilen zu müssen.

Ein Quicktipp vermeidet solche bewussten Auswahlmuster automatisch. Mathematisch besitzt er ansonsten keinen Vorteil gegenüber selbst gewählten Zahlen.

Wie unterscheidet sich Lotto 6aus49 von Eurojackpot und Keno?

LOTTO 6aus49 ist nur eine von mehreren großen Zahlenlotterien. Die Spiele unterscheiden sich bei Zahlenbereichen, Ziehungstagen, Jackpotgrößen und Gewinnplänen.

LOTTO 6aus49 und Eurojackpot

Beim Eurojackpot werden fünf Zahlen aus 50 und zusätzlich zwei Eurozahlen aus zwölf ausgewählt. Die Ziehungen finden dienstags und freitags statt. Auch dort liegt die Chance auf den Hauptgewinn bei rund 1 zu 140 Millionen.

Die Eurojackpot Regeln verteilen Gewinne allerdings auf zwölf Klassen und der maximale Jackpot liegt mit 120 Millionen Euro deutlich höher. Außerdem nehmen Spieler aus zahlreichen europäischen Ländern gemeinsam an den Ziehungen teil.

LOTTO 6aus49 und Keno

Keno wird täglich gezogen. Dabei werden 20 Zahlen aus 70 ermittelt, und der Teilnehmer wählt mit dem KENO-Typ von 2 bis 10 selbst, wie viele Zahlen er tippt. Damit verändern sich je nach gewähltem Keno-Typ die benötigten Treffer und möglichen Gewinne.

Während sich beim Lotto viele Gewinnquoten erst aus Ausschüttung und Zahl der Gewinner ergeben, arbeitet Keno mit einem anderen Gewinnplan und festen Gewinnbeträgen beziehungsweise Quoten für die jeweiligen Trefferkonstellationen.

LOTTO und Rubbellose

Bei klassischen Rubbellosen muss nicht auf eine spätere Ziehung gewartet werden. Die Gewinnstruktur einer Losserie steht bereits fest und das konkrete Los zeigt unmittelbar, ob ein Gewinn enthalten ist.

Rubbellose unterscheiden sich dadurch insbesondere bei der Geschwindigkeit vom Zahlenlotto. Während LOTTO 6aus49 lediglich zweimal pro Woche gezogen wird, liegt das Ergebnis eines Sofortloses unmittelbar vor.

Seit wann gibt es Lotto 6aus49?

Die erste Ziehung nach dem heutigen Grundprinzip 6aus49 fand am 9. Oktober 1955 in Hamburg statt. Als erste offizielle Lottozahl wurde damals die 13 gezogen.

Seitdem wurde das Spiel mehrfach verändert. Die Superzahl kam am 7. Dezember 1991 hinzu. Im Jahr 2000 wurden Mittwochs- und Samstagslotto zu einem gemeinsamen Produkt zusammengeführt, und seit dem 4. Mai 2013 ersetzt die Superzahl die frühere Zusatzzahl. Seit dem 1. November 2023 gilt der heutige Maximal-Jackpot von 50 Millionen Euro.

Die Geschichte des Lottos reicht allerdings wesentlich weiter zurück als das deutsche LOTTO 6aus49. Die Grundidee einer Zahlenziehung entstand bereits Jahrhunderte zuvor.

Wie spielt man Lotto verantwortungsvoll?

Der geringe Preis eines einzelnen Tippfeldes kann darüber hinwegtäuschen, wie hoch die Summe über längere Zeit wird. Mehrere Felder, zwei Ziehungen pro Woche, Zusatzlotterien und ein Dauerspiel erhöhen die regelmäßigen Kosten.

Besonders deutlich wird das beim Systemspiel. Ein Vollsystem mit zwölf Zahlen besteht aus 924 einzelnen Tipps und kostet bereits ohne Zusatzlotterien und Bearbeitungsgebühr 1.108,80 Euro für eine einzige Ziehung.

Deshalb sollte ein fester Betrag für Lotteriespiele vorab eingeplant werden. Zusätzliche Tipps erhöhen zwar proportional die Zahl der gespielten Kombinationen, sie verändern aber nicht die äußerst niedrige Wahrscheinlichkeit des einzelnen Tipps.

Die Teilnahme an LOTTO 6aus49 ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Wer merkt, dass das Spielen zur Belastung wird, findet kostenlose und anonyme Beratung bei Check dein Spiel und unter der Telefonnummer 0800 1 37 27 00.

Häufige Fragen zu Lotto 6aus49

Kann man die Superzahl selbst auswählen?

Bei einem klassischen Spielschein ergibt sich die Superzahl aus der letzten Ziffer der Spielscheinnummer. Bei der Online-Teilnahme lässt sich die Losnummer jedoch ändern oder zufällig neu erzeugen. Dadurch kann faktisch auch eine gewünschte Superzahl festgelegt werden. Einen Vorteil bringt das nicht, weil jede der zehn möglichen Ziffern dieselbe Gewinnwahrscheinlichkeit besitzt.

Was passiert, wenn der Lotto-Jackpot 50 Millionen Euro erreicht und niemand gewinnt?

Seit dem 1. November 2023 gibt es keine Zwangsausschüttung mehr. Der Jackpot bleibt bei maximal 50 Millionen Euro stehen, bis Gewinnklasse 1 getroffen wird. Beträge oberhalb dieser Grenze bleiben als Überlauf in Gewinnklasse 1 und werden in der ersten Ziehung nach dem Jackpotgewinn zusätzlich ausgeschüttet.

Was passiert, wenn ich meine Spielquittung verliere?

Bei einer anonymen Teilnahme in einer Annahmestelle ist die Spielquittung der entscheidende Nachweis für den Gewinnanspruch. Ohne sie lässt sich der Tipp normalerweise keinem Spieler zuordnen. Bei registrierter oder Online-Teilnahme sind die Spieldaten dagegen dem Kundenkonto zugeordnet und elektronisch gespeichert.

Ist ein Quicktipp schlechter als selbst gewählte Lottozahlen?

Nein. Jede konkrete Zahlenkombination besitzt dieselbe Wahrscheinlichkeit. Ein Quicktipp kann lediglich verhindern, dass unbewusst besonders häufig gewählte Muster wie Geburtstage, Reihen oder geometrische Formen benutzt werden. Das erhöht nicht die Trefferchance, kann aber im Gewinnfall die Wahrscheinlichkeit verringern, den Gewinn mit vielen anderen Spielern teilen zu müssen.

Garantiert ein Lotto-Systemschein einen Gewinn?

Nein. Ein Systemschein spielt lediglich mehrere unterschiedliche Sechserkombinationen gleichzeitig. Dadurch steigt die Chance auf einen Treffer, aber auch der Einsatz entsprechend. Selbst ein großes Vollsystem garantiert weder einen Gewinn noch den Jackpot, solange nicht genau die erforderlichen Gewinnzahlen in den gespielten Kombinationen enthalten sind.