
CBD-Öl für mehr Wohlbefinden
Von den zahlreichen Cannabinoiden der Hanfpflanze bietet sich das auch als CBD bezeichnete Cannabidiol dazu an, verschiedene Beschwerden zu lindern. Das CBD-Öl besitzt im Gegensatz zum THC keine psychedelischen Eigenschaften und ist deshalb in Deutschland frei erhältlich.
Was ist Cannabidiol?
Das im CBD-Öl enthaltene Cannabidiol stammt, wie das süchtig machende THC, aus der weiblichen Hanfpflanze. Im Gegensatz zu Marihuana und Haschisch ist die Substanz nicht psychoaktiv und deshalb problemlos erhältlich, während für den Vertrieb THC-haltiger Mittel strenge Auflagen gelten. Mit der medizinischen Wirksamkeit des Öls beschäftigt sich aktuell noch die Wissenschaft. Die Forscher gehen davon aus, dass eine Regulierung über das körpereigene Endocannabinoid-System stattfindet. Es gibt Vermutungen, dass Cannabidiol eine angstlösende, entzündungshemmende und entkrampfende Wirkung entfalten kann. Aus diesem Grund nutzen viele Menschen das Öl bei Ein- und Durchschlafproblemen, Stress, Angstzuständen und chronischen Schmerzen. Vor allem Patienten mit Migräne und Arthritis berichten häufig von einer Verbesserung ihres Zustands. Die Wirkung ist jedoch subjektiv, denn jeder Mensch reagiert anders auf die Substanz.
Cannabidiol im Aufwärtstrend
Laut einer Sanity Group-Umfrage aus dem Jahr 2022 zeigt ein Großteil der Befragten Interesse an dem Thema. Etwa sechs Prozent nutzten bereits CBD gegen verschiedene Beschwerden. Das zeigt, dass sich das CBD-Öl zunehmend etabliert. Da klinische Langzeitstudien fehlen, gilt die medizinische Wirksamkeit noch nicht als gesichert. Zahlreiche Menschen verwenden das Öl dennoch zur Linderung ihrer Beschwerden. Die gängigste Methode ist das Zergehen unter der Zunge. In der Regel nehmen die Patienten das Öl vor der Nachtruhe ein. Sie träufeln ein paar Tropfen unter die Zunge, wo der Körper die Substanz besonders leicht aufnimmt. Man beginnt mit einer niedrigen Dosis und steigert diese allmählich, bis der gewünschte Effekt eintritt. Bei einigen Menschen wirkt das CBD relativ schnell, bei anderen dauert das länger oder die Wirkung bleibt ganz aus.
Gegen welche Krankheiten ist CBD-Öl im Einsatz?
Zu den Leiden, die die Menschen zur Einnahme des Cannabidiols veranlassen, gehören Entzündungen und Schmerzen, zum Beispiel Rheuma, Muskelkrämpfe und Gelenkprobleme. Auch neurologische Erkrankungen kann das CBD-Öl unter Umständen lindern. Cannabidiol kommt gelegentlich bei Multipler Sklerose und bei speziellen Epilepsie-Formen, beispielsweise dem Dravet- und dem Lennox-Gastaut-Syndrom, zur Anwendung. Die vermutlich entzündungshemmenden Eigenschaften schlagen bei manchen Menschen bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Akne an. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Regulation der Darmaktivität. Zahlreiche Patienten mit psychischen Störungen profitieren ebenfalls vom Konsum des CBD-Öls. Mehrere Studien deuten darauf hin, dass Cannabidiol bei posttraumatischen Belastungsstörungen, Panikattacken, Angstzuständen und allgemein bei Stress helfen kann. Personen mit innerer Unruhe sind oft davon überzeugt, dass ihnen das Öl zu mehr Selbstzufriedenheit verhilft. Zudem entscheiden sich viele Männer und Frauen für die Einnahme des Öls, um besser ein- und durchzuschlafen und am Morgen entspannter und ausgeruhter aufzuwachen.
Welche Arten von CBD-Öl gibt es?
Die im Handel erhältlichen CBD-Öle unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Konzentration. Es gibt insbesondere Öle mit einem Cannabidiol-Gehalt von fünf bis 30 Prozent. Ein Großteil der Produkte ist als Kosmetik- oder Aromaöl auf dem Markt. Die Zulassung als Nahrungsergänzungsmittel steht aktuell noch aus. Als Träger fungieren häufig Hanfsamen-, Sonnenblumen- oder MCT-Öle aus der Kokosnuss. Außerdem unterscheidet der Fachmann das Voll- vom Breitspektrum-Öl. Im Vollspektrum-CBD-Öl sind verschiedene Substanzen der Hanfpflanze enthalten. Dazu zählen neben dem Cannabidiol Flavonoide, CBG, Terpene und auch ein geringer Anteil des psychoaktiven THCs, wobei der Gehalt 0,2 Prozent nicht überschreiten darf. Durch das Zusammenwirken der verschiedenen Stoffe setzt der verstärkende Entourage-Effekt ein. Das Breitspektrum-CBD-Öl enthält kein THC, obwohl weitere Pflanzenstoffe vorhanden sind. Breitspektrum-CBD-Öl besitzt zumeist einen milderen Geschmack und schenkt Menschen, die bewusst auf THC verzichten, ein beruhigendes Gefühl. Das CBD-Isolat-Öl ist aus reinem Cannabidiol hergestellt. Weitere Bestandteile aus der Hanfpflanze fehlen. Dieses Öl schmeckt neutral.
Fazit
CBD-Öl ist die sanfte Schwester der THC-haltigen Produkte wie Marihuana und Haschisch und somit eine lohnende Alternative mit potenzieller Heilwirkung. Vor allem Menschen mit nervöser Unruhe, Schlafstörungen und chronischen Schmerzen können von der Einnahme des Cannabidiols profitieren. Für den Einstieg eignen sich Öle mit geringer Konzentration, etwa mit fünf, zehn oder 15 Prozent CBD am besten.
