Zahltag Spiel: Regeln des Kartenspiels und das Brettspiel im Überblick
Zahltag ist ein Name für zwei verschiedene Spiele. Die Anleitung auf dieser Seite gehört zum Kartenspiel Zahltag von Franz-Benno Delonge für 2 bis 4 Spieler, erschienen bei Ravensburger: Als Bauunternehmer bietet ihr um Bauaufträge, setzt Polier, Arbeiter, Kran und Bagger ein und müsst an jedem Zahltag für eure Ausrüstung bezahlen. Nach dem fünften Zahltag gewinnt, wer das meiste Geld hat. Daneben gibt es das ältere Brettspiel Zahltag, bei dem man mit dem Geld über den Monat kommen muss.
Stand · Redaktionell geprüft
- 2-4 Spieler
- ab 10 Jahren
- ca. 30-45 Min.

| Spieler | 2 bis 4 |
|---|---|
| Alter | ab 10 Jahren |
| Dauer | etwa 30 bis 45 Minuten |
| Autor | Franz-Benno Delonge |
| Verlag | Ravensburger, Nr. 27 142 9 |
| Material | 52 Ausrüstungskarten, 4 Nuller-Karten, 16 Angebotskarten, 32 Auftragskarten, 6 Zahltagkarten, Spielgeld |
| Ziel | nach 5 Zahltagen das meiste Geld |
| Spielart | Kartenspiel, Bietspiel |

Zahltag Spielanleitung als PDF.
Zahltag Kartenspiel: Spielablauf in fünf Schritten
So läuft ein Zug beim Kartenspiel Zahltag ab:
- Aufträge weiterführen
Der Spieler am Zug nimmt Ausrüstungskarten, die rechts vor ihm liegen, zurück auf die Hand und schiebt die links liegenden nach rechts.
- Ausrüstung verändern
Er darf eine Ausrüstungskarte von einem Stapel nehmen, eine tauschen oder eine ablegen. Mehr als 12 Ausrüstungskarten sind nicht erlaubt.
- Karte aufdecken
Er deckt die oberste Karte des Auftragsstapels auf: einen Auftrag oder einen Zahltag.
- Auftrag vergeben
Bei einem Auftrag bieten alle verdeckt mit einer Angebotskarte oder passen mit der Nuller-Karte. Das niedrigste Gebot gewinnt und kassiert den Betrag.
- Zahltag
Bei einem Zahltag zahlt jeder 1 Mio. für jede Ausrüstungskarte auf der Hand, die er mehr hat als der Spieler mit den wenigsten.
Welches Zahltag ist gemeint?
Unter dem Namen Zahltag gibt es zwei bekannte Spiele:
| Zahltag Kartenspiel | Zahltag Brettspiel | |
|---|---|---|
| Thema | Baufirmen bieten um Aufträge | mit dem Geld über den Monat kommen |
| Material | Karten und Spielgeld | Spielplan als Monatskalender, Spielgeld, Post- und Handelskarten, Darlehenskarten, Sparbücher |
| Spielende | nach dem 5. Zahltag | am Ende der vereinbarten Monate, Zahltag ist am 31. |
| Anleitung | auf dieser Seite als PDF | nicht auf dieser Seite |
Wer das Brettspiel sucht, findet hier eine kurze Beschreibung weiter unten. Ein verwandtes Lebensspiel mit Geld und Zufall ist das Spiel des Lebens.
Spielmaterial des Kartenspiels
Zum Kartenspiel gehören:
- 52 Ausrüstungskarten: 14 Polier, 16 Arbeiter, 10 Kran, 12 Bagger
- 4 Nuller-Karten, je eine in 4 Farben
- 16 Angebotskarten, je 4 in 4 Farben, mit zwei Zahlen
- 32 Auftragskarten und 6 Zahltagkarten
- Spielgeld
Vorbereitung
Jeder bekommt 4 Angebotskarten, die Nuller-Karte seiner Farbe und 20 Mio. Startgeld. Dann erhält jeder 7 Ausrüstungskarten, die übrigen liegen nach Art sortiert offen in der Mitte. Reihum darf jeder dreimal eine Ausrüstungskarte tauschen, abwerfen oder aufnehmen, sodass er mit 4 bis 10 Karten beginnt. Auftrags- und Zahltagkarten werden zusammen gemischt.
Zahltag Regeln im Detail
Bieten um Aufträge
Jede Auftragskarte verlangt eine bestimmte Kombination aus Ausrüstungskarten. Wer sie auf der Hand hat und den Auftrag will, legt eine Angebotskarte verdeckt so, dass die gewünschte Zahl zur Tischmitte zeigt. Wer nicht will oder kann, spielt seine Nuller-Karte. Alle decken gleichzeitig auf:
- Das niedrigste Gebot gewinnt; der Spieler bekommt den Betrag aus der Bank und legt die nötigen Ausrüstungskarten links vor sich.
- Bieten mehrere gleich niedrig, führen alle den Auftrag aus, bekommen aber 2 Mio. weniger.
- Bieten mehrere die 1, müssen sie sogar 1 Mio. an die Bank zahlen.
- Spielen alle ihre Nuller-Karte, wird der Auftrag nicht vergeben.
Ausrüstung im Einsatz
Ein Auftrag läuft über drei Schritte: Nach dem Zuschlag liegen die Karten links, im nächsten eigenen Zug werden sie nach rechts geschoben, im übernächsten kommen sie zurück auf die Hand. So lange sind sie gebunden. Wer mehr als 12 Ausrüstungskarten besitzt, zahlt jedem Mitspieler 1 Mio. pro Karte zu viel.
Der Zahltag
Beim Zahltag zählen nur die Ausrüstungskarten auf der Hand, nicht die auf dem Tisch. Wer die wenigsten hat, zahlt nichts, alle anderen zahlen 1 Mio. pro Karte mehr. Wer nicht zahlen kann, scheidet aus. Folgt direkt auf einen Zahltag ein weiterer, wird er zurückgemischt. Nach neun Aufträgen ohne Zahltag, zu zweit nach acht, wird in jedem Fall ein Zahltag durchgeführt.
Spielende
Das Spiel endet nach dem fünften Zahltag. Wer das meiste Geld hat, gewinnt. Bei Gleichstand gewinnt, wer insgesamt weniger Ausrüstungskarten besitzt, danach, wer weniger auf dem Tisch liegen hat.
Das Brettspiel Zahltag
Das Brettspiel Zahltag ist ein Familienspiel um Geld im Alltag. Der Spielplan ist wie ein Monatskalender aufgebaut, und Zahltag ist erst wieder am 31. des Monats. Unterwegs bringen Post- und Handelskarten Glücksfälle oder Rechnungen; wer knapp bei Kasse ist, nimmt ein Darlehen auf, wer etwas übrig hat, spart. Zum Material gehören laut unserem früheren Testbericht 12 Darlehenskarten, 6 Sparbücher, 2 Würfel, 6 Spielfiguren, 69 Postkarten, 16 Handelskarten und Spielgeld. Eine Anleitung zum Brettspiel liegt uns nicht vor.