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17 und 4 Regeln: Kartenwerte, Bank und Auszahlung einfach erklärt

17 und 4, auch Siebzehn und Vier oder Einundzwanzig genannt, ist ein Kartenspiel, bei dem jeder Spieler für sich gegen einen Bankhalter spielt. Ziel ist es, mit zwei oder mehr Karten näher an 21 Punkte zu kommen als die Bank, ohne die 21 zu überschreiten.

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17 und 4 Regeln: die Karten 10, 7 und 4 ergeben 21, daneben die Kartenwerte von Ass, König, Dame und Bube im 52er und im 32er Blatt

Wer 22 oder mehr Punkte hat, hat sich verkauft und verliert sofort. Gespielt wird mit 32 Skatkarten oder 52 französischen Karten, und je nach Blatt zählen die Bildkarten unterschiedlich viel. Aus 17 und 4 hat sich Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA das Casinospiel Black Jack entwickelt.

Kurzfakten zu 17 und 4
Spielerjeder Spieler für sich gegen den Bankhalter
Karten32 Karten (Skatblatt) oder 52 französische Karten
Zielnäher an 21 Punkte als die Bank, ohne 21 zu überschreiten
Ass11 Punkte
Bildkartenim 52er Blatt je 10, im 32er Blatt König 4, Dame 3, Bube 2
AuszahlungGewinn 1:1, natürliche 21 häufig 2:1
SpielartKartenspiel, Glücksspiel gegen die Bank
17 und 4 Regeln: die Karten 10, 7 und 4 ergeben 21, daneben die Kartenwerte von Ass, König, Dame und Bube im 52er und im 32er Blatt

17 und 4 Spielablauf in fünf Schritten

So läuft eine Runde 17 und 4 ab:

  1. Bank und Einsätze

    Der Bankhalter legt seine Bank, das Banco, auf den Tisch. Danach setzen die anderen Spieler. Alle Einsätze zusammen dürfen die Bank nicht übersteigen.

  2. Karten geben

    Jeder Spieler bekommt zwei verdeckte Karten, der Bankhalter nur eine verdeckte Karte.

  3. Karten kaufen

    Der Spieler links vom Bankhalter beginnt. Er kauft so viele weitere Karten, wie er möchte, oder bleibt stehen. Danach sind die anderen Spieler nacheinander an der Reihe. Wer 22 oder mehr Punkte erreicht, deckt auf und verliert sofort.

  4. Die Bank spielt

    Zum Schluss deckt der Bankhalter seine Karte auf, zieht die zweite und so viele weitere Karten, wie er möchte. Wann er aufhört, entscheidet er selbst.

  5. Abrechnen

    Überschreitet die Bank 21, gewinnen alle Spieler, die noch im Spiel sind, im Verhältnis 1:1. Sonst gewinnt nur, wer mindestens einen Punkt mehr hat als die Bank.

Was ist 17 und 4?

17 und 4, auch Siebzehn und Vier oder Einundzwanzig genannt, ist ein altes Kartenspiel gegen eine Bank, das in Deutschland vor allem privat um Spielmarken gespielt wird. Der Name beschreibt das Ziel: 17 und 4 ergeben 21. Es ist die deutsche Form des alten Vingt-et-un, aus dem auch das Casinospiel Black Jack hervorging; die Regeln unterscheiden sich in Einzelheiten. Im Unterschied zum Casino wechselt bei 17 und 4 der Bankhalter reihum.

Spielmaterial und Kartenwerte

17 und 4 könnt ihr mit einem Blatt aus 52 französischen Karten oder mit 32 Skatkarten spielen, auch mit doppeldeutschem Blatt. Die Farben spielen keine Rolle. Wie viel eine Karte zählt, hängt vom Blatt ab:

Spielmaterial und Kartenwerte
Karte52er Blatt32er Blatt (Skatblatt)
Ass (Daus)1111
König104
Dame (Ober)103
Bube (Unter)102
ZahlenkartenAugenzahl (2 bis 10)Augenzahl (7 bis 10)
Kartenwerte bei 17 und 4

Mit dem 32er Blatt sind die Bildkarten also deutlich weniger wert, und ihr braucht mehr Karten, um auf 21 zu kommen. Ein Skatblatt kennt ihr vielleicht vom Skat.

Einsätze, Banco und Auszahlung

Vor jeder Runde legt der Bankhalter einen Betrag als Bank auf den Tisch, das Banco. Die Mitspieler, auch Pointeure genannt, setzen danach gegen die Bank. Zusammen dürfen ihre Einsätze nicht höher sein als die Bank. Sagt ein Spieler Banco oder Va banque, setzt er gegen die gesamte Bank, und die anderen dürfen nichts mehr setzen.

Abgerechnet wird nach diesen Regeln:

  • Überschreitet die Bank 21, gewinnen alle Spieler, die sich nicht verkauft haben, im Verhältnis 1:1.
  • Bleibt die Bank bei 21 oder weniger stehen, gewinnt nur, wer mindestens einen Punkt mehr hat. Bei gleicher Punktzahl gewinnt die Bank.
  • Wer sich verkauft hat, hat bereits verloren. Ausgezahlt werden nur die Spieler, die noch im Spiel sind.
  • Gewinne darf der Bankhalter nicht aus der Bank nehmen. Erst wenn er die Bank abgibt, bekommt er den ganzen Betrag.

Besondere Blätter: natürliche 21 und Feuer

Zwei Kartenkombinationen werden bei 17 und 4 besonders behandelt:

  • Natürliche 21: Im 52er Blatt bilden Ass und Zehn oder Ass und Bildkarte aus den ersten beiden Karten eine natürliche 21. Sie gewinnt häufig im Verhältnis 2:1. Hat die Bank eine natürliche 21, zahlen die Spieler doppelt. Wer selbst eine natürliche 21 hat, verliert dann nur einfach.
  • Feuer: Im 32er Blatt heißen zwei Asse Feuer. Sie zählen nicht als 22 Punkte, sondern gelten vielfach als bestes Blatt und gewinnen je nach Absprache doppelt oder einfach.

Bankwechsel

Der Bankhalter behält die Bank, bis er sie abgibt. Man kann auch vereinbaren, dass die Bank wechselt, sobald sie gesprengt ist, also kein Geld mehr in der Bank liegt, oder nach einer festen Zahl von Runden. Legt diese Regel vor dem Spiel gemeinsam fest.

Varianten von 17 und 4

Neben den Grundregeln gibt es einige verbreitete Varianten:

  • Nachsetzen: Vor jedem Kauf darf ein Spieler seinen Einsatz erhöhen, mindestens um den ersten Einsatz und höchstens auf das Doppelte des aktuellen Einsatzes.
  • Setzen nach der ersten Karte: Die Spieler setzen erst, wenn sie ihre erste Karte gesehen haben.
  • Verdeckt verlieren: Wer verliert, muss seine Karten nicht zeigen. Das macht es schwerer, mitzuzählen.
  • Fünf Karten: Beim 32er Blatt gewinnt eine Hand aus fünf Karten sofort. Diese Regel ist heute nicht mehr in Gebrauch.
  • Blatteln: In Bayern und Schwaben heißt 17 und 4 oft Blatteln. Ziel und Kartenwerte bleiben gleich: möglichst nah an 21 Punkte, ohne sie zu überschreiten. Gespielt wird meist in geselliger Runde im Wirtshaus, die Hausregeln zu Einsätzen und zur Rolle des Gebers werden vor dem Spiel abgesprochen.
  • Mit zwei Kartendecks: In größeren Runden wird mit zwei Blättern gespielt. Jede Karte kommt dann doppelt vor, das Mitzählen wird schwieriger und eine Runde dauert länger.

17 und 4 und Black Jack im Vergleich

Ist 17 und 4 dasselbe wie Black Jack? Nicht ganz. Black Jack ist aus 17 und 4 entstanden, und die Grundidee ist dieselbe: näher an 21 als die Bank, ohne sich zu verkaufen. Die Regeln unterscheiden sich aber in vielen Punkten:

17 und 4 und Black Jack im Vergleich
Merkmal17 und 4Black Jack
Bankein Mitspieler als Bankhalterder Croupier (Dealer)
Karten32 oder 52 Karten6 Pakete zu 52 Karten
Ass11 Punkte1 oder 11 Punkte
Spiel der Bankder Bankhalter entscheidet selbst, wann er aufhörtder Dealer zieht bis 16 und bleibt ab 17 stehen
Beste Handnatürliche 21, im 32er Blatt FeuerBlack Jack aus Ass und Zehnerkarte
Auszahlung natürliche 21häufig 2:1Black Jack 3:2
Verdoppeln und TeilenTeilen nicht vorgesehen, Erhöhen nur als Variante (Nachsetzen)beides erlaubt
17 und 4 und Black Jack im Vergleich

Wie Black Jack in der Spielbank gespielt wird, erklären unsere Black Jack Regeln. Wann ihr dort ziehen, stehen, verdoppeln oder teilen solltet, zeigt die Blackjack Tabelle.

Woher kommt 17 und 4?

17 und 4 geht auf das französische Kartenspiel Vingt et un zurück, auf Deutsch Einundzwanzig. Es war im 18. Jahrhundert sehr beliebt, unter anderem am Hof Ludwigs XV. Vingt et un stammt wiederum von Trente et un ab, bei dem 31 statt 21 Punkte das Ziel waren. In England heißt das Spiel Pontoon, ein Name, der vermutlich auf Vingt un zurückgeht. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand daraus in den USA Black Jack, mit vielen Regeln, die für die Spieler günstiger sind.

Häufige Fragen zu 17 und 4

Ist 17 und 4 dasselbe wie Black Jack?
Nein. Black Jack hat sich aus 17 und 4 entwickelt, und das Ziel 21 ist gleich. Bei 17 und 4 ist aber ein Mitspieler die Bank und entscheidet selbst, wann er aufhört, das Ass zählt 11, und Teilen ist nicht vorgesehen, Erhöhen nur in der Variante Nachsetzen.
Wie viel zählt das Ass bei 17 und 4?
Das Ass zählt 11 Punkte, im 52er Blatt genauso wie im 32er Blatt.
Kann man 17 und 4 mit Skatkarten spielen?
Ja. Mit 32 Skatkarten zählt das Ass 11, der König 4, die Dame 3 und der Bube 2 Punkte. Die Zahlenkarten 7 bis 10 zählen ihre Augenzahl.
Was ist Feuer bei 17 und 4?
Feuer sind zwei Asse beim Spiel mit 32 Karten. Sie zählen nicht als 22 Punkte, sondern gelten vielfach als bestes Blatt.
Wann hat man sich bei 17 und 4 verkauft?
Wer durch Kaufen 22 oder mehr Punkte erreicht, hat sich verkauft. Er deckt seine Karten auf und verliert sofort seinen Einsatz.
Wer gewinnt bei Gleichstand?
Die Bank. Ein Spieler gewinnt nur, wenn er mindestens einen Punkt mehr hat als die Bank oder wenn sich die Bank verkauft hat.
Kann man 17 und 4 zu zweit spielen?
Ja. Einer übernimmt die Bank, der andere spielt gegen sie. Wann die Bank wechselt, legt ihr vor dem Spiel fest, zum Beispiel nach einer festen Zahl von Runden oder sobald die Bank gesprengt ist.