Durak Regeln: Angreifen, Verteidigen und Beilegen einfach erklärt
Durak ist ein russisches Kartenspiel für 2 bis 6 Spieler mit 36 Karten. Reihum greift ein Spieler einen Mitspieler mit Karten an, und der Verteidiger muss jede Karte mit einer höheren Karte derselben Farbe oder mit Trumpf schlagen. Kann er das nicht, muss er alle Karten aufnehmen.
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- 2-6 Spieler

Wer zuletzt noch Karten auf der Hand hat, verliert und ist der Durak, auf Deutsch der Narr.
| Spieler | 2 bis 6, beliebt zu viert in zwei Teams |
|---|---|
| Karten | 36 Karten, je Farbe Ass bis 6; Variante mit 52 Karten |
| Handkarten | 6 pro Spieler, nach jedem Angriff wieder auf 6 auffüllen |
| Trumpf | die aufgedeckte Karte unter dem Stapel |
| Ziel | alle Karten loswerden und nicht der Durak sein |
| Spielart | Kartenspiel, Ablegespiel, Gesellschaftsspiel |

Durak Regeln in fünf Schritten
So spielt ihr Durak:
- Karten geben
Jeder bekommt 6 Karten. Die nächste Karte wird aufgedeckt und bestimmt den Trumpf. Der Reststapel kommt quer darauf, sodass der Trumpf sichtbar bleibt.
- Angreifen
Der Angreifer legt eine Karte offen vor den Verteidiger, seinen linken Nachbarn.
- Verteidigen
Der Verteidiger schlägt die Karte mit einer höheren Karte derselben Farbe oder mit einem Trumpf. Einen Trumpf schlägt nur ein höherer Trumpf.
- Beilegen oder aufnehmen
Die Angreifer dürfen Karten mit Werten nachlegen, die schon auf dem Tisch liegen. Kann der Verteidiger nicht mehr schlagen, nimmt er alle Karten auf.
- Nachziehen und gewinnen
Alle ziehen auf 6 Karten nach, der Verteidiger zuletzt. Wer am Ende als Letzter noch Karten hat, ist der Durak.
Was ist Durak?
Durak ist das beliebteste Kartenspiel in Russland und in vielen Ländern der früheren Sowjetunion. Das Wort Durak bedeutet Narr oder Dummkopf, denn so heißt der Verlierer. Anders als bei den meisten Kartenspielen gibt es keinen Sieger, sondern nur einen Verlierer. Durak gehört zu den Ablegespielen: Ziel ist es, die eigenen Karten loszuwerden. Die bekannteste Form ist das Podkidnoy Durak, bei dem mehrere Spieler Karten nachlegen dürfen.
Spielmaterial und Kartenwerte
Gespielt wird mit einem französischen Blatt aus 36 Karten, das sind die Karten von der 6 bis zum Ass in den Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo. In jeder Farbe gilt diese Rangfolge von hoch nach niedrig:
| Rang | Karte |
|---|---|
| 1 | Ass |
| 2 | König |
| 3 | Dame |
| 4 | Bube |
| 5 | 10 |
| 6 | 9 |
| 7 | 8 |
| 8 | 7 |
| 9 | 6 |
Jede Trumpfkarte schlägt jede Karte einer anderen Farbe. Mit einem Blatt aus 52 Karten bekommt jeder 9 Karten, das Spiel dauert dann etwa doppelt so lange.
Durak Regeln im Detail
Wer beginnt?
Im ersten Spiel beginnt der Spieler mit dem niedrigsten Trumpf. In den folgenden Spielen gibt meist der Verlierer, und der Spieler links vom Geber greift an. Manche Runden greifen stattdessen gleich den letzten Durak an.
Angriff und Verteidigung
Der Angreifer legt eine Karte offen vor den Verteidiger. Dieser muss sie mit einer höheren Karte derselben Farbe oder mit einem Trumpf schlagen und legt seine Karte quer darauf. Farbe bedienen muss er nicht. Ein Trumpf kann nur mit einem höheren Trumpf geschlagen werden.
Beilegen
Nachdem eine Karte geschlagen ist, dürfen die Angreifer weitere Karten nachlegen. Dafür gelten feste Grenzen:
- Nachgelegt werden dürfen nur Karten mit einem Wert, der schon auf dem Tisch liegt, egal ob als Angriffs- oder Verteidigungskarte.
- Ein Angriff umfasst höchstens 6 Karten, im ersten Angriff eines Spiels oft nur 5, und nie mehr Karten, als der Verteidiger auf der Hand hat.
- Zuerst legt der Hauptangreifer nach, dann die anderen Spieler. Bei 5 oder 6 Spielern dürfen oft nur die Nachbarn des Verteidigers mitangreifen.
Aufnehmen
Kann oder will der Verteidiger eine Karte nicht schlagen, nimmt er alle Karten vom Tisch auf die Hand. Die Angreifer dürfen ihm vorher noch passende Karten dazulegen. Hat der Verteidiger alle Angriffe abgewehrt, kommen die Karten aus dem Spiel auf einen Ablagestapel.
Nachziehen und nächster Angriff
Nach jedem Angriff zieht jeder Spieler auf 6 Karten nach: zuerst der Hauptangreifer, dann die anderen Angreifer, zuletzt der Verteidiger. Hat sich der Verteidiger erfolgreich gewehrt, greift er als Nächster an. Hat er aufgenommen, wird er übersprungen, und sein linker Nachbar greift an.
Spielende
Ist der Stapel aufgebraucht, wird nicht mehr nachgezogen. Wer keine Karten mehr hat, scheidet aus. Der letzte Spieler mit Karten ist der Durak. Werden die letzten Spieler im selben Angriff gleichzeitig ihre Karten los, endet das Spiel unentschieden.
Durak Varianten
Neben dem klassischen Durak gibt es mehrere bekannte Spielweisen:
- Schiebe-Durak, auf Russisch Perevodnoy: Der Verteidiger kann den Angriff an den nächsten Spieler weitergeben, indem er eine Karte gleichen Werts dazulegt. Das geht nur, solange noch keine Karte geschlagen ist.
- Team-Durak zu viert: Je zwei Partner sitzen sich gegenüber und greifen sich nicht gegenseitig an. Es verliert das Team, das zuletzt noch Karten hat.
- Trumpf tauschen: Wer die Trumpf-6 hat, darf sie gegen die aufgedeckte Trumpfkarte tauschen, solange der Stapel noch liegt.
Durak zu zweit
Durak lässt sich mit zwei bis sechs Spielern spielen, zu zweit gelten dieselben Grundregeln: 36 Karten, 6 Handkarten und ein aufgedeckter Trumpf. Weil es nur einen Angreifer gibt, legt außer ihm niemand Karten bei. Ein Angriff umfasst höchstens 6 Karten und nie mehr, als der Verteidiger auf der Hand hat. Die Beschränkung auf 5 Karten im ersten Angriff ist eine Variante für größere Runden und spielt zu zweit keine Rolle.
Wehrt der Verteidiger alle Karten ab, greift er als Nächster an. Nimmt er auf, wird er übersprungen, und zu zweit greift damit derselbe Spieler noch einmal an. Durch den großen Nachziehstapel dauert eine Partie zu zweit länger, und das Mitzählen der gespielten Trümpfe lohnt sich besonders.
Welche Kartenspiele sind mit Durak verwandt?
Wie beim Durak geht es auch beim Ablegespiel Mau Mau darum, die eigenen Karten loszuwerden. Ein weiterer einfacher Kartenklassiker ist Schwimmen mit 31 Punkten. Weil Durak schon zu zweit funktioniert, passt es auch zu unseren Spielen zu zweit.
Unser Fazit zu Durak
Durak ist schnell erklärt und überraschend taktisch: Wer wann angreift, welche Karten man nachlegt und wann man lieber aufnimmt, entscheidet über das Spiel. Dass es nur einen Verlierer gibt, sorgt für viel Spaß am Tisch. Mit einem normalen Kartenspiel, aus dem ihr die 2 bis 5 entfernt, könnt ihr sofort loslegen.