Wer bin ich Spiel: Regeln, gute Fragen und Varianten
Wer bin ich ist ein Ratespiel für 2 oder mehr Spieler: Jeder bekommt einen Zettel mit einem Namen auf die Stirn, den er selbst nicht sieht. Mit Fragen, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden, findet jeder heraus, wer oder was er ist. Ihr braucht nur Zettel, einen Stift und etwas Klebeband.
Stand · Redaktionell geprüft ·
- ab 2 Spieler

| Spieler | ab 2 |
|---|---|
| Material | Zettel, Stift, Klebeband oder Stirnband |
| Andere Namen | Zettel vorm Kopf, Brett vorm Kopf |
| Ziel | mit Ja-Nein-Fragen herausfinden, wer oder was man ist |
| Spielart | Ratespiel, Partyspiel |

Wer bin ich Spielablauf in fünf Schritten
So läuft eine Runde Wer bin ich ab:
- Namen aufschreiben
Jeder schreibt heimlich einen bekannten Namen auf einen Zettel, etwa eine berühmte Person, eine Figur oder ein Tier.
- Zettel verteilen
Jeder klebt seinen Zettel einem Mitspieler auf die Stirn, ohne dass dieser ihn sieht. Statt Klebeband geht auch ein Stirnband.
- Fragen stellen
Der erste Spieler stellt eine Frage über sich, die man mit Ja oder Nein beantworten kann, zum Beispiel Bin ich ein Mensch?
- Weiterfragen oder abgeben
Lautet die Antwort Ja, darf er weiterfragen. Bei Nein ist der nächste Spieler im Uhrzeigersinn an der Reihe.
- Lösen
Wer glaubt, die Lösung zu kennen, fragt direkt: Bin ich Albert Einstein? Stimmt es, hat er seine Figur erraten.
So geht Wer bin ich: die Regeln im Detail
Die Grundregeln sind schnell erklärt, im Detail spielt aber jede Runde ein wenig anders. Diese Punkte solltet ihr vorher festlegen:
Welche Fragen sind erlaubt?
Erlaubt sind nur Fragen, die sich mit Ja oder Nein beantworten lassen. Verneinte Fragen wie Lebe ich nicht in Deutschland? sind nicht erlaubt, weil sie die Antwort missverständlich machen. Die anderen antworten ehrlich; wissen sie etwas nicht sicher, sagen sie das.
Wer ist an der Reihe?
Verbreitet ist die Regel: Wer ein Ja hört, fragt weiter, bei einem Nein ist der Nächste dran. In manchen Runden wechselt der Fragende umgekehrt nach jedem Ja. Wichtig ist nur, dass alle dieselbe Regel kennen.
Wer gewinnt?
Gewonnen hat, wer seine Figur als Erster errät. Meist spielt ihr trotzdem weiter, bis alle ihre Figur kennen. In großen Gruppen endet das Spiel, sobald die ersten drei erraten haben, wer sie sind.
Gute Fragen bei Wer bin ich
Am schnellsten kommt ihr ans Ziel, wenn eure Fragen erst grob und dann immer genauer werden:
- Art: Bin ich ein Mensch? Bin ich ein Tier? Bin ich ein Gegenstand?
- Echt oder erfunden: Gibt es mich wirklich? Komme ich aus einem Buch oder Film?
- Zeit und Ort: Lebe ich noch? Komme ich aus Deutschland?
- Beruf und Bekanntheit: Bin ich Sportler? Bin ich Musiker? Bin ich für eine Erfindung bekannt?
- Erst zum Schluss raten: Fragt nach dem Namen erst, wenn nur noch wenige Möglichkeiten übrig sind.
Varianten von Wer bin ich
Mit einem gemeinsamen Thema wird Wer bin ich für jeden Anlass passend:
- Für Kinder: Tiere, Märchenfiguren oder Berufe statt berühmter Personen. Jüngere Kinder spielen mit Bildern statt Namen.
- Für Erwachsene: Historische Personen, Orte und Bauwerke oder Begriffe machen das Raten schwieriger.
- An Silvester und auf Partys: Ein Motto wie Glücksbringer, Filmfiguren oder das vergangene Jahr gibt der Runde einen roten Faden.
- Mit Karten: Es gibt fertige Kartenspiele mit Stirnbändern und Bildkarten. Das Prinzip ist älter als jede Schachtel: Schon 1963 erfand Robert Abbott das Spiel Egghead, das in Deutschland ab 1974 verkauft wurde.
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Wer bin ich oder Wer ist es?
Wer bin ich wird oft mit dem Hasbro-Spiel Wer ist es? verwechselt. Dort fragt ihr nicht nach euch selbst, sondern grenzt mit Ja-Nein-Fragen das geheime Gesicht eures Gegenübers aus einer Reihe von Bildern ein. Die Regeln dazu stehen bei Wer ist es? als Kartenspiel.
Wissenswertes zu Wer bin ich
Eine frühe Fassung beschreibt Knaurs Spielbuch von 1953: Zwei Spieler verlassen den Raum, bekommen von der Gruppe Namen und müssen dann erraten, wer sie sind. Auch im Kino kam das Zettel-Spiel vor: In Quentin Tarantinos Film Inglourious Basterds spielen die Figuren es in der Kneipenszene.
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Ein Wortratespiel ganz ohne Zettel ist Teekesselchen. Gezeichnet statt gefragt wird bei Montagsmaler.