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Scharade: Regeln für das Pantomime-Spiel mit Zeichen und Varianten

Scharade ist ein Ratespiel mit Pantomime: Ein Spieler zieht einen Begriff und stellt ihn ohne Worte dar, nur mit Gesten, Mimik und Bewegung. Die anderen raten, bis jemand den Begriff nennt. Ihr braucht nur Zettel, Stift und eine Uhr, gespielt wird in der Runde oder in zwei Teams.

Stand  · Redaktionell geprüft ·

  • ab 3 Spieler
Scharade: Zeichen für Buch, Film und Lied als Gesten
Kurzfakten zu Scharade
Spielerab 3, in zwei Teams ab 4
AlterKinder und Erwachsene, Begriffe je nach Alter
Dauerfrei vereinbar
MaterialZettel, Stift, Uhr oder Sanduhr
Andere NamenPantomime, Charade
SpielartPartyspiel, Pantomime, Ratespiel
Scharade: Zeichen für Buch, Film und Lied als Gesten

Scharade Spielablauf in fünf Schritten

So läuft eine Runde Scharade ab:

  1. Begriffe aufschreiben

    Schreibt Begriffe auf Zettel, faltet sie und mischt sie. Es sollten mehr Zettel sein als Mitspieler.

  2. Zettel ziehen

    Wer an der Reihe ist, zieht einen Zettel und liest ihn, ohne dass die anderen ihn sehen.

  3. Ohne Worte darstellen

    Der Darsteller spielt den Begriff vor. Er darf nicht sprechen, keine Geräusche machen und nicht auf Gegenstände im Raum zeigen.

  4. Raten

    Die anderen rufen ihre Vermutungen. Läuft eine Uhr mit, endet der Versuch, wenn die Zeit um ist.

  5. Punkt und Wechsel

    Wird der Begriff erraten, gibt es einen Punkt. Dann ist der nächste Spieler oder das andere Team dran.

Was ist Scharade?

Scharade, auch Charade geschrieben, ist ein Gesellschaftsspiel, bei dem Begriffe pantomimisch dargestellt und erraten werden. Gespielt wird ohne Spielbrett und ohne Karten aus dem Laden: Die Begriffe denkt ihr euch selbst aus. Das macht Scharade zu einem Klassiker für Partys, Familienfeiern und Spieleabende. Pantomime meint dabei die Kunst, ohne Worte darzustellen, Scharade das Ratespiel, das damit gespielt wird.

Was braucht ihr für Scharade?

Für eine Runde Scharade genügt wenig Material:

  • Zettel und Stift: für die Begriffe, gefaltet in einer Schale oder Mütze.
  • Uhr oder Sanduhr: damit jeder Darsteller gleich viel Zeit hat.
  • Block für die Punkte: wenn ihr in Teams um Punkte spielt.
  • Platz: eine freie Fläche, auf der sich der Darsteller bewegen kann.

Scharade Regeln

Die Grundregeln sind überall gleich, die Details legt ihr vor dem Start fest. Diese Punkte solltet ihr klären:

Welche Begriffe eignen sich?

Am leichtesten sind Tätigkeiten und Gegenstände, die man anfassen kann. Klassisch sind zusammengesetzte Hauptwörter wie Telefonhörer, Tintenfüller oder Schiffsrumpf: Der Darsteller kann jeden Wortteil einzeln vorspielen, erst Telefon, dann Hörer. Erfahrene Runden nehmen Film-, Buch- oder Liedtitel und Redewendungen. Fertige Listen nach Schwierigkeit findet ihr in unseren Begriffen für Pantomime und Scharade.

Was ist beim Darstellen verboten?

Der Darsteller spricht nicht, flüstert nicht und formt keine Wörter mit den Lippen. Auch Geräusche, Buchstaben in die Luft schreiben und das Zeigen auf passende Gegenstände im Raum sind üblicherweise tabu. Erlaubt sind Gesten, Mimik, Bewegung und die vereinbarten Zeichen.

Wie viel Zeit hat der Darsteller?

Eine feste Zeit steht in keiner Regel, ihr legt sie selbst fest. Mit einer Sanduhr oder der Stoppuhr am Handy hat jeder gleich viel Zeit, oft eine bis zwei Minuten pro Begriff. Mit kleinen Kindern spielt ihr besser ohne Uhr.

Wie wird gewertet?

Ohne Teams bekommt meist der Spieler einen Punkt, der den Begriff errät, und ist dann selbst Darsteller. In Teams zählt jeder erratene Begriff einen Punkt für das Team des Darstellers. Es gewinnt, wer nach einer vereinbarten Zahl von Runden die meisten Punkte hat.

Welche Zeichen gibt es bei Scharade?

Bei Titeln und längeren Begriffen helfen Zeichen, die ihr vor dem Spiel gemeinsam festlegt. Die folgenden sind verbreitet, verbindlich ist aber nur, was eure Runde vereinbart:

Welche Zeichen gibt es bei Scharade?
ZeichenBedeutung
Hände wie ein aufgeschlagenes Buch öffnenBuchtitel
mit einer Hand eine Filmkamera kurbelnFilmtitel
so tun, als würde man singenLiedtitel
Finger hochhaltenAnzahl der Wörter, danach welches Wort gerade dargestellt wird
Finger auf den Unterarm legenAnzahl der Silben
ans Ohrläppchen fassenklingt wie: ein ähnlich klingendes Wort
Daumen und Zeigefinger zusammendrückenkleines Wort wie und, der oder ein
Verbreitete Zeichen bei Scharade

Scharade in Teams spielen

Ab vier Spielern lohnen sich zwei Teams. Jedes Team überlegt sich heimlich Begriffe für die Gegenseite und schreibt sie auf Zettel. Ein Spieler aus dem anderen Team zieht einen Zettel und stellt den Begriff für sein eigenes Team dar. Das hat einen Reiz: Die Mannschaft, die den Begriff ausgesucht hat, weiß genau, was gemeint ist, und sieht dem Darsteller beim Ringen um die richtige Geste zu. Danach wechseln die Teams.

Scharade Varianten

Mit diesen Abwandlungen passt ihr Scharade an Alter und Anlass an:

  • Scharade für Kinder: einfache Tiere, Berufe und Tätigkeiten, ohne Zeitlimit. Wer noch nicht lesen kann, bekommt den Begriff ins Ohr geflüstert oder zieht ein Bildkärtchen.
  • Scharade für Erwachsene: Filmtitel, Sprichwörter und Redewendungen, mit Zeitlimit und Silbenzeichen.
  • Wortteil-Scharade: nur zusammengesetzte Wörter, die Teil für Teil dargestellt werden.
  • Alle gegen einen: Alle stellen gemeinsam dar, ein Spieler rät.
  • Weihnachts-Scharade: Begriffe rund ums Fest für die Familienfeier, Ideen dazu stehen bei den Spielen für Weihnachten.

Scharade, Activity und Montagsmaler: was ist der Unterschied?

Alle drei sind Ratespiele, sie unterscheiden sich in der Art, wie ein Begriff vermittelt wird. Bei Scharade wird nur pantomimisch dargestellt. Bei Montagsmaler zeichnet der Spieler den Begriff. Das Brettspiel Activity verbindet Erklären, Zeichnen und Pantomime mit einem Spielplan und fertigen Karten. Ohne jede Darstellung kommen Wer bin ich? mit Ja-Nein-Fragen und Teekesselchen mit doppeldeutigen Wörtern aus.

Woher kommt der Name Scharade?

Das Wort stammt aus dem Französischen. Ursprünglich bezeichnete Scharade ein Silbenrätsel, bei dem ein Wort in Silben zerlegt und jede Silbe einzeln umschrieben wird. Aus diesem Rätsel entstand das gespielte Ratespiel, bei dem die Teile eines Wortes vorgespielt statt beschrieben werden.

Häufige Fragen zu Scharade

Wie geht das Spiel Scharade?
Ein Spieler zieht einen Begriff und stellt ihn ohne Worte dar, nur mit Gesten, Mimik und Bewegung. Die anderen raten. Wer den Begriff errät, bekommt einen Punkt; in Teams zählt der Punkt für das Team des Darstellers.
Welche Beispiele gibt es für Scharade?
Leicht sind Tätigkeiten wie Zähneputzen oder Fahrradfahren und Tiere wie Elefant oder Pinguin. Schwerer sind Filmtitel, Sprichwörter und zusammengesetzte Wörter wie Telefonhörer, die Teil für Teil dargestellt werden.
Was ist eine Scharade?
Eine Scharade ist ein Ratespiel, bei dem Begriffe pantomimisch dargestellt werden. Ursprünglich war Scharade ein Silbenrätsel, bei dem die Silben eines Wortes einzeln umschrieben wurden.
Darf man bei Scharade sprechen?
Nein. Der Darsteller darf weder sprechen noch Geräusche machen. Erlaubt sind Gesten, Mimik, Bewegung und die Zeichen, die ihr vorher vereinbart habt.
Wie viele Spieler braucht man für Scharade?
Scharade funktioniert ab drei Spielern: einer stellt dar, mindestens zwei raten. Ab vier Spielern könnt ihr in zwei Teams gegeneinander spielen.