Rommé Regeln: Sätze, Folgen, erstes Auslegen und Joker für 2 bis 6 Spieler
Rommé, oft auch Romme oder Rommee geschrieben, ist ein Kartenablegespiel für 2 bis 6 Spieler mit 2 Kartenspielen zu je 55 Karten. Jeder bekommt 13 Karten und versucht, sie als Sätze und Folgen auf den Tisch zu legen.
Stand · Redaktionell geprüft ·
- 2-6 Spieler
- ca. 60 Min.

Beim ersten Auslegen müssen die Karten zusammen mindestens 31 Punkte ergeben, danach dürft ihr auch an fremde Figuren anlegen und Joker tauschen. Wer zuerst alle Karten abgelegt hat, gewinnt die Runde und bekommt die Punkte der anderen gutgeschrieben.
| Spieler | 2 bis 6 |
|---|---|
| Dauer | etwa 60 Minuten je Partie |
| Karten | 2 × 55 Karten, also 110 mit Jokern; wie viele Joker mitspielen, legt ihr vorher fest |
| Handkarten | 13 pro Spieler |
| Erstes Auslegen | mindestens 31 Punkte laut Schmidt Spiele, 40 als verbreitete Hausregel |
| Figuren | Satz oder Folge aus mindestens 3 Karten |
| Ziel | als Erster alle Karten ablegen |
| Spielart | Kartenspiel, Ablegespiel |

Die Regeln folgen der Spielanleitung von Schmidt Spiele. Den Legespiel-Klassiker mit Zahlensteinen erklären wir auf der Seite Rummy.
Rommé Spielablauf in fünf Schritten
So läuft eine Runde Rommé ab:
- Karten mischen und geben
Mischt beide Kartenspiele zusammen und gebt jedem 13 Karten. Die übrigen Karten liegen verdeckt als Nachziehstapel in der Mitte, daneben entsteht der offene Ablagestapel.
- Karte ziehen
Wer an der Reihe ist, zieht zuerst entweder die oberste Karte vom Nachziehstapel oder die oberste Karte vom Ablagestapel.
- Figuren auslegen
Ihr dürft Sätze und Folgen aus mindestens 3 Karten auslegen. Beim ersten Mal müssen eure ausgelegten Karten zusammen mindestens 31 Punkte wert sein.
- Anlegen und Joker tauschen
Seid ihr herausgekommen, dürft ihr Karten an alle Figuren auf dem Tisch anlegen und einen ausgelegten Joker gegen die passende Karte tauschen. Den Joker müsst ihr im selben Zug wieder verwenden.
- Ablegen und Runde beenden
Zum Schluss legt ihr immer eine Karte offen auf den Ablagestapel. Wer seine letzte Karte ablegt, gewinnt die Runde, und die anderen zählen ihre Handkarten als Punkte für ihn.
Was ist Rommé?
Rommé gehört zur weltweiten Familie der Rummy-Spiele und ist in Deutschland eines der beliebtesten Kartenspiele für die Familie. Gespielt wird mit zwei französischen Blättern samt Jokern. Ziel ist es, Karten zu Sätzen gleicher Werte oder Folgen einer Farbe zu kombinieren und als Erster alle Handkarten abzulegen. Weil es viele Hausregeln gibt, etwa beim ersten Auslegen mit 31 oder 40 Punkten, solltet ihr vor dem Spiel festlegen, welche Regeln gelten. Mit Zahlensteinen statt Karten wird daraus Rummy.
Rommé Karten und Kartenwerte
Rommé wird mit 2 Kartenspielen zu je 55 Karten gespielt, zusammen 110 Karten. Jedes Spiel hat 52 Karten in 4 Farben von 2 bis Ass und dazu Joker. Wie viele Joker ihr verwendet, legt ihr vor dem Spiel fest. Jeder Spieler bekommt 13 Karten. Für das Auslegen und die Abrechnung zählen die Karten so:
| Karte | Punkte |
|---|---|
| 2 bis 10 | Augenzahl, also 2 bis 10 |
| Bube, Dame, König | 10 |
| Ass | 11, in der Folge A-2-3 zählt es 1 |
| Joker beim Auslegen | Wert der Karte, die er ersetzt |
| Joker auf der Hand bei Rundenende | 20 |
Sätze und Folgen
Ausgelegt werden beim Rommé nur Figuren. Eine Figur hat mindestens 3 Karten, und es gibt zwei Arten:
- Satz: 3 oder mehr Karten mit demselben Wert in unterschiedlichen Farben, zum Beispiel Herz-8, Pik-8 und Kreuz-8. Zwei gleiche Karten derselben Farbe dürfen nicht im selben Satz liegen.
- Folge: 3 oder mehr Karten derselben Farbe in lückenloser Reihenfolge, zum Beispiel Karo-9, Karo-10, Karo-Bube. Nach der 10 geht es mit Bube, Dame, König und Ass weiter.
Das Ass darf hoch nach dem König oder niedrig vor der 2 liegen, also Dame, König, Ass oder Ass, 2, 3. Eine Folge König, Ass, 2 ist in den Grundregeln nicht erlaubt. Ein Joker kann jede Karte in einer Figur ersetzen.
Erstes Auslegen: 31 oder 40 Punkte?
Das erste Auslegen heißt Herauskommen. Nach der Anleitung von Schmidt Spiele müssen die Karten, die ihr dabei auslegt, zusammen mindestens 31 Punkte wert sein. Ihr dürft dafür mehrere Figuren auf einmal auslegen. Eine Folge Dame, König, Ass in einer Farbe reicht schon allein, denn 10 + 10 + 11 = 31. Die Folge Ass, 2, 3 bringt dagegen nur 6 Punkte.
Viele Familien spielen mit 40 Punkten zum Herauskommen. Das ist eine verbreitete Hausregel, die Schmidt-Anleitung nennt auch 30 oder 35 Punkte als mögliche Absprache. Wichtig ist nur, dass alle vor dem Spiel dieselbe Grenze kennen.
Anlegen und Joker tauschen
Sobald ihr herausgekommen seid, dürft ihr in jedem Zug eure Karten an alle Figuren auf dem Tisch anlegen, auch an die der Mitspieler. An eine Folge passt die nächste Karte vorne oder hinten, an einen Satz eine Karte mit gleichem Wert in einer fehlenden Farbe.
Liegt in einer Figur ein Joker, dürft ihr ihn gegen die Karte tauschen, die er ersetzt. Den Joker nehmt ihr auf, müsst ihn aber noch im selben Zug in einer neuen Figur verwenden oder an eine Figur anlegen. Behalten dürft ihr ihn nicht.
Ablegen und Rundenende
Jeder Zug endet damit, dass ihr eine Karte offen auf den Ablagestapel legt. Danach ist der linke Nachbar an der Reihe. Die Runde endet, sobald ein Spieler seine letzte Karte abgelegt hat. Auch die letzte Karte muss dabei auf den Ablagestapel.
Punkte zählen und Hand-Rommé
Wer die Runde gewinnt, bekommt Punkte: Alle anderen zählen die Werte ihrer übrigen Handkarten zusammen, und der Gewinner schreibt sich die Summe gut. Ein Joker auf der Hand zählt dabei 20 Punkte. Gewonnen hat, wer zuerst eine vorher vereinbarte Punktzahl erreicht, zum Beispiel 500.
Hand-Rommé
Legt ein Spieler seine gesamten Handkarten in einem einzigen Zug aus, ohne vorher herausgekommen zu sein, ist das Hand-Rommé. Die 31-Punkte-Regel gilt dafür nicht, am Ende des Zugs wird trotzdem eine Karte abgelegt. Der Gewinner bekommt die doppelte Punktzahl gutgeschrieben.
Rommé zu zweit: Regeln für 2 Spieler
Rommé ist für 2 bis 6 Personen gemacht. Für zwei Spieler nennen weder die Anleitung von Schmidt Spiele noch die von ASS Altenburger eigene Regeln: Ihr spielt mit beiden Kartenspielen, jeder bekommt 13 Karten, und zum Herauskommen braucht ihr nach Schmidt 31 Punkte. Zu zweit ändert sich trotzdem einiges am Spielgefühl:
- Großer Nachziehstapel: Nach dem Geben liegen nur 26 der bis zu 110 Karten auf der Hand. Der Rest, also bis zu 84 Karten, bildet den Nachziehstapel.
- Abwechselnd beginnen: Es beginnt der Spieler links vom Geber, zu zweit also immer der Nicht-Geber. Gebt deshalb nach jeder Runde abwechselnd.
- Ablagestapel im Blick: Jede abgelegte Karte kommt direkt vom einzigen Gegner. Was er ablegt und was er vom Ablagestapel nimmt, verrät, welche Figuren er sammelt.
- Punkte: Der Gewinner einer Runde schreibt sich die Restkarten des Gegners gut. Das Ziel, etwa 500 Punkte, legt ihr vorher fest.
Wer zu zweit mit nur einem Kartenspiel spielen will, kann auf das englische Rummy mit Karten ausweichen: Dort reicht ein Blatt mit 52 Karten, und zu zweit bekommt jeder 10 Karten. Weitere Spiele für zwei Personen stellt die Übersicht Kartenspiele zu zweit vor.
Welche Rommé-Varianten gibt es?
Die Schmidt-Anleitung beschreibt mehrere Varianten, die ihr mit den Grundregeln kombinieren könnt:
- Klopfen: Wer schon herausgekommen ist, darf auf eine gerade abgeworfene Karte klopfen. Der linke Nachbar des Ablegenden hat Vorrang. Nimmt er die Karte nicht, bekommt sie der Erste, der geklopft hat, und er muss zusätzlich eine Strafkarte vom Nachziehstapel ziehen.
- Räuber-Rommé: Ihr dürft ausgelegte Figuren nicht nur ergänzen, sondern komplett neu kombinieren. Jede Figur muss danach wieder gültig sein.
- Kartenfolge: Folgen dürfen über das Ass hinaus weitergehen, also König, Ass, 2 in einer Farbe.
- Joker: Wer einen Joker auslegt, sagt an, welche Karte er ersetzt. Getauscht werden darf er nur gegen genau diese Karte.
Verwandt mit Rommé sind Canasta, das ebenfalls mit Sätzen und 2 Kartenspielen gespielt wird, das Legespiel Rummy mit Zahlensteinen statt Karten und Phase 10, bei dem ihr ebenfalls Sätze und Folgen sammelt. Weitere Klassiker findet ihr in der Übersicht Kartenspiele.