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Rumis Spiel: Regeln für das 3D-Legespiel von Stefan Kögl

Rumis ist ein dreidimensionales Legespiel von Stefan Kögl für 2 bis 4 Spieler ab 7 Jahren, erschienen 2003 bei der Murmel Spielwerkstatt in Zürich. Rumis bedeutet Steine in Quechua, der Sprache der Inka.

Stand  · Redaktionell geprüft

  • 2-4 Spieler
  • ab 7 Jahren
  • ca. 15-20 Min.
Rumis

Gemeinsam baut ihr aus farbigen Steinen ein Bauwerk nach Vorgabe des Spielplans, etwa eine Pyramide. Jeder Stein muss an die eigene Farbe grenzen, Löcher sind verboten. Am Ende zählen alle Flächen der eigenen Farbe, die man von oben sieht.

Kurzfakten zu Rumis Spiel
Spieler2 bis 4
Alterab 7 Jahren
Daueretwa 15 bis 20 Minuten
AutorStefan Kögl
VerlagMurmel Spielwerkstatt und Verlag, 2003
MaterialSpielsteine in 4 Farben, Spielpläne mit verschiedenen Bauwerken
Zieldie meisten von oben sichtbaren Flächen
SpielartLegespiel, Brettspiel, Familienspiel, Gesellschaftsspiel
Rumis

Rumis und Rumis+ Spielanleitung als PDF.

Rumis Spiel in fünf Schritten

So spielt ihr Rumis:

  1. Vorbereiten

    Jeder nimmt alle Steine einer Farbe. Ihr wählt einen Spielplan mit einem Bauwerk und legt ihn in die Mitte.

  2. Ersten Stein legen

    Ein Spieler legt einen Stein in die Grundfläche. Die anderen legen ihren ersten Stein so, dass er einen gelegten Stein und die Spielfläche berührt.

  3. Weiterbauen

    Jeder weitere Stein muss mit mindestens einer Fläche an oder auf einem Stein der eigenen Farbe liegen.

  4. Grenzen beachten

    Kein Stein darf über Grundfläche oder Höhe hinausragen, und unter Steinen dürfen keine Löcher entstehen.

  5. Werten

    Kann niemand mehr legen, zählt jeder die von oben sichtbaren Flächen seiner Farbe, minus übrige Steine.

Was ist Rumis?

Rumis ist ein Bauspiel, bei dem alle an einem gemeinsamen Bauwerk arbeiten und trotzdem gegeneinander spielen. Die Szenarien auf den Spielplänen sind nach Bauwerken der Inka benannt. Jedes legt eine Grundfläche und eine Höchstgrenze fest. Wer geschickt baut, sichert sich Flächen ganz oben, und wer den anderen den Platz versperrt, hindert sie daran, ihre Steine loszuwerden. 2004 brachte der US-Verlag Educational Insights das Spiel heraus, ab 2008 erschien es als Blokus 3D mit angepassten Regeln. Rumis ist mit Blokus verwandt, das bei Winning Moves und später Mattel erschien.

Auszeichnungen

Rumis hat mehrere Preise und Listenplätze erhalten:

  • Auswahlliste Spiel des Jahres
  • 2. Platz beim internationalen Wettbewerb für Spieleautoren 2001
  • Spiel des Monats
  • Mensa Select Games 2004

Rumis Spielregeln im Detail

Spielvorbereitung

Zu Beginn bekommt jeder alle Spielsteine einer Farbe. Ihr wählt gemeinsam einen Spielplan und legt ihn in die Mitte. Welche Grundfläche und welche Höhe gelten, hängt vom Szenario und von der Zahl der Spieler ab; die Angaben stehen in der Tabelle links oben auf dem Spielplan.

Steine legen

Ein Spieler beginnt und legt einen Stein innerhalb der Grundfläche des Szenarios. Danach legt im Uhrzeigersinn jeder seinen ersten Stein so, dass er an einen gelegten Stein grenzt und die Spielfläche berührt. Alle weiteren Steine müssen mit mindestens einer Seitenfläche an oder auf Steinen der eigenen Farbe liegen. Dabei gilt:

  • Kein Teil eines Steins darf über Grundfläche und Höhe des Szenarios hinausragen.
  • Unter den Steinen dürfen keine Löcher entstehen.
  • Wer einmal keinen Stein mehr legen kann, scheidet aus und legt auch später keinen Stein mehr.

Szenarien und Höhenbegrenzung

Bei den Szenarien Colca, Puncu und Apachita hängt die Bauhöhe nur von der Spielerzahl ab; eine rote Linie verkleinert die Grundfläche, wenn weniger Spieler mitspielen. Bei den dreidimensionalen Szenarien Chaka, Huaca und Incahuasi stehen die maximalen Höhen pro Reihe als Zahlen auf dem Grundriss. Bei Colca mit zwei Spielern ist die Höhe zum Beispiel auf 4 begrenzt, so lang wie der längste Stein.

Spielende und Wertung

Das Spiel endet, wenn niemand mehr einen Stein legen kann. Dann wird das Bauwerk von oben betrachtet. Für jede sichtbare Einzelfläche der eigenen Farbe gibt es einen Punkt, ein einzelner Stein kann also bis zu vier Punkte bringen. Davon wird die Zahl der eigenen, nicht verbauten Steine abgezogen. Es gewinnt, wer die meisten Punkte hat.

Rumis+

Rumis+ ist eine Erweiterung mit neuen Szenarien, die 2006 erschien und auch allein zu zweit spielbar ist. Zusammen mit den Steinen aus Rumis können bis zu 6 Personen spielen. Für 5 und 6 Spieler dürfen sich die ersten Steine nur an den Kanten berühren. Für 2 Spieler gibt es eine Sonderregel: Nach einer Zwischenwertung bauen die Spieler ihre Steine wieder ab und auf der anderen Seite des Spielplans neu auf.

Rumis Spielanleitung als PDF

Die Anleitung enthält die Regeln für Rumis und für die Erweiterung Rumis+:

Rumis Spielanleitung als PDF

Unser Fazit zu Rumis

So einfach die Regeln sind, so knifflig wird Rumis, wenn echte Strategen am Tisch sitzen. Man baut gemeinsam und spielt doch gegeneinander, denn jede Fläche ganz oben zählt. Strategie ist nicht alles, hilft aber sehr beim Punktesammeln. Besonders gefallen uns die kurzen Runden, die die Spannung hochhalten, und das räumliche Denken, das Rumis fordert und fördert, bei Erwachsenen wie bei Kindern ab 7 Jahren.

Häufige Fragen zu Rumis

Wie funktioniert Rumis?
Ihr baut gemeinsam ein Bauwerk aus Steinen. Jeder Stein muss an die eigene Farbe grenzen. Am Ende zählen die von oben sichtbaren Flächen.
Wie viele Spieler können Rumis spielen?
2 bis 4 Spieler ab 7 Jahren. Mit der Erweiterung Rumis+ sind bis zu 6 Spieler möglich.
Wer gewinnt bei Rumis?
Wer die meisten von oben sichtbaren Flächen seiner Farbe hat. Für jeden nicht verbauten Stein gibt es einen Minuspunkt.
Was bedeutet Rumis?
Rumis bedeutet Steine in Quechua, der Sprache der Inka. Die Szenarien sind nach Inka-Bauwerken benannt.
Was ist der Unterschied zu Blokus 3D?
Blokus 3D ist eine spätere Ausgabe von Rumis mit angepassten Regeln. Erfunden hat beide Stefan Kögl.
Kann man Rumis allein spielen?
Das geht, doch dann fehlt der Wettbewerb. Gedacht ist es für 2 bis 4 Spieler.