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Sackhüpfen: Regeln, Material und Varianten für Kinderfeste

Sackhüpfen ist ein Wettlauf, bei dem jeder Läufer mit beiden Beinen in einem leeren Sack steht, ihn mit den Händen bis zur Hüfte hochzieht und so zum Ziel hüpft. Wer zuerst die Ziellinie überquert, gewinnt. Gespielt wird draußen, am liebsten auf dem Kindergeburtstag, beim Sommerfest oder Schulfest.

Stand  · Redaktionell geprüft ·

  • ab 2 Spieler
Sackhüpfen: Kinder hüpfen in Säcken über die Wiese zur Ziellinie
Kurzfakten zu Sackhüpfen
Spielerab 2, mehr als Säcke vorhanden sind: als Staffel
AlterKinder, die sicher auf beiden Beinen hüpfen können
Dauerein Lauf dauert meist nur Sekunden
Materialein leerer Sack pro Läufer, Start- und Ziellinie
Ortdraußen auf Rasen oder Wiese
SpielartGeburtstagsspiel, Wettlaufspiel, Bewegungsspiel
Sackhüpfen: Kinder hüpfen in Säcken über die Wiese zur Ziellinie

Sackhüpfen Regeln in fünf Schritten

So läuft ein Sackhüpfen-Rennen ab:

  1. Strecke abstecken

    Markiert auf einer Wiese eine Startlinie und eine Ziellinie mit Seil, Kreide oder Stöcken. Jeder Läufer bekommt eine eigene Bahn mit etwas Abstand zum Nachbarn.

  2. In den Sack steigen

    Jeder Läufer stellt sich mit beiden Beinen in einen leeren Sack hinter die Startlinie und zieht den Sack mit beiden Händen bis kurz unter die Hüfte hoch.

  3. Start

    Auf das Startsignal hüpfen alle gleichzeitig los. Die Füße bleiben die ganze Zeit im Sack, die Hände halten den Sack fest.

  4. Hinfallen und weiter

    Wer stürzt, steht wieder auf und hüpft von der Stelle aus weiter. Ob Laufen im Sack erlaubt ist, legt ihr vorher fest; meist gilt nur Hüpfen.

  5. Ziel

    Wer als Erster mit dem Sack die Ziellinie überquert, gewinnt den Lauf.

Was ist Sackhüpfen?

Sackhüpfen ist ein international bekanntes Wettlaufspiel. Die Teilnehmer stecken ihre Beine in einen leeren Sack, der ihnen bis kurz vor die Hüften reicht, halten ihn mit beiden Händen fest und hüpfen um die Wette. Heute ist Sackhüpfen vor allem ein Kinderspiel und gehört zu den Klassikern unter den Spielen für Kinderfeste, ähnlich wie der Eierlauf mit Löffel und Ei.

Was braucht ihr zum Sackhüpfen?

Für ein Sackhüpfen genügt wenig Material, das ihr meist schon zu Hause habt oder leicht leihen könnt:

  • Säcke: einen leeren Sack pro Läufer, etwa Jute-, Kartoffel- oder stabile Stoffsäcke. Der Sack sollte dem Kind bis etwa zur Hüfte reichen.
  • Markierungen: ein Seil, Kreide, Hütchen oder Stöcke für Start, Ziel und Bahnen.
  • Weicher Untergrund: Rasen oder Wiese, kein Asphalt und kein Kies.
  • Kleine Preise: wenn ihr Sieger ehren wollt, zum Beispiel Urkunden oder Süßigkeiten.

Welche Varianten gibt es beim Sackhüpfen?

Mit diesen Abwandlungen passt ihr das Sackhüpfen an Gruppe und Alter an:

  • Sackhüpf-Staffel: Zwei Teams stehen hintereinander. Wer am Ziel oder an einer Wendemarke ankommt, hüpft zurück und übergibt den Sack an das nächste Kind. Das passt, wenn es weniger Säcke als Kinder gibt.
  • Hindernis-Sackhüpfen: Kleine Hindernisse wie ein Seil am Boden oder ein Slalom um Hütchen machen die Strecke abwechslungsreicher.
  • Team-Sackhüpfen: In einem sehr großen Sack hüpfen mehrere Spieler gemeinsam und müssen ihren Takt abstimmen.
  • Ohne Wertung: Für die Kleinsten hüpfen alle gemeinsam bis zur Ziellinie, jeder bekommt am Ende einen Preis.

Tipps für ein sicheres Sackhüpfen

Beim Hüpfen im Sack fallen Kinder leicht hin. Diese Punkte senken das Risiko:

  • Nur auf weichem Untergrund spielen, Steine und Äste vorher von der Strecke räumen.
  • Genug Abstand zwischen den Bahnen lassen, damit niemand den Nachbarn mitreißt.
  • Eine kurze Strecke wählen, damit auch jüngere Kinder ins Ziel kommen.
  • Säcke passend zur Körpergröße verteilen: Zu lange Säcke bringen Kinder ins Stolpern.

Sackhüpfen, Eierlauf oder Dreibeinlauf: was passt zu eurer Feier?

Alle drei sind Wettläufe für draußen, die Herausforderung ist jeweils eine andere. Beim Sackhüpfen zählt Sprungkraft und Gleichgewicht. Beim Eierlaufen geht es um eine ruhige Hand, weil ein Ei auf dem Löffel balanciert wird. Beim Dreibeinlauf binden zwei Kinder je ein Bein aneinander und müssen im gleichen Takt laufen. Wer drinnen bleiben muss, findet Spiele mit ähnlich viel Bewegung beim Zeitungstanz und weitere Ideen in den Spielen für den Kindergeburtstag.

Woher kommt das Sackhüpfen?

Sackhüpfen ist ein altes Volks- und Kinderspiel. Bei den Olympischen Spielen 1904 in St. Louis fand sogar ein Wettbewerb im Sackhüpfen statt; das Internationale Olympische Komitee wertet ihn aber nicht als olympische Disziplin. Die sächsische Stadt Dahlen trägt den Beinamen Sackhupperstadt.

Häufige Fragen zum Sackhüpfen

Wie funktioniert Sackhüpfen?
Jeder Läufer steigt mit beiden Beinen in einen leeren Sack, hält ihn mit beiden Händen bis zur Hüfte fest und hüpft auf ein Startsignal zur Ziellinie. Wer zuerst ankommt, gewinnt.
Welche Säcke eignen sich zum Sackhüpfen?
Leere Jute-, Kartoffel- oder stabile Stoffsäcke, die dem Kind etwa bis zur Hüfte reichen. Zu lange Säcke führen schnell zu Stürzen.
Darf man beim Sackhüpfen laufen?
Das legt ihr vor dem Start fest. Meist gilt: Beide Füße bleiben im Sack und es wird nur gehüpft.
Was tun, wenn es weniger Säcke als Kinder gibt?
Spielt das Sackhüpfen als Staffel. Die Kinder eines Teams hüpfen nacheinander und geben den Sack an der Startlinie weiter.
War Sackhüpfen einmal olympisch?
Bei den Olympischen Spielen 1904 gab es einen Wettbewerb im Sackhüpfen. Das IOC zählt ihn aber nicht zu den offiziellen olympischen Wettbewerben.