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Egizia Spielregeln: Nil, Bautrupps und Bauwerke in 5 Runden

Egizia ist ein Strategiespiel von Virginio Gigli, Flaminia Brasini, Stefano Luperto und Antonio Tinto für 2 bis 4 Spieler ab 12 Jahren und dauert etwa 90 Minuten. Die deutsche Ausgabe erschien 2009 bei Hans im Glück.

Stand  · Redaktionell geprüft

  • 2-4 Spieler
  • ab 12 Jahren
  • ca. 90 Min.
Egizia

Die Spieler fahren mit ihren Schiffen den Nil hinab, sichern sich Karten und Bauplätze, ernähren ihre Bautrupps und bauen an Sphinx, Obelisk, Gräbern, Pyramide und Tempel. Nach 5 Runden gewinnt, wer die meisten Punkte hat.

Kurzfakten zu Egizia
Spieler2 bis 4
Alterab 12 Jahren
Dauerca. 90 Minuten
AutorVirginio Gigli, Flaminia Brasini, Stefano Luperto, Antonio Tinto
VerlagHans im Glück, 2009
Material1 Spielplan, 4 Spielertableaus, 32 Schiffe, 96 Steine, 16 Bautrupp-Plättchen, 8 Startkarten, 56 Nil-Karten, 29 Sphinx-Karten, 20 Gräber-Plättchen, 4 Nummern-Plättchen, 1 Wasserring, 4 Skarabäus-Plättchen
Runden5 Runden mit je 7 Phasen
SpielartStrategiespiel, Brettspiel
Egizia

Egizia Spielanleitung als PDF.

Egizia Spielregeln in fünf Schritten

So läuft eine Runde Egizia ab:

  1. Nil-Karten auslegen

    Zu Beginn jeder Runde kommen 10 Nil-Karten offen auf die Felder am Nil, in Runde 1 und 2 vom Stapel 1/2, in Runde 3 und 4 vom Stapel 3/4, in Runde 5 vom Stapel 5.

  2. Nil befahren

    Reihum setzt jeder ein Schiff auf eine Nil-Karte, ein rundes Feld oder ein Baufeld. Jedes neue Schiff muss weiter flussabwärts stehen als die eigenen Schiffe davor.

  3. Ernähren und produzieren

    Jeder vergleicht die Stärke seiner Bautrupps mit seinem Getreide und verliert Punkte, wenn es nicht reicht. Dann liefern die Steinbrüche neue Steine.

  4. Bauen

    An Sphinx, Obelisk und Gräbern sowie Pyramide und Tempel setzt jeder mit einem Bautrupp Steine ein und erhält sofort Punkte.

  5. Bonus und Reihenfolge

    Wer an Bauwerken mitgewirkt hat, erhält 1, 3 oder 6 Bonuspunkte. Wer die wenigsten Punkte hat, ist in der nächsten Runde Erster.

Was ist Egizia?

Egizia ist ein Worker-Placement-Spiel im alten Ägypten. Die Schiffe sind die Arbeiter: Wer früh einen guten Platz am Nil besetzt, schneidet sich selbst den Weg flussaufwärts ab. Getreide, Steine und die Stärke der Bautrupps müssen im Gleichgewicht bleiben, denn hungrige Bautrupps kosten Punkte. Punkte gibt es sofort fürs Bauen, die Sphinx-Karten zählen erst am Ende.

Spielmaterial

Zum Spiel von Hans im Glück gehören:

  • 1 großer Spielplan
  • 4 Spielertableaus
  • 32 Schiffe und 96 Steine in 4 Farben
  • 16 Bautrupp-Plättchen in 4 Farben
  • 4 Startkarten Steinbruch und 4 Startkarten Getreide
  • 56 Nil-Karten (22 für Runde 1/2, 22 für Runde 3/4, 12 für Runde 5)
  • 29 Sphinx-Karten und 20 Gräber-Plättchen
  • 4 Nummern-Plättchen, 1 Wasserring und 4 Skarabäus-Plättchen

Egizia Spielregeln im Detail

Spielvorbereitung

Jeder erhält ein Tableau, 4 Bautrupps (den Joker-Bautrupp auf Feld 2, die anderen auf Feld 1), 8 Schiffe, 24 Steine sowie je eine Startkarte Steinbruch und Getreide. Mit 4 seiner Steine markiert jeder die Zählleiste, den Steineverkauf, den Getreidemarkt und seine Steineleiste. Jeder zieht eine Sphinx-Karte. Der Wasserring liegt auf dem mittleren Bewässerungsfeld. Von 20 Gräber-Plättchen kommen 12 auf den Plan, die ersten 4 offen.

Nil befahren

Der Spieler mit Nummer 1 setzt sein erstes Schiff, dann folgen die anderen in Nummernfolge, immer ein Schiff pro Zug. Auf jedem Feld steht nur ein Schiff. Nil-Karten nimmt man und führt sie aus, runde Felder (Edfu, Thebae, Passalon und weitere) verbessern Bautrupps, Märkte oder verschieben den Wasserring. An jedem Bauplatz darf jeder nur ein Schiff haben. Wer passt, steigt für diese Phase aus.

Bautrupps ernähren und Steine produzieren

Der Wasserring bestimmt, welche Getreidefelder Getreide liefern: grüne immer, gelbgrüne nur bei mittlerer oder rechter Lage. Ist die Stärke aller Bautrupps größer als das Getreide, verliert man pro fehlendem Getreide 1 bis 3 Punkte, je nach Stand auf dem Getreidemarkt. Danach liefern die Steinbrüche Steine, höchstens 25 auf der Steineleiste.

Bauen

Die drei Bauplätze werden von oben nach unten abgehandelt, beginnend mit dem Schiff am nächsten zum Nil. Pro Bauplatz setzt man einen Bautrupp ein, auf Wunsch zusammen mit dem Joker-Bautrupp:

  • Sphinx: so viele Karten ziehen, wie der Bautrupp stark ist (höchstens 5), eine behalten, für jede zurückgelegte Karte 1 Punkt.
  • Obelisk und Gräber: Steine von unten nach oben setzen oder Gräber-Plättchen der Reihe nach nehmen. Punkte sofort, dazu ein Schritt auf Steineverkauf oder Getreidemarkt.
  • Pyramide und Tempel: Steine setzen und Punkte sofort erhalten. Ist eine Pyramidenreihe voll, bekommt der Spieler mit den meisten Steinen dort 1 Punkt je Stein der Reihe.

Bonus, Reihenfolge und Spielende

Wer an Bauplätzen mit Schiffen Steine verbaut hat, erhält für 1, 2 oder 3 Schiffe 1, 3 oder 6 Bonuspunkte. Die neue Spielerreihenfolge richtet sich nach der Zählleiste, der Letzte wird Erster. Nach der 5. Runde folgt die Schlusswertung: Steine verkaufen (2 Steine für 1 Punkt, wenn der Marker auf den unteren Reihen des Steineverkaufs steht), Gräber-Plättchen werten (Summe 1 bis 10: 2 Punkte, 11 bis 20: 5 Punkte, ab 21: 9 Punkte) und Sphinx-Karten prüfen. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Regeln für 2 oder 3 Spieler

Zu zweit oder zu dritt stehen nur zwei der drei Felder an jedem Bauplatz zur Verfügung. Das dritte Feld deckt ihr mit einem Stein einer unbenutzten Farbe ab.

Egizia Spielanleitung als PDF

Egizia Spielanleitung als PDF

Häufige Fragen zu Egizia

Wie viele Spieler können Egizia spielen?
2 bis 4 Spieler ab 12 Jahren, eine Partie dauert etwa 90 Minuten.
Wie viele Runden hat Egizia?
Fünf Runden mit je sieben Phasen.
Was ist die wichtigste Regel am Nil?
Jedes neue Schiff muss weiter flussabwärts stehen als die eigenen Schiffe davor.
Was passiert, wenn das Getreide nicht reicht?
Pro fehlendem Getreide verliert man 1 bis 3 Punkte, je nach Stand auf dem Getreidemarkt.
Wann zählen die Sphinx-Karten?
Erst in der Schlusswertung, wenn ihre Bedingung erfüllt ist.
Wer hat Egizia erfunden?
Virginio Gigli, Flaminia Brasini, Stefano Luperto und Antonio Tinto. Die deutsche Ausgabe erschien 2009 bei Hans im Glück.