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Die Null beim Roulette: Zero, Gewinn bei 0 und En-prison-Regel

Die Null beim Roulette, auch Zero genannt, ist das grüne Fach im Kessel, das weder zu Rot noch zu Schwarz, weder zu Gerade noch zu Ungerade gehört: Fällt die Kugel auf die Null, verlieren alle einfachen Chancen oder wandern en prison, während nur Einsätze direkt auf die Null oder auf Kombinationen mit ihr gewinnen; genau daraus entsteht der Hausvorteil der Bank von 2,7 Prozent, beim amerikanischen Roulette mit Doppelnull von 5,26 Prozent.

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Die Null beim Roulette
Kurzfakten zu Die Null beim Roulette
Fächer im Kesseleuropäisches Roulette 37 (0 bis 36), amerikanisches Roulette 38 (0, 00 und 1 bis 36)
Auszahlung bei Plein auf die Null35:1, wie bei jeder anderen Zahl
Kombinationen mit der NullCheval 17:1, First Three (0, 1, 2) 11:1, First Four (0, 1, 2, 3) 8:1
Einfache Chancen bei Nullverlieren oder gehen en prison: Der Einsatz bleibt gesperrt liegen und wird zurückgegeben, wenn die Chance in der nächsten Runde trifft
Hausvorteil2,7 Prozent mit einer Null, 5,26 Prozent mit Doppelnull
Auszahlungsquote97,3 Prozent (37 Fächer) bzw. 94,7 Prozent (38 Fächer)
Die Null beim Roulette

Die Null beim Roulette: das Wichtigste in fünf Punkten

Das Wichtigste zur Null beim Roulette in fünf Punkten:

  • Die Null ist eine Zahl wie jede andere: Auf sie kann direkt gesetzt werden (Plein, 35:1), ebenso in Kombinationen wie Cheval, First Three oder First Four.
  • Die Null gehört zu keiner einfachen Chance: Sie ist weder rot noch schwarz, weder gerade noch ungerade, weder niedrig noch hoch. Fällt sie, treffen die einfachen Chancen nicht.
  • En prison statt Totalverlust: Beim Französischen Roulette werden Einsätze auf einfache Chancen bei Zero gesperrt und in der nächsten Runde zurückgegeben, wenn die Chance dann trifft; alternativ kann die Hälfte des Einsatzes zurückgenommen werden (La Partage).
  • Die Null macht den Hausvorteil: Die Quoten sind so berechnet, als gäbe es 36 Zahlen; das 37. Fach verschafft der Bank im Schnitt 2,7 Prozent jedes Einsatzes, mit der Doppelnull 5,26 Prozent.
  • Doppelnull nur im amerikanischen Roulette: Das Rad mit 0 und 00 ist die historische Ursprungsform; die europäische Variante mit einer Null ist für Spieler günstiger.

Die Null und die Doppelnull

Der typische Roulette-Kessel besteht entweder aus 37 oder aus 38 Feldern, je nachdem, welche Variante ihr vor euch habt. Die europäische Version zeigt die Zahlen 1 bis 36 in den Farben Rot und Schwarz sowie die grüne Zero. Beim amerikanischen Roulette trefft ihr ebenfalls auf die Zahlen 1 bis 36, daneben findet ihr eine Null und eine Doppelnull. Das ist sogar die ältere Form: Schon die frühen Pariser Kessel hatten eine Null und eine Doppelnull. Im 19. Jahrhundert verzichtete François Blanc in der Spielbank Bad Homburg auf die Doppelnull, wodurch der Hausvorteil der Bank von 5,26 auf 2,7 Prozent sank. Dass Blaise Pascal das Roulette erfunden habe, gilt als Missverständnis: Seine Schriften von 1658 behandeln die Zykloide, die im Französischen ebenfalls Roulette heißt.

Die Zero und der Hausvorteil

Warum bringt die Null überhaupt einen Hausvorteil? Die Gewinnquoten der Spieler werden so berechnet, als ob gar keine Zero vorhanden wäre, obwohl es sie in Wirklichkeit natürlich gibt. Wenn ihr zum Beispiel auf Schwarz wettet, dann hättet ihr theoretisch eine Fifty-fifty-Chance zu gewinnen, wenn da nicht die eine grüne Zahl wäre, die eure Quote kippen lässt. Bei zwei Nullen wird die Gewinnchance noch ein wenig mehr verzerrt. Klar, die Spielbank möchte natürlich an ihrem Service etwas verdienen und deshalb wird sie die Null niemals aus dem Kessel streichen. Nur die Doppelnull, die darf manchmal fehlen.

Kann man auf die Null wetten?

Ja, die Null ist eine Zahl wie jede andere: Ihr könnt direkt auf sie setzen oder sie mit benachbarten Zahlen kombinieren. Die Quoten sind dieselben wie bei allen anderen Zahlen. Gemäß der Roulette Regeln gibt es vier Einsätze, die bei Zero gewinnen:

Kann man auf die Null wetten?
EinsatzZahlenAuszahlung bei Zero
Plein035:1
Cheval0 und 1, 0 und 2 oder 0 und 317:1
Transversale mit Null0, 1 und 2 (Les trois premiers) oder 0, 2 und 311:1
Carré (Les quatre premiers)0, 1, 2 und 38:1
Einsätze auf die Null beim europäischen Roulette und ihre Auszahlung

Ein Plein auf die Null mit 10 Euro bringt also 350 Euro Gewinn, der Einsatz bleibt euch zusätzlich erhalten. Beim amerikanischen Roulette kommt die Doppelnull als eigene Zahl hinzu; auch auf sie zahlt ein Plein 35:1.

So setzt ihr beim Roulette auf die Null:

  1. Kessel prüfen

    Schaut zuerst, ob am Tisch europäisches Roulette mit einer Null (37 Fächer) oder amerikanisches Roulette mit 0 und 00 (38 Fächer) gespielt wird.

  2. Plein auf die Null

    Legt die Jetons direkt auf das Feld 0. Fällt die Kugel auf die Null, zahlt die Bank 35:1.

  3. Kombination wählen

    Wer die Null mit Nachbarzahlen abdecken will, setzt Cheval (17:1), First Three mit 0, 1, 2 (11:1) oder First Four mit 0, 1, 2, 3 (8:1).

  4. Einfache Chancen beachten

    Einsätze auf Rot, Schwarz, Gerade, Ungerade, Manque oder Passe treffen bei Null nicht. Beim Französischen Roulette gehen sie en prison oder werden zur Hälfte zurückgegeben (La Partage).

  5. Gewinn kassieren

    Nach dem Ansagen der Zahl räumt der Croupier verlorene Einsätze ab und zahlt die Treffer auf die Null und ihre Kombinationen aus.

Was passiert, wenn die Null kommt?

Fällt die Kugel in das grüne Fach, gewinnen nur die Einsätze, die die Null enthalten. Für alle anderen Einsätze gilt beim französischen Roulette Folgendes:

  • Einfache Chancen (Rot oder Schwarz, Gerade oder Ungerade, Manque oder Passe) verlieren nicht sofort, sondern gehen en prison. Spielt ein Casino ohne die Prison-Regel, verlieren sie direkt.
  • Dutzende und Kolonnen verlieren, denn die Null gehört zu keinem Dutzend und keiner Kolonne.
  • Plein, Cheval, Transversalen und Carrés ohne Null verlieren wie bei jeder anderen Gewinnzahl.

Am amerikanischen Tisch nach US-Art gibt es keine Prison-Regel: Bei 0 und 00 verlieren auch die einfachen Chancen sofort.

En prison und La Partage: Was passiert mit einfachen Chancen?

Wenn ihr euren Einsatz auf eine einfache Chance gesetzt habt, also auf Rot oder Schwarz, Gerade oder Ungerade, Manque oder Passe, dann geschieht bei Zero etwas ganz Spezielles: Die Chips bleiben liegen und sind für euch gesperrt. Auf Französisch heißt das en prison, also im Gefängnis. Trifft eure Chance in der Folgerunde, erhaltet ihr euren Einsatz zurück, aber keinen Gewinn. Trifft die Gegenchance, kassiert die Bank eure Chips ein.

Kommt in der Folgerunde erneut die Null, ist der Einsatz noch nicht verloren: Er geht in das Double Prison und bleibt für zwei weitere Runden gesperrt. Statt zu warten, könnt ihr mit der Ansage Partagez la masse auch sofort die Hälfte des gesperrten Einsatzes zurücknehmen, sofern sich der Einsatz teilen lässt (La Partage). Durch diese Regeln sinkt der Hausvorteil auf einfache Chancen auf 1,35 Prozent.

Die Null beim Roulette

Zero-Spiel und Voisins du Zéro: Annoncen rund um die Null

Neben dem Einzelsatz auf die Null kennt das französische Roulette zwei Annoncen, die die Null und ihre Nachbarn im Kessel abdecken. Gesetzt wird mit einer Ansage an den Croupier, der die Stücke verteilt.

Das Zero-Spiel (Jeu Zéro)

Das Zero-Spiel deckt mit vier Stücken die sieben Zahlen ab, die im Kessel direkt neben der Null liegen: 12, 35, 3, 26, 0, 32 und 15. Die vier Stücke liegen so auf dem Tableau:

Das Zero-Spiel (Jeu Zéro)
StückEinsatzZahlenAuszahlung bei Treffer
1Cheval0 und 317:1
2Cheval12 und 1517:1
3Cheval32 und 3517:1
4Plein2635:1
Das Zero-Spiel mit vier Stücken

Bezahlt wird nur das Stück, das getroffen hat, nach den normalen Quoten für Cheval und Plein; die drei übrigen Stücke verliert ihr. Fällt die Kugel auf eine der sieben Zahlen, gewinnt ihr bei einem Cheval also 17 Stücke und bei der 26 35 Stücke; abzüglich der drei verlorenen Stücke bleibt ein Reingewinn von 14 beziehungsweise 32 Stücken.

Voisins du Zéro (Große Serie)

Die Voisins du Zéro, auch Große Serie genannt, erweitern das Prinzip auf 17 Zahlen zwischen 22 und 25 im Kessel und werden mit neun Stücken gespielt: je zwei Stücke auf die Transversale 0, 2, 3 und auf das Carré 25, 26, 28, 29 sowie je ein Stück auf die Chevaux 4 und 7, 12 und 15, 18 und 21, 19 und 22 sowie 32 und 35.

Gewinnchancen mit Null und Doppelnull

Beim Roulette Spiel mit 37 Zahlen beträgt die Auszahlungsquote immerhin 97,3 Prozent, mit der Doppelnull rutscht sie auf 94,7 Prozent. Amerikanisches Roulette ist also per se für den Spieler nicht von Vorteil, obwohl einige alte Hasen dieses Konzept als besonders spannend empfinden. Auf den einfachen Chancen steigt die Auszahlungsquote mit der Prison-Regel auf 98,65 Prozent, weil sich der Hausvorteil dort auf 1,35 Prozent halbiert.

Gilt die Null auch beim Online-Roulette?

Roulette wird nicht nur in Spielbanken am drehenden Kessel gespielt, sondern auch online. Die Regeln mitsamt Null und Doppelnull unterscheiden sich im digitalen Raum normalerweise nicht vom Spiel am Tisch, und auch der Hausvorteil bleibt derselbe.

Häufige Fragen zur Null beim Roulette

Was passiert, wenn beim Roulette die 0 kommt?
Es gewinnen nur Einsätze, die die Null enthalten. Dutzende und Kolonnen verlieren, einfache Chancen gehen beim französischen Roulette en prison oder werden zur Hälfte zurückgegeben.
Wie viel gewinnt man, wenn man auf die 0 setzt?
Ein Plein auf die Null zahlt 35:1. Bei 10 Euro Einsatz gibt es 350 Euro Gewinn, der Einsatz bleibt zusätzlich erhalten.
Welche Farbe hat die Null beim Roulette?
Die Null ist grün. Sie ist weder rot noch schwarz und gehört zu keiner einfachen Chance.
Ist die Null gerade oder ungerade?
Weder noch. Beim Roulette zählt die Null nicht zu Pair oder Impair, deshalb verlieren Wetten auf Gerade und Ungerade, wenn sie fällt.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Null kommt?
Beim europäischen Roulette mit 37 Fächern 1 zu 37, also rund 2,7 Prozent pro Coup.
Was ist der Unterschied zwischen 0 und 00?
Die Doppelnull gibt es nur beim amerikanischen Roulette mit 38 Fächern. Sie erhöht den Hausvorteil von 2,7 auf 5,26 Prozent.