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Dienstag, 26.03.2013

Monopoly – wie ein Spielbrett die Welt eroberte

Als Charles Darrow an einem kalten Donnerstag des Jahres 1929 nach Hause kommt, ist er verzweifelt. Der Vertreter für Heizgeräte hat gerade seinen Job verloren, die Weltwirtschaftskrise hat ein weiteres Opfer gefunden. Seine Frau erwartet ihr erstes Kind, die Not ist groß, die Langeweile auch. Darrow weiß nicht weiter und fängt das große Zocken an, als ihm eher beiläufig ein Brettspiel in die Hände fällt: Monopoly. Darrow ist sofort Feuer und Flamme und macht sich an die Vermarktung des Spiels, kann doch nun endlich jedermann beim spielerischen Immobiliengeschacher für einige, wenige Stunden reich werden. Er verpasst dem Monopoly etwas Feinschliff und bietet es Parker Brothers zum Kauf an. Doch die Produzenten von Spielzeug und Spielwaren lehnen ab, das Spiel ist zu langatmig und kompliziert - abzocken passt nicht in die krisengeschüttelte Zeit. Der arbeitslose Familienvater kämpft, setzt alles auf´s Spiel und produziert 5000 Exemplare in Eigenregie, die sich wie warme Semmel verkaufen. Parker wird hellhörig, kauft Darrow das Spiel ab, Darrow wird als erster Spielautor der Geschichte Millionär. Später stellt sich heraus, dass Monopoly mehr oder weniger eine gut gemachte „Kopie“ anderer Spiele darstellt. Parker zahlt die Erfinder aus. Heute gibt es Monopoly in mehr als 80 Ländern, in mindestens 26 Sprachen. Hiezulande zählt es zu den bestverkauften Familienspielen. Man munkelt das das Spiel, das als „kapitalistisch“ gebrandmarkt wurde, auch auf Kuba und in Nordkorea seine Anhänger hat.

Monopoly – wie ein Spielbrett die Welt eroberte

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