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Dienstag, 30.04.2013

Monopoly - Spielen gegen das Dilemma

Haben Sie schon mal etwas von der Spieltheorie gehört? Nichts? Machts nicht, weiterlesen und dann vergessen. Im Kern beschreibt die Spieltheorie, dass was wir täglich machen: Wir spielen, würfeln, raten, bluffen, zocken, räumen Konkurrenten beiseite und lächeln dabei. Die Spieltheorie trifft dazu formelhafte Vohersagen, warum wir uns wann wie entscheiden (sollten). Beispiel gefällig? Beim „Gefangenendilemma“ werden zwei Gefangene verdächtigt, gemeinsam eine Straftat begangen zu haben. Beide Gefangene werden in getrennten Räumen verhört und dürfen sich nicht beraten, beziehungsweise ihr Verhalten abzustimmen. Höchststrafe: 6 Jahre. Wenn die Gefangenen sich entscheiden zu schweigen, gibt’s wegen kleinerer Delikte je zwei Jahre. Gestehen jedoch beide, bekommen sie, wegen der Zusammenarbeit mit den Behörden, nicht die Höchststrafe, sondern nur vier Jahre. Gesteht nur einer und der andere schweigt , erhält der erste als Kronzeuge eine symbolische, einjährige Bewährungsstrafe; der andere kriegt 6 Jahre Höchststrafe. Klingt nach hin und her und her und hin, und kompliziert, ist es auch – zumindest für die Normalos und Knastologen unter uns. Die sollten schleunigst die Würfel in die Hand nehmen und bei Monopoly und Co. an ihrer Spielpraxis feilen.

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